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Roger and out – viele Fragen um Federers Zukunft

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War ein 0:6 Roger Federers letzter Satz, den er in Wimbledon gespielt hat? Das weiss im Moment wohl nicht mal er selber. Er muss für sich entscheiden, ob ein Viertelfinal den Aufwand der Rehabilitation wert war.

Das Bild, das am Mittwochabend zuoberst auf der Website von Wimbledon erschien, sagt mehr als tausend Worte. Es zeigt Roger Federer, wie er auf der Fussgängerbrücke vom Centre Court mit den Garderoben zur Players Lounge mit dem Fahrdienst kurz stehen bleibt und einer Gruppe von Fans winkt. Seine Coaches Severin Lüthi und Ivan Ljubicic warten derweil respektvoll auf der anderen Seite. Dieser Moment gehört noch einmal dem Maestro ganz alleine. Wie viele werden noch folgen?Diese Fragte stellten sich bereits spätestens im dritten Satz des verlorenen Viertelfinals gegen Hubert Hurkacz auch die 15’000 Fans im Stadion. Zweimal setzten sie nochmals zu einer Standing Ovation an, beim Seitenwechsel beim Stand von 0:5 und ein paar Minuten später beim Matchball. Es nützte alles nichts. Federer verlor erstmals überhaupt in Wimbledon und zum zweiten Mal in den letzten 20 Jahren auf der ATP Tour einen Satz mit der Höchststrafe. „Roger and out“ war am Donnerstag ein beliebter und zweideutiger Titel in den englischen Zeitungen. Kann der Rekordchampion so von seinem geliebten Wimbledon abtreten?

Anstrengender Zusatzeffort

Das wird am Ende bei seinem Entscheid, wie es mit seiner Karriere weitergeht, keine Rolle spielen. Das Ende, das beim Zuschauen ziemlich schmerzhaft war, wird eine Fussnote der Geschichte bleiben, und es sollte auch nicht ein im Prinzip ziemlich erfolgreiches Comeback nicht überschatten. Trotz einer 14-monatigen Wettkampfpause und zwei Knieoperationen im gesetzten Sportleralter von 39 Jahren und nur vier Turnieren in den Beinen gewann Federer vier Partien gegen nicht überragende, aber respektable Gegner.

Und doch stellen sich ihm nun schwierige Fragen und stehen Entscheide bevor, die er am Mittwochabend selber ansprach. Er investierte enorm viel, um wieder zurückzukommen. und musste nun feststellen, dass es bei schwierigen äusseren Bedingungen mit viel Wind und gegen die Besten „noch schwieriger und komplizierter“ wird. „Es fehlen immer noch kleine Dinge, die vor zehn, zwanzig Jahren automatisch kamen. Jetzt muss ich mich konstant daran erinnern, es richtig zu machen und einen Zusatzeffort leisten.“

Eine der Fragen ist deshalb: Reicht ein Viertelfinal in Wimbledon, um diesen Effort immer wieder zu leisten? Wenn man die Fans fragt, definitiv. Die freuten sich über jeden Match, ja jede Minute Federers auf dem Centre Court. Geht es nach ihnen, muss der Schweizer noch lange nicht zurücktreten, selbst wenns für die grossen Titel nicht mehr reicht. Zu verlieren hat er nichts. Aber reicht das auch seinen Ansprüchen?

Neues Ziel gesucht

Von Rücktritt sprach er nach dem Aus in Wimbledon nicht. Aber er brauche nun ein bisschen Zeit, um über die nächsten Schritte nachzudenken. „Soll ich gleich weiter spielen und das Momentum nutzen? Immerhin habe ich hart gearbeitet für meine Match-Fitness.“ Oder nochmals eine Pause einlegen und weiter an der Fitness arbeiten? Nach der Absage der Swiss Indoors bleiben in diesem Jahr im Prinzip nur noch Olympia und das US Open als grosse Ziele. Oder will er erst im nächsten Jahr, mit dannzumal 40, nochmals angreifen?

Am 0:6 werde er nicht lange zu knabbern haben. „Nach ein paar Tagen bin ich wieder mein altes Ich“, versichert Federer. Er meint dies mental, nicht körperlich. Die Gefahr, dass er physisch nicht mehr auf das Niveau seines alten Ich kommen wird, ist hingegen nicht von der Hand zu weisen.

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