Charmey 06.03.2019

Bergbahnen Charmey: Die Task Force ist gefordert

Die Seilbahnen Charmey haben entschieden, die Wintersaison um zwei Wochen zu verkürzen. Was das bedeutet, wird die Task Force bis Ende nächster Woche bestimmen.

Eigentlich hätte die Wintersaison der Skista­tion Charmey bis zum 24. März dauern sollen. Nun ist bereits am kommenden Sonntag um 16.30  Uhr Schluss. Der Verwaltungsrat der Seilbahnen hat am letzten Samstag den Entscheid zum Einstellen des Betriebs gefällt, und der Direktor erhielt den Auftrag, dies den Partnern mitzuteilen, sagt Verwaltungsratspräsident Etienne Genoud gegenüber den FN. Diese Information sickerte durch und wurden gestern in einzelnen Medien publiziert.

Genoud bestätigte gegenüber den FN, dass der Mangel an finanzieller Liquidität der Grund dafür sei. Die Gemeindeversammlung von Val-de-Charmey hatte im Januar einen Unterstützungsbeitrag von 250 000 Franken für die Bahnen gesprochen, was gemäss Genoud den Betrieb bis zum Ende der Wintersaison hätte sicherstellen sollen. Für die Sommersaison sollte ein ebenso hoher Betrag von privaten Sponsoren hinzukommen. Diese Sponsorensuche startete Ende Januar.

Doch in der Zwischenzeit ging ein Rekurs gegen den Entscheid der Gemeindeversammlung ein, weil die Ausstandspflicht verletzt worden sei (die FN berichteten). Deshalb kann die Gemeinde den Betrag noch nicht sprechen, was laut Genoud zu diesem Liquiditätsengpass geführt habe. Wie es genau um die Zahlen steht, konnte Genoud gegenüber den FN nicht sagen: «Die Saison ist noch nicht fertig. Wir haben noch fünf Betriebstage.» Die genauen Zahlen würden erst danach feststehen.

Auch weitere Angaben konnte Genoud nicht machen. Wie er sagte, diskutiere die im Dezember gegründete Task Force unter Führung des Greyerzer Oberamtmanns, wie es weitergeht. Am 15. März informiere sie an einer Medienkonferenz über das weitere Vorgehen. Bis zu diesem Zeitpunkt habe der Oberamtmann den Partnern der Task Force eine Schweigepflicht auferlegt. Am Montag orientiert zudem eine kantonale Arbeitsgruppe über ihr Projekt «Voralpen 2030».