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«Spieler sollen keine Ausreden haben»

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Eishockey – Marcel Enkerli als Organisator beim Schweizerischen Eishockeyverband

Autor: Mit MARCEL ENKERLI sprach MICHEL SPICHER

Marcel Enkerli, Sie wurden beim Schweizerischen Eishockeyverband als neuer Teammanager engagiert. Was muss man darunter genau verstehen? Was sind Ihre Aufgaben?

Primär bin ich für alles verantwortlich, was vor Ort an Organisatorischem anfällt. Für den Deutschland Cup anfangs November bedeutet dies zum Beispiel: schauen, dass mit dem Hotel alles funktioniert, und Tickets für den Rückflug und die Reise selber organisieren. Ich bin Ansprechpartner für die Organisatoren des Turniers, aber auch für die Spieler ausserhalb des Spielbetriebs. All das, was die Mannschaft betrifft und was nicht mit dem Spiel auf dem Eis selber zu tun hat, fällt in meinen Aufgabenbereich.

Sie arbeiten auf Mandatsbasis. Was bedeutet dies? Wie viele Stunden werden Sie in Ihrer Funktion für den Verband tätig sein?

Als erstes steht für mich der Deutschland Cup in Hannover an, dann das Test-Länderspiel in der Slowakai, der Skoda Cup in Lausanne und schliesslich das Highlight mit Trainingslager und Weltmeisterschaften in Kanada. Total werde ich so ungefähr 60 Tage im Einsatz sein. Das hängt natürlich auch davon ab, wie weit die Mannschaft in Quebec kommen wird und ob wir die Qualifikation für Olympia schaffen.

Ihr Posten wurde als Folge der Moskauer WM-Analyse neu besetzt und ausgebaut. Was lief schief?

Der Posten des Teammanagers ist nicht eine Erfindung des Schweizer Verbandes – jedes Team hat ihn. In Moskau war es Peter Zahner, der sich um die Aufgaben des Teammanagers gekümmert hatte. Gleichzeitig war er auch Verbandsdirektor des Schweizerischen Eishockeyverbandes. In dieser Funktion war er jedoch viel unterwegs und deshalb nicht immer präsent, wenn er als Teammanager gebraucht wurde. Das Doppelmandat war zeitlich nicht unter einen Hut zu bringen. Deshalb hat mich Zahner selber kontaktiert und mich angefragt, ob ich diesen Job übernehmen möchte.

Warum hat er gerade Sie angefragt? Was können Sie dazu beitragen, dass die nächste WM für die Schweizer Nationalmannschaft wieder erfolgreicher verläuft?

Ich bin schon lange im Eishockey dabei. Seit mehreren Jahren bin ich bei Freiburg/Gottéron engagiert, habe auch schon das Team Canada am Spengler- und am Deutschland Cup betreut. Somit verfüge ich über Erfahrung auf internationaler Ebene. Zudem bin ich ein Typ, der die Sachen erledigt, die für ihn vorgesehen sind. Ohne Wenn und Aber. Ohne Ausreden.Und das «no excuses» gilt auch für die Spieler. Ich mache auf Organisationsebene alles, damit sich die Spieler aufs Hockey konzentrieren können. Sie sollen keine Ausreden finden, wenn sie verlieren, nur weil dieses oder jenes wegen mir nicht geklappt hat.

Welche Aufgabe nehmen Sie bei Freiburg/Gottéron wahr?

Bei Gottéron bin ich als «Accompa-gnateur», also als Begleiter beschäftigt. Begleiten tue ich in erster Linie die Ausländer des Teams, damit ihre Integration auf und neben dem Spielfeld funktioniert.

Worin bestehen die Unterschiede als Teammanager für Gottéron, für die Schweizer Nationalmannschaft oder für das Team Canada?

Mit dem Team Canada am Spengler-Cup war schon sehr speziell. Denn die Kanadier reisten jeweils mit ihren ganzen Familien an. Da waren rund 100 Leute, wovon bloss 32 im Sport engagiert waren. So musste ich unter anderem für die Familien ein Rahmenprogramm erstellen und dafür sorgen, dass sich die Angehörigen nicht langweilen.

Gibt es eine lustige Anekdote, die Sie als Teammanager erlebt haben?

Die Geschichte mit Gottérons Ex-Goalie Adam Munro am Deutschland Cup letztes Jahr bringt mich immer wieder zum Schmunzeln. Da hatte er verschlafen und konnte auch nicht geweckt werden. So musste sich der kanadische Torhüter selber ein Ticket für den Rückflug kaufen und in Begleitung der Schweizer Nationalmannschaft in die Schweiz zu seinem Verein reisen. Damals gerieten die Verantwortlichen bei Gottéron ganz schön ins Schwitzen, weil er fast zu spät zu einem Meisterschaftsspiel erschien.

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