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Schweizer Tennisgeschichte geschrieben

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Dreisatzsieg von Marc Rosset über Roger Federer in Marseille

Das Gipfeltreffen der beiden Freunde war spielerisch nur selten ein Leckerbissen, zu verkrampft agierten beide Spieler über weite Strecken. Die Hochspannung in der Schlussphase entschädigte aber die 5000 Zuschauer, die sich trotz der Halbfinal-Niederlagen der Lokalmatadoren Sébastien Grosjean (gegen Rosset) und Fabrice Santoro (gegen Federer) im Palais des Sports eingefunden hatten, um die «Schweizer Meiterschaft» zu verfolgen. Rosset servierte bei 5:4 im Entscheidungssatz zum Titelgewinn und hatte drei Matchbälle, die der Baselbieter allesamt mit brillanten Passierball-Winnern abwehrte. Im Tiebreak konnte dann der lange Romand den vierten Siegpunkt zur Entscheidung verwerten.

Wie eng die Partie verlief, zeigt das Punkteverhältnis von 91:89 zugunsten von Rosset, der sich ab dem zweiten Durchgang beim Service entscheidend steigerte und damit auch in den Grundlinien-Rallies besser mithalten konnte. «Danke, dass du mir den Sieg überlassen hast», flachste Rosset beim Shakehands mit seinem elf Jahre jüngeren Kontrahenten. Federer nahm die Niederlage im ersten Direktduell aber nicht allzu tragisch: «Natürlich bin ich sehr enttäuscht, verloren zu haben. Aber ich gönne Marc den Sieg sehr.»

Rosset: «Ich bin noch da!»

Für Rosset war das Erreichen des Triples in Marseille eine doppelte Genugtuung. Einerseits war es der erste Turniersieg seit Februar 1999 (St. Petersburg), andererseits die bestmögliche Antwort auf die monatelangen Querelen mit Daviscup-Captain Jakob Hlasek, die in der Nichtnomination des Genfers für die Weltgruppen-Partie gegen Australien gegipfelt hatten. Rosset hat nun auf der ATP-Tour 13 Turniere gewonnen, sechs davon in Frankreich und neun indoor. «Ich habe einigen Personen gezeigt, dass ich noch da bin», meinte Rosset, der bei der Siegerehrung ein Dress seines Lieblingsvereins Olympique Marseille überstreifte, lakonisch. Rosset fügte aber auch an, dass «ich mit diesem Sieg in die Schweizer Tennis-Geschichtsbücher eingehen werde, und dies macht mich stolz».

Premiere macht Lust auf mehr

Federer muss damit den Sprung in den exklusiven Zirkel Schweizer Turniersieger, dem bisher nur Rosset, Hlasek und Heinz Günthardt (je 5) und Claudio Mezzadri (1) noch verschieben; aufgeschoben ist aber in diesem Fall sicher nicht aufgehoben. Allein das Erreichen des Endspiels am Ort, wo er im Vorjahr mit Carlos Moya den ersten Top-ten-Spieler bezwungen hatte, ist angesichts der Umstände ein Erfolg und dokumentiert die Fortschritte, die das Supertalent in den letzten Monaten – vor allem im mentalen Bereich – gemacht hat. Etwas müde und leicht erkältet vom Daviscup angereist, wo er die Schweizer Equipe erstmals als Leader angeführt hatte, spielte der mit einer Wild Card angetretene Federer konstant und gewann vier Partien, wobei er im Viertelfinal gegen den Kroaten Ljubicic zwei Matchbälle abwehrte. «Es war ein tolles Gefühl, im Final zu stehen und hoffentlich werde ich dies noch oft erleben», so Federer nach seiner Finalpremiere.

ATP-Turnier (500 000 Dollar). Roger Federer (Sz) s. Fabrice Santoro (Fr/6/TV) 7:6 (7:4), 7:5. Marc Rosset (Sz) s. Sébastien Grosjean (Fr/4) 6:3, 6:3. – Rosset s. Federer 2:6, 6:3, 7:6 (7:5).

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