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Plötzlich wurde die Luft dünn

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Plötzlich wurde die Luft dünn

Eishockey 1. Liga: Düdingen Bulls brachten den Leader an Rand einer Niederlage

In einer schnellen, intensiven und spielerisch auf hohem Niveau stehenden Partie teilten sich Düdingen und Morges gerechterweise die Punkte. Doch bei den Senslern wollte ob dem einen Punkt nicht so recht Freude aufkommen, hatte man doch dreizehn Minuten vor Schluss noch mit 5:2 geführt.

Von MARKUS RUDAZ

Die Partie begann gleich mit einem Paukenschlag: Bereits in der zweiten Minute gingen die Waadtländer in Überzahl in Führung. Und der Leader stellte mit seinem aggressiven Forechecking, seiner grossen Laufarbeit und den Schüssen aus allen Lagen die Einheimischen vor grösste Probleme.

Wende innert weniger Sekunden

Zusätzlich wurde die Aufgabe der Düdinger durch mehrere Strafen noch erschwert. Doch mit vereinten Kräften und einem sicheren Buchs im Tor überstand man dieses Anfangsfurioso von Morges mit nur einem Gegentreffer. Und plötzlich drehte der Wind wie aus heiterem Himmel: Innert 93 Sekunden jubelten die Freiburger gleich dreimal. Und alle drei Tore fielen auf ähnliche Art und Weise: Ein erster Versuch wurde von Morges-Hüter San Vicente zwar abgewehrt, doch ein Düdinger Spieler war zum Erben zur Stelle.

Auch im zweiten Drittel waren die Gäste die spielerisch etwas stärkere Mannschaft. Allerdings war unschwer zu erkennen, dass bei beiden Teams die Verteidigung verwundbar war. In dieser Phase zeigte Düdingens Hüter Buchs seine grossen Fortschritte auf: Mit unglaublichen Paraden hielt er sein Team im Spiel und liess die gegnerischen Angreifer schier verzweifeln. Als Fontana kurz vor Drittelsende mit einem Konter ein herrlicher Treffer zum 4:1 gelang, schien eine Vorentscheidung gefallen.

Drei Matchstrafen

Gleich nach diesem Treffer kam es jedoch zu einigen unschönen Szenen, in denen das schwache Schiedsrichtertrio völlig die Übersicht verlor. Zuerst wurden Dousse und Zurflüh und zu Beginn des letzten Drittels auch noch Brechbühl unter die Dusche geschickt. Weitere kleine Strafen – zumeist gegen Düdingen – fielen nun im Minutentakt. Bulls-Trainer Dana Knowlton verstand nach dem Spiel die Welt nicht mehr: «Ich war ja selber Schiedsrichter. Aber was Herr Ryffel hier aufgeführt hat, ist unglaublich. Der Gipfel war, dass er Brechbühl zweimal fünf Minuten aufbrummte und ihn zugleich unter die Dusche schickte. Das ist nicht unverständlich, das ist schlicht falsch!» Aber Düdingen wehrte sich mit Händen und Füssen und Fontanas herrlicher Hocheckschuss zum 5:2 schien die Partie endgültig zu entscheiden. Doch nun bliesen die Gäste zum Schlussangriff und wirbelten den Düdingern nur so um die Köpfe. Prompt verloren die Knowlton-Spieler in ihrer Zone die Übersicht und schliesslich fiel gut eine Minute vor Spielschluss noch der Ausgleich. Kurz vor dem 5:4 hatte Miéville noch den Pfosten getroffen. Eine gewisse Schuld muss allerdings auch Düdingen-Coach Knowlton auf sich nehmen: Ein Timeout in dieser hektischen Phase hätte vielleicht nochmals etwas für Ordnung in seiner Verteidigung sorgen können.

In der Verlängerung wogte das Spiel hin und her und beide Teams besassen noch Siegesmöglichkeiten, doch blieben die beiden Torhüter ungeschlagen. Düdingens Torhüter Matthieu Buchs nach dem Spiel zur Partie: «Es war ein extrem intensiver Match. Mir gelangen einige gute Abwehraktionen. Aber in der Verlängerung war ich schon etwas nervös. Schlussendlich müssen wir auch mit dem einen Punkt zufrieden sein.»

Düdingen – Morges 5:5 (3:1; 1:0; 1:4)

Leimacker. – 300 Zuschauer. – SR: Ryffel (Maag, Glauser).
HC Düdingen Bulls: Buchs; Page, Rigolet; Vonlanthen, Rey; M. Abplanalp, Descloux; Albisetti, Fontana, Brügger; Brechbühl, Dousse, Hulmann; Celio, Miéville, Sassi; Bucheli, Herren, Forrer.
HC Forward Morges: San Vicente; Studer, Gruber; Leibzig, Conthay; Schmid, Lozanov; Vouillamoz, Ledermann, Camenzind; Clennon, Brouze, Zurflüh; Masson, Mares, Ancay; Rivera, Burdet, Eisenring.
Tore: 2. Studer (Camenzind; Ausschluss Rey) 0:1; 14. (13:54) Brechbühl (Dousse) 1:1; 15. (14:58) Albisetti (Fontana) 2:1; 16. (15:27) Miéville (Sassi, Celio) 3:1; 39. Fontana 4:1; 46. Mares (Camenzind, Studer; Ausschlüsse Brechbühl, Ancay) 4:2; 48. Fontana (Rigolet; Ausschlüsse Brechbühl, Gruber) 5:2; 49. Lozanov (Mares) 5:3; 59. (58:08) Eisenring (Leibzig, Mares) 5:4; 59. (58:50) Camenzind 5:5.
Strafen: 7-mal 2 Minuten plus 2-mal 5 Minuten (Brechbühl) sowie 2 Matchstrafen (Brechbühl, Dousse) gegen Düdingen; 10-mal 2 Minuten plus 1 Matchstrafe (Zurflüh) gegen Morges.
Bemerkungen: Düdingen ohne Fasel und Dorthe (beide verletzt). 56. Timeout Morges. 58. Pfostenschuss Miéville.

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