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Pro Fribourg wünscht sich mehr vom Ortsplan

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Eine zu ambitionierte Verdichtung, nicht genügend Schutz für Baudenkmäler, zu wenig Umweltschutz: Das bemängelt der Verein Pro Fribourg am Ortsplan der Stadt Freiburg, der bis gestern öffentlich auflag. Dieser gibt vor, wie sich die Stadt in Sachen Siedlung, Verkehr und Landschaft bis 2030 entwickeln soll (die FN berichteten). Zwar ist im Kanton Freiburg Raumplanung allein Sache der Exe­kutive: Die Einwohnerinnen und Einwohner können gegen den Richtplan, also den strategischen Teil des Ortsplans, nichts unternehmen. Sie können jedoch gegen das Baureglement und die Nutzungspläne – also die konkrete Ausgestaltung des Ortsplans – einsprechen.

«Die Stadt hat fast fünfzehn Jahre an diesem Ortsplan ­gearbeitet und dafür viel Geld ausgegeben», sagte Pro-Fribourg-Präsident Jean-Luc ­Rime gestern vor den Medien. «Nun scheint es uns, dass der Berg eine Maus geboren hat.» Der Ortsplan schreibe Bestehendes fest, statt prospektiv die weitere Entwicklung vorauszusehen.

Zu starke Verdichtung

Pro Fribourg kritisiert insbesondere die geplante Verdichtung. Der Gemeinderat geht davon aus, dass die Stadt bis im Jahr 2030 zusätzliche 11 000 Einwohner und 10 000 neue Arbeitsplätze beherbergen wird. «Neue Zahlen zeigen, dass dies zu hoch angesetzt ist», sagte Sylvie Genoud Jungo, Generalsekretärin von Pro Fribourg. Ihr Verein stelle sich an sich gegen die Absicht des Gemeinderats, in der Stadt Wohntürme bis zu dreissig Metern Höhe zuzulassen; das sind zehn Stockwerke. Angesichts dessen, dass wohl weniger Menschen in die Stadt ziehen als angenommen, solle der Gemeinderat erst recht auf diese Türme verzichten. «22 Meter sind für die Stadt Freiburg angebracht», sagte sie. Auch wollte der Gemeinderat in zu vielen Quartieren verdichtet bauen. «Was der Ortsplan vorsieht, ist überdimensioniert.» Pro Fribourg schlägt daher vor, die jetzt noch grünen Inseln Torryhügel und Pisciculture nicht zu überbauen.

Pro Fribourg verlangt auch mehr Naturschutz: «Da geht die Stadt nicht weit genug», sagte Sylvie Genoud Jungo. So seien die Bäume nicht genügend geschützt. Und die Idee, in der Pis­ciculture – in nächster Nähe zu einem Naturschutzgebiet – Wohnungen zu erstellen, goutiert Pro Fribourg auch nicht.

Ein Denkmalpfleger

Jean-Luc Rime lobt, dass die Altstadt klar unter Schutz steht. Doch seien in anderen Quartieren Gebäude nicht unter Schutz gestellt worden, die im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder ISOS seien. «Es ist wichtig, dass die Typologie eines Quartiers erhalten wird», sagte Rime. «Wir wollen Gebäude schützen, aber auch den Hausbesitzern genug Spielraum lassen.» Pro Fribourg schlägt der Stadt darum auch vor, die Stelle einer Denkmalpflegerin oder eines Denkmalpflegers zu schaffen.

Zahlreiche Reaktionen

Bis gestern Mittag sind bei der Stadt 79 Einsprachen, Beobachtungen und Bemerkungen zum Ortsplan eingegangen. Noch können weitere Einsprachen eintreffen, zudem weiss das städtische Bauamt noch nicht, wie viele Einsprachen, Beobachtungen und Bemerkungen bei Oberamt eingegangen sind, wie Stadtplanerin Delphine Galliard gestern den FN sagte. Der Gemeinderat hofft, dass der Ortsplan noch in dieser Legislatur – also bis 2021 – in Kraft treten kann.

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