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Positive Reaktion im letzten Viertel

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Positive Reaktion im letzten Viertel

Basketball: Freiburg Olympic steht im Halbfinal

Freiburg Olympic hat nach einer Steigerung oder nach einem physischen Einbruch seines Gegners im letzten Viertel den nötigen Sieg gegen ein erwartet aufsässiges Riviera erkämpft und steht im Playoff-Halbfinal. Sein Gegner wird erst am Mittwoch zwischen Lugano und Lausanne ermittelt.

Von BEAT BAERISWYL

«Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren und das tun, was wir können, was wir einstudiert haben für dieses entscheidende Spiel», dass waren die Worte des Olympic-Trainers Patrick Koller vor dem Spiel. Genau das taten die Freiburger zu Beginn der Partie dann auch. Konzentriert und mit einer guten Kollektivleistung gingen die Gäste ans Werk. Jaquier setzte gleich den ersten Dreier, musste dann aber anfangs zweites Viertel wegen einer Verletzung am Knöchel ausscheiden. Sollte es zu einem klaren Erfolg der Freiburger an den Gestaden des Genfersees kommen? Riviera aber wollte den Sieg, denn bisher hatte man alle fünf Begegnungen in Meisterschaft und Cup verloren, in dieser sechsten sollte es anders werden …

Borter prägt das Geschehen

Der Walliser Sebastien Borter, Nationalspieler und Teamstütze der Freiburger, zeigte einmal mehr seine Aggressivität und war am Ende als Top-Skorer zu einem Grossteil mitverantwortlich für den Erfolg Olympics. Auf ihn ist Verlass, wenn es darauf ankommt! zwölf Punkte im ersten Viertel, davon drei Dreier, liess er sich gutschreiben. Den dritten Dreier erzielte er mit der Schlusssirene des ersten Viertels. Der 10-P.-Vorsprung des Favoriten aus der Saanestadt schien bereits ein ausreichendes Polster für den weiteren Spielverlauf darzustellen.

Olympic ruht sich auf Vorsprung aus

Als Borter gleich zu Beginn der zweiten zehn Minuten einen weiteren Dreier markierte, schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch da verletzte sich Spielmacher Jaquier, Koller setzte sich auch auf die Bank und Wegmann sollte die Spielgestaltung übernehmen. Doch der Zürcher, sonst ein sicherer Wert, erwischte einen schwarzen Tag und brachte unnötige Hektik ins Spiel. Viele Bälle gingen verloren, Riviera kam ins Geschehen zurück, getragen von seinen lautstarken Fans. Besonders Walton, aber auch Peter Klima begannen zu punkten. Der Spielverlauf wurde auf den Kopf gestellt. Plötzlich lag der Heimklub mit 38:34 vorne (17.). Bei den Freiburgern lief nichts mehr zusammen. In der Defensive wurden Einsatz und Aggressivität vermisst. Hätten nicht Seydoux (zweimal) und Dar-Ziv vor der Pause noch zwei Dreier gesetzt, wären die Hausherren wohl davongezogen. Auch die Pause brachte keine neue Erkenntnis. Jaquier musste auf der Bank bleiben und weiterhin vermisste man die Qualitäten im Spiel der Freiburger. Riviera schien die Partie plötzlich in der Hand zu haben. Was war bloss mit Olympic los? Ein drittes Spiel schien unumgänglich …

Mit kühlem Kopf und Herz zum Ziel

Gleich zu Beginn des Schlussviertels skorte Klima zum 60:55. Das konnte es doch nicht gewesen sein, schienen sich jetzt auch die Freiburger Spieler zu sagen. Man besann sich auf seine Stärken und begann zu spielen, begann zu verteidigen, begann die defensive Rebound-Zone zu dominieren. Matt Baniak erwachte aus seiner Passivität und wurde zum Dominator. Innerhalb weniger Minuten wurde der Spielverlauf erneut auf den Kopf gestellt, diesmal aber entscheidend. Mit einem brutalen 20:1 in fünf Spielminuten machten die Freiburger alles klar (61:75; 36.). Bei Riviera waren die Kräfte am Ende, jeder wurde zum Einzelkämpfer, das Kollektiv existierte nicht mehr. Es spielte nur noch ein Team: Olympic! Nur die beiden Unparteiischen setzten sich noch in Szene: Ihre schwache Leistung unterstrichen sie mit 22 Foulpfiffen (im ganzen Spiel 60) allein in den letzten zehn Minuten (davon 15 gegen Riviera). So kam Olympic am Ende zu einem klaren Sieg, der aber den wahren Spielverlauf keineswegs wiedergibt. Während 30 Minuten war Riviera ein ebenbürtiger, kämpferisch eingestellter Gegner, der den Sieg ebenso verdient hätte. Aber eine Partie dauert eben 40 und nicht bloss 30 Minuten, wie Trainer Macazaga nach der Begegnung bemerkte …

Zu viele Bälle verloren

Patrick Koller: «Wir wussten, dass es schwierig wird. Wir haben nun alle sechs Spiele in dieser Saison gegen diesen Gegner gewonnen. Kein Sieg war einfach. Nach dem klaren Vorsprung haben wir uns sicher gefühlt. Doch das harte Pressing Rivieras zwang uns zu Fehlern. Wir haben zu viele Bälle verloren und so den Gegner aufgebaut. Unsere Reaktion im letzten Viertel ist als positiv zu werten, denn wir wussten, dass wir mehr können als im Mittelteil der Partie. Ich bin froh, dass wir die Qualifikation geschafft haben.»

Patrick Macazaga: «Wir waren heute immerhin 30 Minuten lang in der Lage, dem Favoriten Paroli zu bieten. Dann waren unsere Kräfte am Ende. Olympic hat eben die besser besetzte Bank, die routinierteren Spieler zur Verfügung. Wir erkennen die Überlegenheit des Gegners an, waren vor einer Woche nie im Spiel und zeigten heute eine markante Steigerung!»

Sebastien Borter: «Im letzten und entscheidenden Viertel haben wir besser verteidigt, die Rebounds dominiert. Das hat den Ausschlag gegeben. Ich war eigentlich während der ganzen Begegnung optimistisch und zuversichtlich. Wir haben ein weiteres Ziel erreicht. Jetzt wünsche ich mir eigentlich Lausanne als Gegner, schon der weniger weiten Reise (Lugano) wegen. Aber ich befürchte, dass Lugano die dritte Partie am Mittwoch in der eigenen Halle gewinnen wird und wir wieder auf diese unberechenbare Mannschaft treffen werden!» bb

Riviera – Olympic 72:88 (43:45)

Galeries du Rivage; 760 Zuschauer; SR: Pizio/Markesh.
Riviera: Craen; Dufresne; Dumas (6); Coleman (25); Klima (15); Steinegger; Kresovic (10); Ammann (2); Kashama; Walton (14).
Freiburg Olympic: Dar-Ziv (9); Ceresa (2); Montonati (4); Jaquier (5); Wegmann; Koller (9); Borter (26); Seydoux (12); Baniak (21).
Bemerkungen: Olympic ohne Kirmaci (verletzt); Riviera komplett. Rivieras U-21-Team wird für CH-Meistertitel geehrt; 5 Fouls: Ammann (34.), Montonati (36.), Klima (37.), Walton (39.). Viertelsresultate: 17:27; 26:18; 15:10; 14:33.

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