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«Pancetta ist frecher geworden»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carole Schneuwly

Schauspielerin? Kabarettistin? Komödiantin? Clownin? Eigentlich wisse sie selbst nicht so genau, was sie sei, sagt die Senslerin Eveline Dietrich. Vielleicht von allem etwas, immer auch abhängig von dem Projekt, an dem sie gerade arbeite. Dabei sind es vor allem zwei Dinge, die sie seit einigen Jahren auf Trab halten: Seit 1998 spielt sie beim Theater Madame Bissegger, und seit 2001 bildet sie zusammen mit Robert Stofer das Duo Jobert und Pancetta.

Während die Saison von Madame Bissegger im Sommerhalbjahr stattfindet, steht Eveline Dietrich im Winter vermehrt als Pancetta auf der Bühne. Dabei gehen Jobert und Pancetta dieses Jahr neue Wege, mit ihrem zweiten abendfüllenden Programm «Pamplona», das 2008 Premiere feierte und am kommenden Dienstag erstmals im Kanton Freiburg gezeigt wird, im Bad Bonn in Düdingen.

Reiseerfahrungen

«Pamplona» sei eine ganz neue Erfahrung, so Dietrich. «Zeltsam», das erste Stück von Jobert und Pancetta, habe sich seinerzeit aus einzelnen Kurznummern entwickelt, mit denen das Duo an Hochzeiten und ähnlichen Anlässen aufgetreten sei. Diese hätten sie irgendwann in einem Programm verschmolzen, mit dem sie inzwischen in der ganzen Deutschschweiz aufgetreten seien und das sie auch heute noch spielten.

«Pamplona» hingegen war von Anfang an als abendfüllendes Stück angelegt. Ziel war, die Figuren Jobert und Pancetta weiterzuentwickeln. «Ziemlich bald sind wir auf das Thema Pilgern gestossen», erinnert sich Eveline Dietrich. Im Stück gehe es letztlich darum, dass die beiden Protagonisten gemeinsam nach Santiago de Compostela reisen. «Je weiter sie kommen, umso mehr entfremden sie sich – und lernen sich neu kennen.»

Kabarettistisches Theater

Für «Pamplona» arbeiteten Dietrich und Stofer eng mit Regisseur Reto Finger zusammen, der bei «Zeltsam» noch für die Dramaturgie zuständig gewesen war. Alle drei hätten ihre Ideen eingebracht und das Stück gemeinsam entwickelt, erzählt Eveline Dietrich. Das Ergebnis sei im Vergleich zu «Zeltsam» weniger clownesk, eher ein kabarettistisch-absurdes Theaterstück.

Und auch ihre Figur Pancetta habe sich weiterentwickelt: «Sie ist frecher geworden und zeigt vermehrt ihre dunkle, schattige Seite, wie sie in jedem von uns steckt.»

«Ein besonderer Ort»

Sie freue sich auf die Freiburger Premiere, so die 38-Jährige. An ihren letzten Auftritt im Bad Bonn, vor fünf Jahren mit dem Wahriete Viertuos, habe sie jedenfalls gute Erinnerungen. «Obwohl der Ort eigentlich kein Theaterlokal, die Bühne zu klein und die Sichtbarkeit nicht ideal ist, herrschte eine gute Stimmung.» Zudem geniesse sie den intimen Rahmen, die Nähe zum Publikum. «Das Bad Bonn ist für mich einfach ein besonderer Ort.»

Und noch etwas ist speziell, wenn Jobert und Pancetta im Sensebezirk auftreten: Pancetta, deren Markenzeichen nicht zuletzt die senslerdeutsche Sprache ist, ist hier so richtig zu Hause. «Je nachdem, wo wir spielen, kann es schon vorkommen, dass der Regisseur von mir verlangt, dass ich meinen Dialekt abschwäche.» Im Bad Bonn wird dies sicher nicht passieren, und Pancetta wird genau so sprechen können, wie ihr der Schnabel gewachsen ist …

Bad Bonn, Düdingen. Di., 20. Januar, 21 Uhr. Infos: www.jobertundpancetta.ch.

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