Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Regen, Hagel und Tausende Blitze – Hochwasserlage stabil

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Kräftige Gewitter mit Tausenden Blitzen haben sich am Samstag vom späten Nachmittag bis in die Nacht auf Sonntag entladen. Es gab Starkregen, lokal Hagel und Sturmböen, auch im Kanton Freiburg. Am stärksten betroffen war aber die Ostschweiz. Die Hochwasserlage verschärfte sich nicht weiter.

Wegen Gewittern mit starkem Regen und Hagel gab es im Kanton Freiburg in der Nacht von Samstag auf Sonntag 30 Einsätze der Feuerwehr. Alle Einsätze betrafen den Saanebezirk, vor allem die Gemeinden Freiburg, Granges-Paccots und Givisiez, wie es auf Anfrage bei der Freiburger Kantonspolizei hiess. Zumeist hatte es die Feuerwehr mit Naturschäden zu tun, sieben Mal mit Überschwemmungen. Verletzt wurde bei den Unwettern niemand. Niedergegangen waren der Regen und der Hagel insbesondere zwischen 23.00 Uhr und 00.30 Uhr.

Gewitter im ganzen Land

Schweizweit gab es bis Mitternacht nach Angaben des Wetterdienstes Meteonews fast 30‘000 Blitze, nach Mitternacht kamen noch weitere knapp 5000 dazu. Am höchsten war die Blitzanzahl in den Kantonen St. Gallen (6143), Thurgau (3999) und Zürich (3510), am geringsten in Genf (18) und Basel-Stadt (12).

Ein Blitzschlag legte am Samstag S-Bahn-Linien in Zürich zwischen dem Hauptbahnhof und Zürich Giesshübel lahm. In Oberhelfenschwil SG brannte am frühen Sonntagmorgen ein Einfamilienhaus. Die Polizei vermutete, das Feuer habe einen Zusammenhang mit einem Blitzschlag. Verletzt wurde niemand.

Am Sonntagmorgen ging es mit neuen Gewittern weiter. Betroffen waren gemäss SRF Meteo zunächst das Tessin und das Südbündnerische Misox und dann die Zentralschweiz. Wegen Hochwassergefahr war am Sonntag die SBB-Linie zwischen Schachen und Wolhusen LU im Entlebuch unterbrochen.

Rekordregenfall in Appenzell

Die ersten stärkeren Gewitter bildeten sich am Samstag gegen 16 Uhr im Berner Oberland und in der Zentralschweiz. Sie zogen dann bis 19 Uhr in die Ostschweiz. Die Niederschlagsmenge fiel sehr unterschiedlich aus, da die Gewitter sehr ungleich über die Schweiz verteilt waren. Die Spanne reichte dabei laut Meteonews von trocken bis 70 Liter in Robiei TI und 48 Liter auf dem Säntis.

In Appenzell AI fiel in zehn Minuten eine der grössten Regensummen, die in so kurzer Zeit in der Schweiz je gemessen wurde: Von 36,1 Millimeter Regen fielen 33,2 Millimeter in nur zehn Minuten, wie SRF Meteo auf Twitter schrieb. Gemäss Meteonews sind mehr als 33 Millimeter in nur 10 Minuten in der Schweiz sehr selten. Der Rekord liege bei 41 Millimetern und sei im Juni 2018 in Lausanne gemessen worden.

Riesige Hagelkörner

Auch starken Hagelniedergang gab es. Bilder auf Twitter und im Internet zeigten Ortschaften etwa in Appenzell Ausserrhoden, die «schneeweisse», mit Hagelkörner belegte Strassen zeigten. Grosse Hagelkörner gingen am Samstag etwa auch in Uebeschi im Kanton Bern nieder mit einem Durchmesser von 2 bis 4 Zentimeter, wie SRF Meteo schrieb.

Die kräftigen Gewitter waren teilweise auch von starken Böen begleitet. Laut Meteonews wurden in Quinten am Walensee 87 Kilometer pro Stunde und in Schmerikon am oberen Zürichsee 81 Kilometer pro Stunde gemessen.

Gewitter und heftige Niederschläge hielten am Samstagabend auch die Einsatzkräfte in Teilen des Kantons Bern auf Trab. Schäden wurden vor allem aus dem Seeland gemeldet. Aus dieser Region gingen bei der Kantonspolizei 39 Meldungen ein. Bäume stürzten um, Wasser drang in Keller und Wohnungen ein. Verletzt wurde niemand.

Hochwasserlage stabil

Da es laut SRF Meteo keine langanhaltenden und stationären Regengüsse gab, hat sich allgemein die Hochwassersituation nicht weiter verschärft. Gemäss dem Naturgefahrenbulletin des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) sank der Pegel des Neuenburgersees am Sonntagmorgen von der Stufe 4 in den Bereich der Gefahrenstufe 3 (»erhebliche Gefährdung»).

Auch am Bielersee war die Lage am Sonntag praktisch unverändert. Der Seepegel war in der Nacht auf Samstag knapp unter die Hochwassergrenze zurückgegangen. Weiterhin herrschte die Gefahrenstufe 3. Entspannt präsentierte sich die Lage am Thuner- und Brienzersee, wo auch am Sonntag Gefahrenstufe 1 (»geringe Gefährdung») galt.

In den kommenden Tagen ist es laut Meteonews sehr wechselhaft mit immer wieder Regengüssen und Gewittern, die lokal auch mal recht heftig ausfallen können. Extreme Gewitter mit grösseren Schäden sind aber kaum zu erwarten. Zudem verteilt sich der Regen auch über Tage, sodass die insgesamt teilweise etwas grösseren fallenden Mengen kaum zu steigenden Fluss- und Seepegeln führen werden und sich damit die Hochwasserlage kaum verschärften dürfte.

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema