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Parteien geben dem Düdinger Gemeinderat ein gemischtes Zeugnis für die Legislatur

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Autor: Pascale Hofmeier

Die grösste Gemeinde des Sensebezirks hat in den letzten fünf Jahren viel Geld investiert. Sie hat zum Beispiel für 18 Millionen das Schulhaus Wolfacker saniert, 3,8 Millionen in eine neue Liegenschaft für Werkhof und Feuerwehr investiert und die Aussensportanlage Leimacker für 1,16 Millionen Franken modernisiert. In einer ersten Etappe wurde die Arbeitszone Birch für 6,8 Millionen Franken erschlossen. Auch in die Strassen wurde investiert, zum Beispiel in die Chännelmattstrasse, die für 1,27 Millionen Franken erneuert und umgestaltet wurde.

«Viel gelaufen»

Nach diesen Jahren der grossen Investitionen steht die Gemeinde vor einem Loch in der Kasse. Laut Voranschlag 2011 wird mit einem Defizit von 797 000 Franken gerechnet; im Finanzplan war gar ein Ausgabenüberschuss von 981 000 Franken prognostiziert worden. Und die Verschuldung wird laut Prognose bis 2015 auf 65 Millionen Franken ansteigen.

Es sei sehr viel gelaufen in der Legislatur 2006 bis 2011, sagt Gemeindepräsidentin Hildegard Hodel (CVP). Und sie ist sich bewusst: «Wir hinterlassen dem neuen Gemeinderat eine grosse Verschuldung.» Aber: «Wir haben die grossen Investitionen getätigt. Fast niemand hat sanierte Liegenschaften und viel Geld im Sack.» Insgesamt habe in den vergangenen fünf Jahren im Gemeinderat ein sehr gutes Klima geherrscht und viele der Legislaturziele habe man erreicht. Ein Ziel, das der Gemeinderat nicht erreichen wird, ist der Abschluss der Ortsplanungsrevision.

Unterschiedliche Noten

Mit der Bilanz der Gemeinderätin sind nicht alle Parteien in gleichem Masse einverstanden. Während CSP, CVP und die Freien Wähler Düdingen (FWD) voll des Lobes sind, reicht es bei FDP und SP noch für ein «grosso modo zufrieden». Die SVP ist «enttäuscht» vom Gemeinderat. Sie kritisiert, dass beim Budget zu wenig Disziplin herrsche. «Wir haben als einzige Partei aktiv versucht zu sparen, doch das Budget wurde durchgewinkt», sagt der Präsident der SVP-Ortspartei, Stefan Siegenthaler. «Die Finanzziele wurden verfehlt.»

Umstrittene Finanzen

Mit ihrer Kritik steht die SVP nicht alleine da. Die CSP kritisiert nicht nur das Budget, sondern den Schuldenzuwachs. Diesem sei zu wenig Rechnung getragen worden. «Der neue Gemeinderat wird wohl nun die Steuern erhöhen müssen», sagte der Präsident der Düdinger CSP, Bruno Baeriswyl. Resigniert wegen der schwierigen Finanzsituation hat die FDP: «Der Gemeinderat hat es zu weit kommen lassen», sagt Ursula Eggelhöfer, Präsidentin der lokalen FDP.

Positiver klingt es bei CVP, SP und bei den FWD. «Wir sind finanziell am Limit, aber der Gemeinderat hat gut gearbeitet», sagt SP-Präsident Urs Hauswirth. Und Walter Stoll, Kontaktperson der FWD, sagt: «Das Loch ist entstanden, weil Projekte umgesetzt wurden. Ein guter Ausbau kostet.»

Die CVP, die mit vier Gemeinderäten die Mehrheit der Düdinger Exekutive stellt, ist rundum zufrieden mit ihren Gemeinderäten, auch was die Finanzen betrifft: «Der Gemeinderat hat nicht zu wenig Budgetdisziplin», sagte Parteipräsident Laurent Baeriswyl.

Warten auf grosse Firma

Für SVP, FDP und CSP hingegen gibt es noch weitere Kritikpunkte, zum Beispiel die Strategie bei der Arbeitszone Birch. Das Ziel ist, dort eine grosse Firma anzusiedeln. «Es wäre viel wichtiger, dem einheimischen Gewerbe eine Chance zu geben. Wir können nicht auf Novartis oder eine Hightech-Firma warten», sagt FDP-Präsidentin Eggelhöfer.

Die CVP entgegnet diesem Standpunkt: «Wir sind sehr zufrieden, dass es überhaupt eine Arbeitszone gibt.» Es sei noch zu früh für ein Urteil über die Strategie, sagt Stoll (FWD).

Aus Sicht der Gemeindepräsidentin wäre es verfehlt, von der gewählten Strategie abzurücken: «Es wäre ein Problem, kein Land zu haben, wenn sich eine grosse Firma dafür interessieren würde.»

Agglo ist sensibles Thema

Eher ungern erinnert sich Hildegard Hodel an die Abstimmung über den Beitritt zur Agglomeration Freiburg. «Das war keine erfreuliche Zeit und auch keine einfache Aufgabe.» Düdingen lehnte den Beitritt im Jahr 2008 zwar ab, ist nun aber aufgrund der Statuten trotzdem Mitglied. «Mit Abseitsstehen kann man nichts verbessern», sagt Hodel.

Nicht zufrieden mit der Mitgliedschaft sind die Parteien, die der Agglo schon im Vornherein kritisch gegenüberstanden, die SVP und die FDP.

«Der Gemeinderat hat bei der Ausarbeitung des Reglementes versagt», sagt SVP-Präsident Siegenthaler. «Der Gemeinderat hätte einer Konsultativabstimmung zustimmen müssen», sagt FDP-Präsidentin Ursula Eggelhöfer, die bis im vergangenen September den Agglomerationsrat präsidierte.

«Ich setze ein Fragezeichen hinter die Agglo, ob diese auch wirklich das bringt, was man sich erhofft», sagt Stoll von den Freien Wählern. Gerade wenn nun die Gemeinden fusionierten, werde das zu einer «David-gegen-Goliath-Situation».

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