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Pretnar und Götschl – die «Königinnen von Are»

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Rey-Bellet nur Abfahrts-Zehnte, Nef im Slalom spektakulär gestürzt

Fünf Tore vor dem Ziel endete für Sonja Nef der Traum von einem neuerlichen Spitzenplatz. Die Appenzellerin fädelte ein, drehte einen veritablen Salto und prallte mit Rücken und Kopf hart auf dem Schnee auf. «Da habe ich einen Moment nur noch Sternchen gesehen. Mein erster Gedanke gilt bei einem Sturz immer den Knie. Zum Glück sind sie ebenso heil geblieben wie die Füsse, die es mir gehörig verdreht hat», gab Sonja Nef Entwarnung. Schmerzen verspürte die Gruberin nur am linken Bein. «Auch das ist nichts Ernstes. Vermutlich eine Schuhrandprellung», mutmasste sie.

Für Sonja Nef war nach dieser ersten Erleichterung auch der Ärger darüber erträglich, sogar einen möglichen Podestplatz vergeben zu haben. Die Grundlage dazu hatte sie sich als Fünfte des ersten Laufes geschaffen, und im zweiten war sie bei der Zwischenzeit nur zwei Hundertstel langsamer gestoppt worden als die unmittelbar hinter ihr gestartete Anja Pärson. Die Schwedin sicherte sich wie vor einer Woche in Santa Caterina zur grossen Freude ihrer Landsleute Platz 3 …
An Spela Pretnar wäre gestern allerdings auch Sonja Nef nicht heran gekommen. Die Slowenin stiess wie am letzten Samstag vom 3. Platz an die Spitze vor und kam so zu ihrem bereits vierten Saisonsieg, dem dritten hintereinanader. Erste Verfolgerin der Leaderin im Slalom-Weltcup war gestern Kristina Koznick. Letztmals war die Amerikanerin zwar bei ihrem Sieg im Dezember 1998 am Semmering unter die ersten drei gefahren, doch überraschend kam ihr Ergebnis trotzdem nicht. Zum einen hatte sie als Vierte in Santa Caterina Aufwärtstendenz gezeigt, zum andern war sie vor zwei Jahren in Are zu ihrem ersten Weltcup-Sieg gekommen. Die Französin Christel Saioni fiel nach Bestzeit im ersten Lauf auf Platz 4 zurück.
Corina Grünenfelder (40.), die einzige Schweizer Teilnehmerin neben Sonja Nef, vermochte sich wie schon in drei Slaloms zuvor nicht für den zweiten Lauf zu qualifizieren.

Renate Götschl 56 Punkte voraus

Neun Saisonsiege hatten die Österreicherinnen schon auf dem Konto, auf einen Abfahrts-Triumph hatten sie aber bis am Samstag warten müssen. Für Renate Götschl war es der erste Sieg in dieser Sparte seit St. Moritz im März 1999 und der siebte insgesamt. Dass sie sich in der Abfahrt so lange gedulden musste, führt die Steirerin auf Materialprobleme zurück. «Vor allem bei glattem Kunstschnee standen uns jeweils nicht die besten Ski zur Verfügung.»

Mit ihrem dritten Saisonerfolg nach Altenmarkt (Super-G) und Santa Caterina (Kombination) baute Götschl, die im ersten Slalom-Lauf schon nach wenigen Toren ausschied, die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung gegenüber Michaela Dorfmeister auf 56 Punkte aus; Illusionen auf die Nachfolge ihrer verletzten Teamkollegin Alexandra Meissnitzer macht sie sich indessen nach wie vor keine. «Abgerechnet wird erst in Bormio. Wenn ich dann vorne bin, ist es schön, wenn nicht, darf ich trotzdem auf eine gute Saison zurückblicken. Schliesslich war der Gesamtweltcup nie mein Ziel.»

Corinne Rey-Bellet nur Zehnte

Für Corinne Rey-Bellet setzte es in der bei ständig wechselnden Bedingungen ausgetragenen Abfahrt mit Rang 10 und 1,68 Sekunden Rückstand eine Enttäuschung ab. Erklären konnte sich die Walliserin, die nach den Trainingsbestzeiten vom Mittwoch zu den ersten Sieganwärterinnen gezählt hatte und nach dem ersten Lauf noch Fünfte gewesen war, den Rückschlag nicht. «Ich bin im zweiten Lauf zwar eine etwas andere Linie gefahren, doch Fehler glaubte ich keine begangen zu haben.» So weit hinten klassiert war Rey-Bellet in dieser Saison zuvor nur einmal – ebenfalls als Zehnte in Cortina. Weltcup-Punkte gab es auch für Jeanette Collenberg, Ruth Kündig und die nach überstandener Knieverletzung zurückgekehrte Nadia Styger, die geschlossen die Plätze 24 bis 26 belegten. Corinne Imlig schied im zweiten Lauf durch Sturz aus, Monika Tschirky (35.) verpasste den Final der besten 30.

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