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Organisatoren haben Mut nicht verloren

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Die diesjährige Ausgabe des Festivals Opéra Avenches empfindet Jean-Pierre Kratzer, Präsident der Stiftung, als Lichtblick: Das neue Konzept, verschiedene Ausschnitte aus mehreren Klassikern anstelle einer kompletten Oper zu präsentieren, habe grossen Anklang bei den Besucherinnen und Besuchern gefunden. Dennoch blieb die grosse Besucherzahl aus: Jean-Pierre Kratzer ist zwar zufrieden mit den mehr als 10 000 Besucherinnen und Besuchern. Das sind aber immer noch sieben Prozent weniger, als die Veranstalter erhofft hatten, um das Weiterbestehen des Festivals zu sichern.

Schwierige Finanzlage

Seit mehreren Jahren steht das Opernfestival auf der Kippe, weil es zu wenig Besucher anlockt und folglich zu wenig Einnahmen erzielt (siehe Kasten). Nachdem die Ausgabe 2016 zu einem Defizit von 465 000 Franken führte, entschieden sich die Organisatoren, den Event nur noch alle zwei Jahre zu realisieren. Die Finanzlage sehe heute immer noch heikel aus, sagt Jean-Pierre Kratzer den FN. «Die finanzielle Situation ist nicht dramatisch, bleibt aber schwierig.» Das Budget für die diesjährige Ausgabe beläuft sich auf rund 1,7 Millionen Franken. Wie viel Verlust das Festival erzielt habe, könne er so kurz nach der letzten Aufführung noch nicht festmachen, sagt der Präsident.

2019 direkt anknüpfen

Dieses Jahr sorgten erstklassige Künstlerinnen und Künstler aus Belgien, Italien, Frankreich und den Vereinigten Staaten gemeinsam mit dem Freiburger Kammerorchester OCF für Gänsehaut. Indem sie mehrere Momente aus berühmten Opern auf eine Bühne brachten, seien grosse Emotionen kreiert worden, ist der Präsident überzeugt. Dies habe sich in den letzten zwei Wochen in Avenches gezeigt. «Während den Aufführungen ist das Publikum zwei- bis dreimal applaudierend aufgestanden.» Der Erfolg von diesem Jahr animierte die Verantwortlichen, doch wieder auf ein jährliches Festival zu setzen. Es gebe noch viele berühmte Opernklassiker, aus denen eine weitere Produktion entstehen könne, sagt Jean-Pierre Kratzer. «Wir werden nun mit den Partnern sprechen und Ende September bekannt geben, wie es mit Opéra Avenches weitergeht.» Er hoffe, dass in der nächsten Ausgabe die gleichen Zuschauerinnen und Zuschauer erneut teilnehmen und zusätzlich weitere neue Interessenten gewonnen werden können.

Chronologie

Die Oper Avenches in unsicheren Zeiten

Zu wenig Besucher und damit zu wenig Einnahmen: So sahen die letzten Jahre der Oper in Avenches aus. 2014 machte das Wetter den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung. Sie mussten zwei Aufführungen von Georges Bizets «Carmen» absagen und ein empfindliches Defizit von 350 000 Franken einstreichen. Ein Jahr später registrierten die Organisatoren der Opéra Avenches einen starken Besucherrückgang: minus 25 Prozent Zuschauer. 18 000 Personen besuchten 2015 Rossinis «Barbiere di Siviglia». Budgetiert waren 25 000. 2016 wurde die Oper «Madama Butterfly» von Giacomo Puccini aufgeführt. Mit 18 000 Personen war die Besucherzahl zwar stabil, doch für schwarze Zahlen fehlten noch 6000 Zuschauer. Im Jahr 2017 war eine Aufführung schliesslich nicht möglich: Nach einem Verlust von 465 000 Franken war das Vermögen der Stiftung Avenches Opéra auf 40 000 Franken geschrumpft. Die Veranstalter entschieden, nur noch alle zwei Jahre eine Aufführung zu geben. Dazu benötigten sie eine grössere finanzielle Unterstützung, auch von der öffentlichen Hand. Das Gemeindeparlament von Avenches sprach eine Unterstützung für die Opéra Avenches und die anderen Festivals in der Römer­stadt. Diesen Sommer testete die Oper ein neues Konzept: Statt einem einzigen Stück wurden Auszüge aus bekannten Opern aufgeführt.

jmw

«Während den Aufführungen ist das Publikum ­ zwei- bis dreimal applaudierend aufgestanden.»

Jean-Pierre Kratzer

Präsident der Stiftung Opéra Avenches

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