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«Seine Musik ist noch sehr präsent»

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«Seine Musik ist noch sehr präsent»

Gedenkkonzert zum 40. Todestag von Alfons Gugler am Sonntag in Plaffeien

Zum 40. Todestag von Alfons Gugler findet am Sonntag in Plaffeien ein Gedenkkonzert statt. Verschiedene Formationen tragen ein Dutzend Lieder des Dirigenten und Jodellied-Komponisten vor, der noch bei vielen in guter Erinnerung ist.

Autor: Von IMELDA RUFFIEUX

«Das Liedgut von Alfons Gugler und sein Wirken sind auch 40 Jahre nach seinem Tod noch sehr präsent», erklärt Christian Jungo. Er ist Dirigent des Jodlerklubs Alphüttli Plaffeien und damit Nachfolger von Alfons Gugler in diesem Amt. Denn dieser war 1944 Gründungsdirigent des Klubs und hat ihn bis zu seinem Tod 1967 geleitet.

Komponist von «Mys Seiseländli»

Im Vergleich zu anderen bekannten Schweizer Jodellied-Komponisten hat Alfons Gugler wenige Werke hinterlassen. Viele von ihnen, wie etwa «Alphornruef» oder «Grossättis Freude», werden aber immer noch sehr oft gesungen. Dazu kommt, dass er auch andere Lieder für Männerchöre oder gemischte Chöre verfasst hat, etwa «Lenz und Liebe», «Rehlein, du munteres Rehlein» oder vor allem die Sensler Hymne «Mys Seiseländli», zu dem der Heimatdichter und Lehrerkollege Meinrad Schaller den Text geliefert hat.

Wehmütige Seite

«Alfons Gugler hatte als Mensch verschiedene Seiten: er konnte der lustige Unterhalter sein, hatte aber ebenfalls eine melancholische Seite», erzählt Christian Jungo. Viele seiner Lieder hätten deshalb einen wehmütigen Einschlag. Das Lied «Es treichlet heizue», das heute noch gerne an Beerdigungen vorgetragen wird, hat Alfons Gugler als sein eigenes Grablied komponiert.Er habe in seinen Liedern von Bergen und Flühen gesungen, vom Knechtsein und vom Älplerleben. «Er erzählte weniger von der heilen Welt als über die Realität des Lebens», führt Christian Jungo aus. Er ist überzeugt, dass dies mit ein Grund ist, warum sich das Liedgut so lange gehalten hat.

Text und Musik harmonieren

«Die Lieder sind sehr anspruchsvoll, man spürt, dass er ein guter Musiker war», betont er weiter. Alfons Gugler war Schüler des bekannten Freiburger Komponisten Abbé Bovet und wurde von diesem beeinflusst. «Text und Musik sind in seinen Liedern eng verbunden und aufeinander abgestimmt. Man hört die Musik und kann sich mit dem Text identifizieren», erklärt Christian Jungo, der das Werk von Alfons Gugler kennt, seit er angefangen hat zu jodeln. «Diese Lieder haben Bestand.» Zugleich sei das Werk von Alfons Gugler auch Ansporn für junge Komponisten, Text und Musik ebenso harmonisch zu kombinieren.

Nationale Verdienste

Alfons Gugler habe nicht nur lokal, sondern auch national Spuren hinterlassen, führt Christian Jungo aus. Er sei im eidgenössischen Jodlerwesen sehr aktiv gewesen, wo er unter anderem lange als Experte und Juror gewirkt habe. «Er war vor allem für die Westschweiz wichtig, denn damals waren erst wenige Klubs an eidgenössischen Festen vertreten. Durch sein musikalisches Talent, die guten Leistungen der Klubs und seine Aktivitäten im Verband hat er auf schweizerischer Ebene für Aufsehen gesorgt.»

Über 140 Jodler in der Pfarrkirche

Aus all diesen Gründen habe er zum 40. Todestag von Alfons Gugler etwas Besonderes auf die Beine stellen wollen, hält Christian Jungo fest. Da er auch Dirigent des Jodlerklubs Flüehblüemli Sangernboden ist, lag es auf der Hand, mit seinen beiden Chören ein Gedenkkonzert zu veranstalten.Er lud noch einige Gastformationen ein, so dass am Schluss ein Grossanlass mit rund 140 Jodlern entstanden ist. «Die Chöre haben spontan zugesagt. Viele von ihnen haben die Werke von Alfons Gugler schon seit Jahren in ihrem Repertoire», führt er aus. Es habe sogar mehr Interessenten als zur Verfügung stehende Lieder im Programm gegeben. Mit dabei ist unter anderem der Jodlerklub Edelweiss Freiburg, den Alfons Gugler während 30 Jahren dirigiert hat.

Enkelin spielt Querflöte

Eine besondere Darbietung kommt von einer Enkelin des Komponisten: Sonja Schmid aus Gerlafingen wird das Lied «D’Jodler chömme» auf der Querflöte spielen, begleitet an der Orgel von Roland Mülhauser aus Schmitten.Das Konzert wird umrahmt von Informationen und Anekdoten aus dem Leben von Alfons Gugler. Unter anderem werden Ausschnitte von Sendungen von Radio DRS zu Ehren von Alfons Gugler abgespielt. Als Schlussbouquet intonieren alle teilnehmenden Jodler das Lied «Alphornruef». Das Konzert wird aufgenommen, so dass die Werke von Alfons Gugler erstmals auf einem Tonträger dokumentiert sein werden.Sonntag, 28. Januar 2006, 15 Uhr, Pfarrkirche Plaffeien, Eintritt frei.

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