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Sandy Maendly: Die EM 2022 als Höhe- und Schlusspunkt

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Sandy Maendly gehört im Schweizer Nationalteam zur erweiterten Stammformation. Die EM-Endrunde 2022 in England ist das letzte grosse Ziel der 33-jährigen Genferin, die eine bewegte Karriere hinter sich hat und diese Ende Saison wohl beenden wird.

Im Rampenlicht stehen andere: Ana-Maria Crnogorcevic, die Rekordtorschützin und mit zwei Toren Matchwinnerin am Freitag beim 2:0 gegen Rumänien. Oder Ramona Bachmann, die Spielerin von Paris Saint-Germain, die von sich selbst sagt: “Ich bin eine Schlüsselspielerin.” Oder Lia Wälti, der Captain und Spiritus Rector der SFV-Auswahl. Und dann gibt es noch ein paar verheissungsvolle Talente wie die derzeit verletzten Malin Gut und Géraldine Reuteler oder die noch jüngeren Svenja Fölmli oder Riola Xhemaili.

Sandy Maendly findet weniger Beachtung, obwohl die 33-jährige Mittelfeldspielerin von Schweizer Meister Servette Chênois zu den Erfahrensten im Team von Nils Nielsen gehört. Am Freitag bestritt sie ihr 80. Länderspiel, nur fünf Spielerinnen des aktuellen Kaders haben mehr Einsätze für die Schweiz absolviert als die Genferin.

Eine erfahrene Spielerin

Auf Maendly ist Verlass, so auch gegen Rumänien, als sie nach ihrer Einwechslung mit nur viel Pech – ihr Schuss landete via Latte und Rücken der Torhüterin am Pfosten – ihr 13. Länderspieltor verpasste und den Penalty herausholte, der zum 2:0 führte. Im April, als sich die Schweiz in den Playoffs gegen Tschechien für die EM 2022 qualifizierte, stand sie zweimal in der Startformation.

Ansprüche hat die 33-Jährige keine. “Ich versuche, das umzusetzen, was der Trainer verlangt, und gebe einfach mein Bestes”, sagt Maendly. Nur Gaëlle Thalmann und Fabienne Humm sind älter als sie. “Ich habe sicher etwas mehr Erfahrung als andere.” Der Unterschied sei aber kleiner als früher, da viele Junge bereits im Ausland spielten. “Aber klar, wenn ich helfen und unterstützen kann, mache ich das gerne.”

Maendly geniesst die Zeit im Nationalteam, was nicht immer der Fall war. Von Herbst 2015 bis Juni 2019 hatte sie sich aus dem Kreis der SFV-Auswahl zurückgezogen. “Für mich hat es damals nicht mehr gepasst, ich fühlte mich nicht mehr wohl.” Die Genferin genoss es, einmal ein freies Wochenende zu haben und gewann Abstand. Erst unter Nielsen, dem Nachfolger von Martina Voss-Tecklenburg, kehrte sie und damit auch der Spass am Nationalteam zurück. “Jetzt freue ich mich dafür wieder umso mehr, wieder dabei zu sein.”

Bitterer Kreuzbandriss

Durch ihren temporären Rückzug verpasste Maendly die Teilnahme an der EM 2017 in den Niederlanden. Zwei Jahre zuvor hatte die Genferin bereits an der WM in Kanada gefehlt, als die Schweizerinnen erstmals überhaupt an einem grossen Turnier teilnahmen. Nach einem Kreuzbandriss verlor sie den Wettlauf gegen die Zeit. “Es war eine Riesenenttäuschung”, sagt Maendly. “Ich brauchte mehrere Monate, um das Ganze zu verdauen, denn ich hatte bis zum letzten Moment gehofft, dass es reichen würde.”

Dank der Qualifikation für die EM 2022 bietet sich Maendly nun die Chance, doch noch an einer Endrunde teilzunehmen. “Ich werde alles geben, damit ich im Sommer nach England mitreisen kann.” Die EM soll der Höhepunkt und zugleich der Abschluss ihrer Karriere werden, denn geht es nach Maendly, ist danach Schluss. Im April wird die Genferin 34, der Körper zeigt erste Verschleisserscheinungen.

Weiterhin bei Servette?

Die EM wäre der Schlusspunkt einer Karriere, in der Maendly viel erlebt und gesehen hat. Als Teenager zog sie, die unweit der Charmilles aufgewachsen ist und dank ihres älteren Bruders zum Fussball kam, zu den Young Boys nach Bern, wo sie auch Schweizerdeutsch lernte. Später spielte sie fünf Jahre in Italien, wo sie weitere Meistertitel gewann, und eine Saison in Spanien. 2018 kehrte sie in ihre Heimat zurück, zu ihrem Lieblingsverein und dem diesjährigen Champions-League-Teilnehmer, für den schon als kleines Mädchen das Fan-Herz schlug. Martin Petrov, Sébastien Fournier oder Marco Pascolo hiessen ihre Idole.

Maendly würde gerne über ihre aktive Karriere hinaus bei Servette arbeiten. Bereits jetzt beinhaltet ihr Vertrag die Mitarbeit in der Administration des Klubs, nachdem sie im letzten Jahr auch eine Ausbildung zur Fitnesstrainerin gemacht hat. Noch liegt der Fokus aber auf dem Platz, folgt doch am Dienstag gegen Kroatien das nächste WM-Qualifikationsspiel.

Und falls es mit der Qualifikation für die WM 2023 in Australien und Neuseeland klappen sollte? “Sag niemals nie”, sagt Maendly. Man finde immer einen Grund, um weiterzumachen. “Aber das eine Jahr zu viel will ich nicht machen.”

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