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Sie stürmten wie die Furien

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16 Tage nach dem 4:1 im ersten Gruppenspiel waren die Spanier den Russen abermals überlegen. Letztlich war der Sieg auch in dieser Höhe korrekt, derart frappant war die Dominaz der Iberer nach der Pause. Katalanen sehen sich nicht gerne als Spanier. Doch nun hat ausgerechnet einer von ihnen der «Seleccion» erstmals seit 24 Jahren den Weg in den EM-Final geebnet. In der 50. Minute sprintete Xavi Hernandez vom FC Barcelona punktgenau in einen Pass von Klubkollege Andres Iniesta, er allerdings gebürtig aus Albacete in der Provinz Castilla-La Mancha, und erzielte, umringt von nicht weniger als fünf russischen Gegenspielern, das wegweisende 1:0 für Spanien. Ein Tor, das Russlands Defensiv-Verbund hätte verhindern müssen, doch ein kollektiver Konzentrationsmangel raubte den Osteuropäern die Chance auf den Coup.

Verdienter Lohn

Die Führung war verdienter Lohn für die Spanier, weil sie schon vor der Pause besser gewesen waren. Vor allem aber liessen sie nach dem 1:0 nicht locker und suchten sofort die Entscheidung. Allein Fernando Torres vergab drei hochklassige Chancen (52./63./68.) zum möglichen zweiten Tor, Cesc Fabregas, der nach einer halben Stunde den verletzten Topskorer David Villa ersetzt hatte, zwang Russlands Keeper Igor Akinfejew mit einem Weitschuss zu einer spektakulären Parade (70.).

Doch aufgeschoben war nicht aufgehoben: Daniel Güiza, auch er ein Einwechselspieler, enteilte nach einem Steilpass von Fabregas und bezwang Akinfejew sicher (73.). Die Spanier waren in dieser zweiten Halbzeit ihrer Ideologie der steten Suche nach Ballbesitz und Kontrolle trotz Führung wohltuend treu geblieben; die Dominanz des Gegners nahm teils demaskierende Züge an und rückte am Ende mit dem dritten Tor (Silva) auch auf dem Scoreboard ins richtige Verhältnis.

Spanien in Höchstform

Die Spanier scheinen nach der spielerischen Baisse im Viertelfinal nun auf die letzten EM-Tage wieder zur Höchstform aufzulaufen. Nach dem sonntäglich öden und in taktischen Fesseln erstickten Südgipfel gegen Italien kämpften sie mit ihrem Widersacher nämlich von Beginn weg ein Duell mit offenem Visier und fanden dabei prompt schnell den Tritt und schufen rasch Gefahrenmomente im gegnerischen Strafraum. Ja, diesmal lief der Ball gut im spanischen Mittelfeld. Andres Iniesta und Xavi beanspruchten viel Ballbesitz, und die Kugel lief teilweise mit stupender Sicherheit wie am Schnürchen durch die Reihen der «Seleccion». Si

Russland – Spanien 0:3 (0:0)

Ernst-Happel-Stadion, Wien. – 51 428 Zuschauer. – SR De Bleeckere (Be). – Tore: 50. Xavi 0:1. 73. Güiza 0:2. 82. Silva 0:3.

Russland: Akinfejew; Anjukow, Beresuzki, Ignaschewitsch, Schirkow; Semak; Syrjanow, Semschow (56. Biljaletdinow), Sajenko (57. Sytschew); Arschawin; Pawljutschenko.

Spanien: Casillas; Sergio Ramos, Marchena, Puyol, Capdevila; Iniesta, Senna, Xavi (69. Xabi Alonso), Silva; Villa (34. Fabregas), Torres (69. Güiza).

Bemerkungen: Russland ohne Kolodin und Torbinski (beide gesperrt).

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