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Prominentes Duo mit Steigerungspotenzial

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Thibaut Monnet und Timo Helbling waren die Hauptgründe dafür, dass Gottéron vor der letzten Saison in den meisten Medien als Transfersieger bezeichnet worden war. Zwei gestandene Schweizer Spieler, beide mit Nationalmannschaftserfahrung. Sie sollten die fehlenden Teilchen im Meister-Puzzle Gottérons sein. Monnet als produktiver Skorer, Helbling als solider, harter Verteidiger. Doch statt die entscheidenden Puzzle-Teilchen zu sein, gehörten sie am Ende der Saison zu den Sündenböcken, zu den meistkritisierten Spielern in Fanforen und Medien. Auch Trainer Hans Kossmann hatte mehr vom Duo erwartet–und hofft, dass Monnet und Helbling nun mit einem Jahr Verspätung das Team in dem Masse verstärken, wie es von ihnen bereits letztes Jahr erwartet worden war. «Ich erwarte in dieser Saison von beiden viel mehr Konstanz. Sie müssen nicht immer überragend sein, aber gut.»

«Eine korrekte Saison»

Monnet hatte nach einer starken Saison, die er als Topskorer der ZSC Lions abschloss, als Königstransfer gegolten. «In der ersten Hälfte war er gut, danach kam zu wenig», sagt Kossmann. Das galt besonders auch für die Playoffs. Während der Qualifikation wartete Monnet zwar mit einer für einen Stürmer eines Spitzenclubs miserablen Plus-Minus-Bilanz von–12 auf, skorte aber immerhin. 14 Tore und 15 Assists liess er sich in 49 Spielen zuschreiben. In den Playoffs hingegen kam er in neun Spielen gerade einmal auf ein Tor und zwei Assists. Im fünften Spiel der Halbfinal-Serie gegen Kloten setzte Kossmann den Nati-Stürmer gar als überzähligen Spieler auf die Tribüne. Zu einer solchen Majestätsbeleidigung soll es in dieser Saison nicht mehr kommen. «Ich habe diesen Sommer hart gearbeitet und will zeigen, dass ich einen Platz in dieser Mannschaft verdiene», sagt Monnet. Er hat bereits einmal gut auf einen Rückschlag reagiert. In der Saison 2011/12 hatte ihn der damalige ZSC-Trainer Bob Hartley ebenfalls das eine oder andere Mal auf die Tribüne verbannt und dem Walliser während der Qualifikation oftmals nur wenig Spielzeit gewährt. In den Playoffs meldete sich Monnet jedoch zurück und gehörte zu den wichtigsten Baumeistern des Schweizer Meistertitels der Zürcher.

 Parallelen will der 32-Jährige jedoch keine ziehen. «Ich fand die letzte Saison nicht besonders schwierig. Klar, es lief für mich am Ende nicht mehr so toll. Aber ich finde, dass ich eine korrekte Saison abgeliefert habe.» Dass das viele Fans anders gesehen haben, hat auch Monnet mitgekriegt. «Aber ich versuche, nicht allzu sehr darauf zu achten. Es gibt für jeden Spieler Phasen, in denen es schwieriger ist. Aber ich weiss, was ich kann, weiss, wie ich spielen muss. Ich versuche, immer positiv zu bleiben.» Er habe in der Vorbereitung sein Bestes gegeben, werde auf dem Eis weiter sein Bestes geben und hoffe, dass für ihn und das Team dadurch eine gute Meisterschaft resultiert.

 Die Testspiele sind für Monnet bereits positiv verlaufen. Die Linie mit ihm, Marc-Antoine Pouliot und Greg Mauldin war die beste und produktivste. In den vier Champions-League-Spielen kam Monnet auf ein Tor und drei Assists–und vor allem auf eine bemerkenswerte Plus-5-Bilanz. Schade für ihn, dass Mauldin mit einer Kieferverletzung mehrere Wochen ausfällt und so die Erfolgslinie wieder auseinandergerissen wird.

Helbling und die Fehlerquote

Ebenfalls eine starke Plus-5-Bilanz aus den vier Champions-League-Spielen weist Timo Helbling auf. Weil er im Trikot des EV Zug für die Gottéron-Fans jahrelang eine Reizfigur war, hat er zwangsläufig einen besonders schweren Stand. Letzte Saison lieferte der Abwehrhüne seinen Kritikern aber auch immer wieder einmal Argumente. «Timo muss seine Fehlerquote senken. Das weiss er auch selber», sagt Kossmann. Helbling weiss tatsächlich, dass er mehr kann, als er letzte Saison gezeigt hat. «Es war keine einfache Saison. Wie bei der ganzen Mannschaft war es auch bei mir ein ständiges Auf und Ab, auch wenn ich am Ende eigentlich recht gute Playoffs gespielt habe. Aber es ist schon wichtig, dass wir als Team und auch ich persönlich nicht mehr in solche Löcher fallen und konstanter spielen.»

Und was ist mit der Fehlerquote? «Das ist auch ein Teil der Konstanz. Je grösser die Konstanz, desto kleiner die Fehlerquote.» Aber wie versucht er konkret, die Fehlerquote zu senken? «Es waren nicht immer einfache Spiele letzte Saison. In solchen Situationen probiert man manchmal zu viel, anstatt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ich muss aber versuchen, mich genau auf dieses Wesentliche zu konzentrieren und einfach zu spielen. Dann werde ich auch wieder einen Schritt vorwärts machen.»

Durchaus lobenswert fände es Kossmann auch, wenn Helbling im Team noch mehr Verantwortung übernehmen würde. Der Solothurner, der es als einer der Schweizer Pioniere auf insgesamt elf NHL-Spiele brachte, ist dazu bereit, präzisiert aber: «Ich bin letztes Jahr zu einem intakten Team gestossen, in eine Kabine, in der viele schon lange zusammen sind. Da muss man erst einmal die Hierarchie akzeptieren.» Aber er wisse, dass er zu den erfahrensten Spielern des Teams gehöre. «Ich werde deshalb sicher meine Inputs reinbringen. Letztlich kommt die Verantwortung auch mit der Leistung.» Dass diese regelmässig stimmt, darauf hofft auch Trainer Hans Kossmann: «Timo muss nicht immer super spielen und die Spiele für uns entscheiden. Aber er muss ruhig, solid und abgeklärt sein.»

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