Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Planung mit den Nachbarn

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Murten will Ortsplanungsrevision mit den angrenzenden Gemeinden angehen

Autor: Von PATRICK HIRSCHI

Ortsplanungsrevisionen sind in Gemeinden wie Murten ein regelrechter Dauerbrenner. Eben erst hat der Kanton die momentan geltende Ortsplanung genehmigt. Doch schon vor drei Jahren begannen die Vorbereitungen für eine neue Revision.«Einiges von der gültigen Ortsplanung ist bereits wieder veraltet», sagte Vize-Ammann Josef Haag an der Medienorientierung am Montag. Die alte Planung wurde Ende der 1980er-Jahre in Angriff genommen. Mittlerweile ist die Autobahn A 1 in der Region durchgehend befahrbar, und auch die Expo.02 hat gemäss Haag ihre Spuren hinterlassen. Zudem verlangt das kantonale Raumplanungs- und Baugesetz von den Gemeinden alle 15 Jahre, dass sie ihre Ortsplanung prüft und überarbeitet.

Muntelier ist interessiert

Die Planungskommission und der Gemeinderat kamen laut Haag zum Schluss, dass die Ortsplanung in der Vergangenheit nur ungenügend mit den Nachbargemeinden koordiniert worden ist. «Wir hatten von diesen Gemeinden zum Beispiel keine Informationen bezüglich zukünftiger Schülerzahlen erhalten. Unter solchen Umständen ist es schwierig, den Schulraum richtig zu planen.»Koordinationsbedarf sieht auch Roger Ekmann, Gemeindepräsident von Muntelier. «Früher musste zuerst das Problem auftauchen, dann haben wir darüber geredet», sagt er gegenüber den FN. Er wünsche sich sehr, dass Muntelier bei der Ortsplanungsrevision nicht nur angehört werde, sondern auch aktiv mitmachen könne.Roger Ekmann hat auch schon konkrete Ideen: «Mich interessiert beispielsweise, wie Murten zum Bau eines Einkaufszentrums steht», sagt er. Das lokale Gewerbe muss sich seiner Meinung nach vor einem solchen Projekt nicht fürchten – schliesslich belebe Konkurrenz das Geschäft. Ebenso sieht Ekmann auch Handlungsbedarf beim Veloverkehr entlang der Uferpromenade.Gemäss Josef Haag will Murten seine Nachbargemeinden aber erst in der zweiten Phase im kommenden Jahr in die Ortsplanungsrevision involvieren. Dann sollen die Richtpläne für Siedlung, Verkehr und Landschaft entwickelt werden.Wenig Bedarf an Mitsprache scheint Merlach (Meyriez) zu haben, wie Ammann Walter Zürcher auf Anfrage sagt: «Unsere Ortsplanungsrevision ist abgeschlossen.» Er erinnert aber daran, dass die Koordination zwischen Murten und Merlach schon früher gut funktioniert habe – zum Beispiel bei der Mischzone, die vom Restaurant Froheim in Murten bis zum alten Landi-Gebäude in Merlach reicht.

Bevölkerung soll mitwirken

Die neue Ortsplanung von Murten soll von 2010 bis 2025 ihre Gültigkeit haben. Sie sieht vor, dass die Bevölkerungszahl von 5675 (Stand Ende 2005) auf maximal 7000 Einwohner ansteigt, wie Raumplaner Jörg Bönzli vorrechnete. Rein für den Wohnungsbau könnten mit der Revision etwa 73 000 Quadratmeter eingezont werden. «Das ist etwas weniger als das Quartier Merlachfeld, das zurzeit bebaut wird.»Bis zur Umsetzung der Ortsplanungsrevision dauert es aber noch drei bis vier Jahre. Zurzeit will die Gemeinde ihre Planungsziele festlegen. Dazu läuft bis Mitte November eine Vernehmlassung, an der sich die Murtner Bevölkerung beteiligen kann. Eine Zusammenfassung der Ziele sowie ein Mitwirkungsformular können auf der Stadtschreiberei bezogen werden.Die öffentliche Auflage und das Genehmigungsverfahren sind für die Jahre 2009 oder 2010 vorgesehen. Bis dann soll sich die Bevölkerung fortlaufend am Prozess beteiligen können.

Mehr zum Thema