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Schon 13 Medaillen – ist das der neue Massstab?

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Eine zweistellige Zahl an Medaillen an Sommerspielen schaffte die Schweiz letztmals 1952 in Helsinki, als es 14 Podestplätze gegeben hatte. Jürg Stahl, der Präsident von Swiss Olympic, ordnet den Erfolg ein.

Dass Stahl mit der Ausbeute sehr zufrieden ist, versteht sich von selbst. «Wir sind aber noch nicht so weit sagen zu können, dies ist unser zukünftiger Massstab», gibt sich der ehemalige Nationalratspräsident im Gespräch realistisch. «Wichtig wird sein, das Ganze mit einer sauberen Analyse richtig einzuordnen.»

Die vielen Medaillen kommen allerdings aufgrund von optimierten Rahmenbedingungen für die Athletinnen und Athleten nicht von ungefähr. Einerseits wurde unter anderem im Bereich der Vereinbarkeit von Sport und Schule respektive Studium/Beruf Fortschritte erzielt. Zudem erfuhr die Spitzensportförderung der Armee einen massiven Ausbau.

Seit Juni 2010 profitieren 18 Spitzensportlerinnen und Spitzensportler jeweils während eines Olympia-Zyklus’ von einer 50-Prozent-Anstellung als Zeitmilitär. Eine davon ist die Schützin Nina Christen, die in Tokio Gold und Bronze gewonnen hat. Im Weiteren bietet die Spitzensport-Rekrutenschule eine attraktive Möglichkeit, die Karriere voranzutreiben. Bis 2023 wird die Zahl an zu vergebenen Plätzen pro RS schrittweise auf 70 erhöht, vor 2020 waren es 35. Nach der RS können jedes Jahr bis zu 130 besoldete Diensttage geleistet werden, beispielsweise in Form eines Trainingslagers, was gerade für Athletinnen und Athleten in Randsportarten ein willkommener Zustupf ist.

Mehr Gelder für den Sport

Zudem stehen für den Spitzensport seit 2018 30 Millionen an zusätzlichen Geldern von Bund und Kantonen zur Verfügung, nachdem unter anderen der Schweizer Olympia-Missionschef Ralph Stöckli nach den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro, wo es sieben Medaillen gab, mehr finanzielle Mittel gefordert hatte. Stahl ergänzt, dass die Vorarbeit für diesen politischen Entscheid viel früher gemacht worden sei. «Ausserdem wird das zusätzliche Geld auf sämtliche Verbände verteilt, ist es nicht ein spezifisches Olympia-Förderprogramm.»

Ohnehin wehrt sich Stahl dagegen, dass die Erfolge in erster Linie auf das Monetäre zurückzuführen sind. «Es ist eine Teamleistung, das ist der wesentlichste Punkt. Die Verbände machen über Jahre eine kontinuierliche und verlässliche Arbeit und sie werden dabei von Swiss Olympic unterstützt. Zudem ist unsere Nachwuchsförderung offensichtlich sehr gut.» Aber klar ermögliche das Geld langjährige Projekte, wie beispielsweise die 4×100-m-Staffel der Frauen in der Leichtathletik eines sei. «Mit unserem Fördersystem können wir ganz gezielt solche Projekte angehen», sagte Stahl.

Sport ist Lebensfreude

Dass die Sommerspiele trotz der schwierigen Situation für die Beteiligten sicher durchgeführt werden, darüber ist er äusserst froh, denn die Jungen bräuchten Vorbilder, denen sie nacheifern könnten. Die mit den Erfolgen verbundenen positiven Emotionen sind für ihn ein gutes Fundament, um den Sport in der Politik noch besser zu positionieren, dessen Bedeutung «noch etwas verständlicher in den politischen Alltag einzubringen und die Wirtschaft mitzunehmen. Die Gesellschaft braucht fitte Leute. Überdies ist Sport mehr als sich bewegen und sich messen, er ist Ausdruck von Lebensfreude, im Wissen, dass es auch viele Enttäuschungen gibt.»

Darauf angesprochen, dass die Frauen mehrheitlich für die Medaillen verantwortlich sind, sagte Stahl: «Darüber, dass diese Thematik so grosse Aufmerksamkeit erfährt, staune ich ein bisschen. Persönlich sehe ich das ziemlich unaufgeregt.» Er führt dies nicht in erster Linie darauf zurück, dass in der Förderung der Frauen einiges gegangen ist. «Sie waren einfach extrem gut am Tag X», sagte Stahl. Ohnehin hat er als Präsident von Swiss Olympic eine gesamtheitliche Sicht. «Der Schweizer Sport ist ein grosses und vielseitiges Schiff. Dieses auf Kurs zu halten, ist anspruchsvoll, aber ich glaube, das gelingt uns wirklich gut.»

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