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Prävention erfolgt auf mehreren Ebenen

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Die beiden Grossrätinnen Giovanna Garghentini Python (SP, Freiburg) und Nicole Lehner-Gigon (SP, Massonnens) haben sich rund um die Affäre Weinstein Gedanken gemacht, ob es im Kanton Freiburg genügend Massnahmen gibt, damit Kinder und Jugendliche im gegenseitigen Respekt erzogen werden und damit beide Geschlechter die gleichen Chancen haben. Sie haben dem Staatsrat eine ganze Palette von Fragen gestellt, welche Bedeutung die Prävention gegen Gewalt und Mobbing im Freiburger Schulsystem hat. In seiner Antwort hält der Staatsrat fest, dass es eines der Ziele der Schule sei, den Kindern neben Grundkenntnissen und -kompetenzen auch universale Werte wie Gleichheit, Gerechtigkeit, Freiheit und Verantwortung zu vermitteln, bei ihnen eine offene Geisteshaltung gegenüber der menschlichen Gemeinschaft zu fördern und sie für ein respektvolles Verhalten gegenüber den Mitmenschen zu sensibilisieren. Der Staatsrat weist aber auch da­rauf hin, dass jedes Kind ein Individuum ist, das zu einer Familie, zu einem Umfeld gehört und eine eigene Geschichte hat, und dass die Schule trotz ihrer wichtigen Rolle nicht allein dafür verantwortlich sein kann, das Verhalten und Denken der Schüler positiv und nachhaltig zu beeinflussen.

Koffer zur Gleichstellung

So oder so finde im Freiburger Schulprogramm Prävention gegen Mobbing und Gewalt in mehrfacher Hinsicht Platz: allgemein in vielen Fächern und Lehrmitteln, spezifisch mit Aktionen im Zusammenhang mit Vorfällen oder gezielt durch die Mithilfe von Schulmediation, Schulsozialarbeit und Schulpsychologie. Weiter stehen den Schulen diverse externe Stellen zur Verfügung: die Jugendbrigade, die Freiburger Fachstelle für sexuelle Gesundheit, der Verein Reper sowie Angebote im Zusammenhang mit Internet und digitalen Kommunikationsmitteln. Respekt gegenüber anderen sei auch Thema in Lebenskunde und Ethik, bestätigt der Staatsrat die Frage der beiden Grossrätinnen. Auch mit dem pädagogischen Koffer zur Gleichstellung von Frau und Mann können die Lehrpersonen das Thema aufgreifen. Er enthält Material zu sexistischer Gewalt, sexistischen Klischees und sexistischer Diskriminierung sowie Unterlagen, um die Mädchen und Knaben zum Nachdenken über die Geschlechterrollen anzuregen. «Die beste Vorbeugung bei den Schülern geschieht im Alltag durch die Haltung, das Vorbild, das Zuhören, die weitergegebenen Informationen des erwachsenen Personals, das die Schüler begleitet: Schulleitungen, Schuldirektionen sowie das Lehrpersonal.»

Postulat

Massnahmen gegen sexuelle Belästigung

Der Staatsrat sei sich der Rolle der Behörden bei Prävention und Repression im Bereich sexuelle Gewalt bewusst und habe schon vor dem Fall Weinstein Massnahmen eingeleitet, antwortet der Staatsrat auf ein Postulat der beiden Grossräte der Grünen, Sylvie Bonvin-Sansonnens (Rueyres-les-Prés) und Bruno Marmier (Villars-sur-Glâne).

Er weist unter anderem darauf hin, dass seit 1998 ein System der Vertrauenspersonen läuft, an die sich Opfer wenden können. Neue Mitarbeitende der Kantonsverwaltung erhielten zudem seit 2008 ein Verzeichnis von Ratschlägen und Adressen zum Thema sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Seit dem 1. Juli 2016 sei die Verordnung über Mobbing, sexuelle Belästigung und zwischenmenschliche Probleme am Arbeitsplatz in Kraft, mit der ein neues Dispositiv geschaffen worden sei: Opfer können sich an die Stelle «Espace Gesundheit-Soziales» wenden oder auch direkt an das Büro für die Gleichstellung von Mann und Frau und für Familienfragen.

Wie der Staatsrat ausführt, betreut das Büro für Gleichstellung jährlich etwa sechs juristische Fälle, in denen es um das Gleichstellungsgesetz geht. Seit der Weinstein-Affäre im Oktober 2017 sei es in sieben Fällen eingeschaltet worden, darunter vier Fälle beim Staat. Bei Polizei und Gericht seien spezifische Ausbildungen für den Umgang mit Opfern erfolgt. Deshalb erachtet der Staatsrat einen Aktionsplan, wie von den Petitionären verlangt, als überflüssig. Die gesetzlichen Bestimmungen seien ausreichend. Er empfiehlt dem Grossen Rat, das Postulat abzulehnen.

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