Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Spazieren statt Ski fahren

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Über zu wenig Besucher konnte sich Schwarzsee Tourismus in den letzten Tagen wahrlich nicht beklagen. Während über dem Unterland Hochnebel hing, spazierten Tausende bei Sonnenschein um den gerade so zugefrorenen Schwarzsee und suchten auf den voll besetzten Terrassen der Restaurants einen ­raren freien Platz.

Vom Campus her hallten Musik und übermütige Kinderstimmen über den See. Dort steht nämlich seit November die Kunsteisbahn, und auch sie erfreute sich über die Feiertage grosser Beliebtheit. «Wir sind sehr zufrieden bisher», sagt Adolf Kaeser, Tourismusdirektor von Schwarzsee. Ein Augenschein vor Ort zeigt: Die Eisbahn ist gut besetzt. Während auf der einen Seite Eishockey gespielt wird, tummeln sich auf der andern Familien mit Kindern.

Mangelware Schnee

Nicht besonders zufrieden aber sind die Bergbahnen, denn die Bergflanken sind bis weit hin­auf grün. Schnee war in den vergangenen Wochen Mangelware. Der Start in die Saison war denn auch holprig: Die Kaisereggbahnen konnten zwar wie geplant am 15. Dezember öffnen, mussten aber am 20. Dezember wegen Sturm und Regen wieder schliessen. Erst am 28. Dezember waren die Pisten wieder offen, und ab da spielte auch das Wetter mit. Dank Kunstschnee sind derzeit zwei Pisten offen: die blaue Riggisalppiste und jene beim Riggisalpboden. Der Kaiseregglift steht still. «Wir hatten eine Inversionslage, das heisst, dass es in der Höhe wärmer war als im Tal», erklärt Betriebsleiter Matthias Jungo. Deshalb sei es zu warm gewesen, um die Kaisereggpiste zu beschneien. «Ich bin froh, konnten wir angesichts der Wetterlage überhaupt aufmachen.» Im Vergleich zum Dezember 2018 mit knapp 8000 Ersteintritten fiel der Dezember 2019 mit 5500 Ersteintritten aber eher enttäuschend aus.

Ähnlich klingt es in Jaun. «Es ist schon nicht, wie es sein sollte, es hat zu wenig natürlichen Schnee», sagt Thomas Buchs, Betriebsleiter der Jaun-Gastlosen Bergbahnen. Dort sind seit dem 28. Dezember der Kinderlift und der Schattenhalb-Bügellift teilweise geöffnet. «Die künstliche Beschneiung war schwierig, weil es so warm war», sagt Buchs. Bis jetzt haben die Jaun-Gastlosen Bergbahnen knapp 2000 Ersteintritte verzeichnet. «Im Vergleich zu einer guten Festtagssaison sind das rund 20 Prozent der Einnahmen», sagt Thomas Buchs.

Optimismus in Charmey

Optimistischer sind die neuen Betreiber der gerade erst vor dem finanziellen Ruin geretteten Bergbahnen Charmey. Seit dem 20. Dezember sind im oberen Bereich vier Pisten offen. Zudem gibt es neu eine Schlittelpiste, die sehr beliebt sei, wie Co-Direktor Claude Gendre sagt. Pro Tag gebe es rund 1000 bis 1700 Ersteintritte, damit sei man sehr zufrieden.

In Charmey gibt es keine Schneekanonen, ebenso wie am Moléson. Dort sind seit dem 27. Dezember drei Pisten zuoberst offen. «Wir sind einigermassen zufrieden, die Konditionen sind den Umständen entsprechend erstaunlich gut», sagt Bergbahn-Direktor Antoine Micheloud. Genaue Eintrittszahlen hat Micheloud noch nicht. «Klar ist aber, dass rund 40 bis 50 Prozent unserer Passagiere Fussgänger waren», sagt er. Er stelle fest, dass immer mehr Leute nur für die Aussicht und nicht zum Skifahren auf den Gipfel führen. Das habe wohl auch mit dem Westschweizer Bergbahnabonnement Magic Pass zu tun: Wer diesen sowieso habe, komme eher für einen Ausflug, als wenn er ein Billett lösen müsse. Auch in Charmey nähmen viele Fussgänger die Sesselbahn für einen Besuch des Restaurants auf dem Gipfel, sagt Claude Gendre.

Auf die Berra kamen in den letzten Tagen ebenfalls mehr Wanderer als Skifahrer. Dort ist nämlich nur der Anfängerlift offen. Für mehr habe es mit der Beschneiungsanlage nicht gereicht, sagt Direktor Didier Kilchoer. «Es war einfach nicht kalt genug.» Im Dezember war die Bahn nur am 15., am 21. und ab dem 29. offen, im Schnitt kamen rund 250 Besucher. Immerhin: Am 1. und 2. Januar gab es 635 respektive 850 Eintritte. «Ein normaler Winterdurchschnitt liegt bei rund 1500 Ersteintritten pro Tag», sagt Kilchoer.

Beliebtes Grossmutterloch

Spazieren statt Skifahren: Dieser Trend zeigt sich auch bei den Deutschfreiburger Bergbahnen. «Das Grossmutterloch ist ein richtiger Hit», sagt Jean-Claude Schuwey, Verwaltungsrats­präsi­dent der Jaun-Gastlosen-Bergbahnen. Viele Wanderer und Schneeschuhläufer nutzten die Bahn, um bei der Bergstation eine Runde zu drehen und zu beobachten, wie die Sonne durch das Felsloch scheint. Die Zeiten, zu denen das Naturphänomen zu beobachten ist, sind neu im Pistenprospekt und auf Infotafeln notiert. «Das hilft sicher auch», sagt Betriebsleiter Thomas Buchs.

Beim Berghaus Riggisalp über dem Schwarzsee wurde dieses Jahr erstmals ein Winter-Wanderrundweg vom Berghaus aus eingerichtet. «Dieser kommt gut an», sagt Matthias Jungo von den Kaisereggbahnen. Die Mehrheit der Nutzer des Riggisalp-Sessellifts seien zwar immer noch Skifahrer, aber es gebe immer mehr Fussgängerinnen und Fussgänger. Daneben gibt es am Schwarzsee für Nicht-Ski­fahrer einige Alternativen. Etwa den klassischen See-Rundweg, den Wanderweg der Sense entlang nach Zollhaus, die markierten Schneeschuh-Routen oder den Fondue-Schlittelplausch auf der Riggisalp. Dazu kommt die neue Kunsteisbahn. Konkrete Zahlen zu den Eintritten will Schwarzsee Tourismus nächste Woche veröffentlichen. Sicher aber ist: Sie war unter anderem so beliebt, weil das Eis auf dem See noch immer nicht dick genug ist, um diesen für das Schlittschuhlaufen offiziell freizugeben.

Die aktuelle Festtagssaison zeigt: Das Winterbusiness wird für die Freiburger Bergbahnen nicht einfacher. Umso mehr ist es nötig, dass sie nicht nur das Sommergeschäft stärken, um zu überleben, sondern auch Alternativen abseits der Skipiste anbieten.

Attraktion

Seit dem 1. Januar sind die Eispaläste geöffnet

Kurz vor Weihnachten kam der Dämpfer: Es war nicht kalt genug für die Eispaläste; das Eis schmolz über den Strukturen. Schwarzsee Tourismus stellte kurzerhand ein Alternativprogramm auf die Beine, genannt «Licht im Wald». Neben verschiedenen Lichtinstallationen konnten die Besucherinnen und Besucher über einem offenen Feuer eine Wurst bräteln, und für Kinder war eine Rutschbahn in Betrieb. «Es war natürlich nicht das Gleiche wie die Eispaläste, aber wir haben positive Rückmeldungen erhalten», sagt Tourismus­direktor Adolf Kaeser.

Pünktlich auf den Jahreswechsel kam die ersehnte Kälte, und die Eispaläste konnten am 1. Januar mit etwas Verspätung eröffnen. «Derzeit befinden wir uns in der ersten Etappe, und die Strukturen sehen aus wie mit Glas überzogen», so Adolf Kaeser. Die Eispaläste veränderten sich ständig mit dem Wetter und der Menge an Eis, mit denen sie überzogen seien.

Bei den Besuchern kommts an: Bereits am Abend des 2. Januars war der Parkplatz rappelvoll, wie ein Augenschein vor Ort zeigte. «Wir haben eine enorme Anzahl von Anfragen, besonders aus der Westschweiz», sagt Adolf Kaeser. «Die Eispaläste sind einzigartig, dafür reisen die Leute aus der ganzen Schweiz an.»

 

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema