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Schweres Unwetter auf italienischer Insel Ischia – mehrere Vermisste

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Auf der italienischen Insel Ischia sind nach einem schweren Unwetter und Erdrutschen mehrere Menschen als vermisst gemeldet worden. Die Behörden im nördlichen Küstenort Casamicciola suchten nach 13 Leuten, wie die Carabinieri in Neapel der Deutschen Presse-Agentur am Samstagmorgen bestätigten.

Die Menschen wohnten demnach in Häusern, die von einer Schlammlawine beschädigt wurden. Mögliche Todesopfer konnten die Präfektur und die Carabinieri in Neapel kurz nach Mittag auf Nachfrage nicht bestätigten. Auf der Insel evakuierten die Behörden unterdessen Menschen aus ihren Wohnungen, wie der Zivilschutz twitterte.

Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben seit dem frühen Morgen wegen Überschwemmungen und Erdrutschen im Einsatz. Einsatzkräfte retteten demnach zwei Menschen aus einem Auto, das ins Meer gerissen wurde. Vom Festland entsandten die Behörden aus Neapel weitere Verstärkung und Spezialisten auf die beliebte Mittelmeer-Ferieninsel. Laut Feuerwehr hatten Boote und Hubschrauber Schwierigkeiten, die Insel zu erreichen. Auf Fernsehbildern und einem Video der Feuerwehr waren völlig zerstörte Autos, von Schlamm bedeckte Strassen, mitgerissener Schutt und ein Hang zu sehen, an dem zuvor ein Erdrutsch abgegangen zu sein schien. Auf Twitter kursierte ein Video von einem Mann, der in einem Gebäude im Dunkeln bis zu Brust im Schlamm steckte.

Viele Familien waren laut Medienberichten in ihren Häusern eingeschlossen. Die Behörden wiesen die Menschen in mehreren Kommunen der Insel an, zu Hause zu bleiben. Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni dankte den Rettungskräften für ihren Einsatz, wie ihr Amtssitz in Rom mitteilte. Sie stehe in Kontakt mit den Behörden vor Ort. Ischias Bürgermeister Enzo Ferrandino ordnete bereits am Freitag wegen des angekündigten Unwetters an, Schulen, Parks und Friedhöfe für Samstag zu schliessen.

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