Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Schweizer Nati liefert sich mit Italien (k)ein Duell auf Augenhöhe

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Eine arg dezimierte Schweiz spielt am Freitag in Rom gegen den punktgleichen Europameister Italien im zweitletzten Spiel der WM-Qualifikation um die direkte Teilnahme an der Endrunde 2022 in Katar. Die Ausgangslage ist nur auf den ersten Blick ausgeglichen.

Auf dem Papier ist es ein Duell auf Augenhöhe. Zumindest auf dem Papier, auf welchem die Rangliste geschrieben steht. Mit je 14 Punkten steigen Italien und die Schweiz in diesen «Final» um den Sieg in der Gruppe C der WM-Qualifikation. Die Italiener haben ein um zwei Treffer besseres Torverhältnis. Eine minimale Differenz nach sechs Spielen. Alles in allem ging die Schweiz bisher im Gleichschritt mit dem Europameister.

Wer im Olimpico gewinnt, kann die direkte Qualifikation am nächsten Montag mit einem Unentschieden im letzten Spiel in trockene Tücher bringen. Die Schweiz spielt dannzumal in Luzern gegen Bulgarien, Italien auswärts gegen Nordirland. Bei einem Remis in Rom kommt es am Montag zu einem Wettschiessen um den höheren Sieg. Um mindestens zwei Tore müssten die Schweizer dann gegen Bulgarien höher gewinnen als die Italiener gegen Nordirland.

Die Schweiz hat sich diese Ausgangslage, in welcher sie ihr Schicksal in den eigenen Händen hält, mit dem 0:0 gegen Italien von Anfang September in Basel und vier Siegen in den übrigen fünf Pflichtaufgaben erarbeitet. Begonnen hat sie diesen Weg im März mit zwei Erfolgen noch unter Vladimir Petkovic, Murat Yakin hat den erfolgreichen Parcours fortgesetzt – zehn Punkte aus vier Spielen hat die Schweiz seit dem Trainerwechsel geholt. Seit 494 Minuten ist sie in der WM-Qualifikation ohne Gegentor.

Italiener drei mal mehr wert

Doch von einem Duell auf Augenhöhe spricht derzeit niemand. Denn auf einem anderen Papier ist die Schweiz vor dem Spiel gegen Italien so klarer Aussenseiter wie vielleicht seit Jahren nicht mehr. Ohne Captain und Mittelfeldstratege Granit Xhaka, Innenverteidiger Nico Elvedi, Flügel Steven Zuber und die Stürmer Breel Embolo und Haris Seferovic fehlt in jeder Linie ein Stammspieler. Xhaka, Zuber, Embolo und Seferovic haben zusammen 54 Tore für die Schweiz erzielt. Das aktuelle 24-Mann-Kader bringt es auf 76 Treffer – 26 davon allein durch Shaqiri.

Die Italiener müssen zwar auch ohne Captain Giorgio Chiellini, Mittelfeldspieler Marco Verratti und Stürmer Ciro Immobile auskommen. Doch ihr Reservoir ist ungleich grösser. Der Marktwert der erwarteten Startformation des Europameisters wird auf über 400 Millionen Euro geschätzt; die elf Schweizer werden es je nach Formation auf einen Wert von rund 130 Millionen Euro bringen.

Die personellen Probleme ziehen sich bisher wie ein roter Faden durch die rund dreimonatige Amtszeit von Yakin. Im Hinspiel gegen Italien fehlten fünf Leistungsträger wegen Krankheit, Sperre oder Trainingsrückstand, in Nordirland waren es vier wichtige Absenzen, in Litauen vor einem Monat wieder fünf.

Immer hat Yakin die Probleme irgendwie gemeistert und Lösungen gefunden. Beim 0:0 gegen Italien in Basel hat er mit der Nomination von Fabian Frei überrascht und den Gegner mit einer defensiv tadellosen Ausrichtung in Schach gehalten. Zuletzt beim 2:0 gegen Nordirland und beim 4:0 gegen Litauen hat die Schweiz nicht nur die Pflicht erfüllt, sondern das Publikum auch mit spektakulärem Spiel (gegen Nordirland) und einigen Toren (gegen Litauen) verwöhnt.

(Zu) viele Fragezeichen?

Doch der wirkliche Härtetest kommt für Yakin und das dezimierte Ensemble erst jetzt, da die Latte auswärts gegen den Europameister maximal hoch liegt. Können Remo Freuler und Denis Zakaria im Zentrum gegen das herausragende Mittelfeld Italiens um Champions-League-Sieger Jorginho auch ohne Xhaka bestehen? Kann die Defensive gegen Lorenzo Insigne, Federico Chiesa & Co. kaschieren, dass Fabian Schär im Klub seit Ende August nie mehr gespielt und Ricardo Rodriguez zuletzt den Stammplatz verloren hat? Ist das Flügelspiel auch ohne Steven Zuber, den besten Assistgeber der EM, effizient genug? Reichen vorne das Tempo und die Explosivität des jungen Noah Okafor oder die Schlauheit des routinierten Mario Gavranovic, um den von Leonardo Bonucci dirigierten Abwehrverbund des Gegners zu überwinden? Und: Kann Shaqiri beweisen, dass seine enttäuschenden Leistungen in Lyon mehr mit der dezentralen Position und weniger mit einer schwachen Form zu tun haben?

Nur wenn sich diese Fragen mit einem Ja beantworten lassen, hat die Schweiz gegen Italien eine realistische Chance auf ein positives Resultat. Denn sicher ist: Unter den gegebenen Vorzeichen hätte ein Sieg sportlich nicht den geringeren Wert als der Coup im Sommer im EM-Achtelfinal gegen Weltmeister Frankreich.

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema