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Starke Schweizer holen 1:1 in Rom beim Europameister

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Zwischen Italien und der Schweiz bleibt es im Kampf um die direkte Qualifikation für die WM in Katar vor dem letzten Spiel beim Status Quo. In Rom trennen sich die zwei Spitzenteams der Gruppe C 1:1.

Wieder Penalty. Wieder Jorginho. Und wieder kein Tor. Wenn die Schweiz am Montag doch als Gruppensieger die direkte WM-Qualifikation schaffen sollte, dann hat das sehr viel mit Jorginho zu tun. Im Hinspiel in Basel scheiterte er mittels Penalty an Yann Sommer, in Rom schoss er den Elfmeter in der 90. Minute über das Tor. Ulisses Garcia hatte zuvor Domenico Berardi zu Boden gedrückt, worauf der Schiedsrichter nach Intervention des VAR einen harten Penaltyentscheid fällte.

Das Unentschieden bringt nun am Montag das Fernduell um den 1. Platz. Die Schweiz empfängt in Luzern Bulgarien, die Italiener reisen nach Nordirland. Und das Duell um den Gruppensieg ist zwischen den punktgleichen Kontrahenten offener denn je. Die Italiener haben zwei Tore Vorsprung, aber die wohl etwas heiklere Aufgabe zu lösen. Konkret heisst es für die Schweiz: Sie muss, wenn Italien gewinnt, ihr Spiel um zwei Tore höher gewinnen. Und sollte am Ende Punkt- und Torgleichheit bestehen, dann ist die Schweiz im Vorteil – dank dem Auswärtstor in Rom und dank Jorginhos finalem Fehlschuss.

Die Schweizer haben sich diese weiterhin gute Ausgangslage mit einem vor allem vor der Pause frechen und unbekümmerten Auftritt verdient. 143 Tage waren vergangen, seit sie in diesem Stadion so sehr unter die Räder kamen, dass nach eben jenem 0:3 an der EM so vieles rund um das Team in Frage gestellt worden war. Das Debakel gegen Italien hatte etwas Reinigendes. Die Schweizer kamen danach an der EM bis in die Viertelfinals, sie führten ihren erfolgreichen Weg in der WM-Qualifikation fort und blieben hier vier Mal in Folge ohne Gegentor.

Alles in allem erarbeiteten sie sich in den vergangenen fünf Monaten ein Selbstverständnis, das sie an diesem Novemberabend in Rom so ganz anders auftreten liess als noch im Juni, auch wenn gerade die halbe Stammelf nicht dabei sein konnte. Und so rieb sich manch einer verwundert die Augen über den Einstieg der Schweizer in dieses Spiel. Keine Viertelstunde war gespielt, als sich Murat Yakins Entscheid im Sturm auf den jungen Noah Okafor zu setzen als richtig erwies; nach einem Steilpass von Xherdan Shaqiri enteilte Okafor der italienischen Abwehr, legte zurück auf Silvan Widmer, der mit einem wuchtigen Schuss aus knapp 20 Metern unter die Latte zur Schweizer Führung traf.

Starke Schweizer Startphase

Der Treffer offenbarte Yakins Plan: Bei Balleroberung mit schnellem Umschalten rasch in den italienischen Strafraum kommen. Das Schema klappt fast wie aus dem Effeff und nach weiteren bloss sieben Minuten hatten die Schweizer drei weitere gute Chancen, die Führung auszubauen. Okafor kam gegen Francesco Acerbi nach Zuspiel von Ruben Vargas einen Schritt zu spät (14.), dann schoss der Salzburger Stürmer mit links nur um Haaresbreite am Tor vorbei, und schliesslich setzte Shaqiri den Ball im Strafraum mit seinem schlechteren, rechten Fuss über das Tor (18.)

1:0 führte die Schweiz, ein 2:0 wäre möglich gewesen – und Italien, der Europameister, fand bis dahin eigentlich gar nicht statt. Ihr Mittelfeld kam zu Beginn nicht auf Touren, der behäbige Favorit tat sich schwer mit dem frechen und aggressiven Auftritt der Gäste. Erst nach 22 Minuten kamen die Italiener zu ihrer ersten Chance, als Sommer gegen Nicolo Barella spektakulär in Corner abwehrt, nachdem ein Schuss von Jorginho zuvor geblockt worden war.

Es war die Szene, welche das Spielgeschehen zum Kippen brachte. Doch dass die Italiener noch vor der Pause zum Ausgleich kamen, war dann aus Schweizer Sicht doch unnötig. Sommer kam bei einer Freistossflanke von Lorenzo Insigne zur Unzeit aus dem Tor, und Fabian Schär, der über die ganze Partie nicht kaschieren konnte, dass er bei Newcastle United seit zwei Monaten keine Einsätze mehr hat, verlor seinen Gegenspieler Giovanni Di Lorenzo aus den Augen.

Ein Doppelfehler führte zum 1:1-Ausgleich, und es war aus Sicht der Schweizer deshalb ein ärgerliches Pausenresultat. Doch unverdient war es für die Italiener dann doch auch nicht. Ja, der Unterbruch kam den Schweizern sogar entgegen. Er stoppte die aufkommende Euphorie beim Gegner ein wenig. Ohnehin wurde das Spiel durch den Ausgleich der Italiener ruhiger. Der Favorit gewann an Sicherheit und kontrollierte mehr und mehr Spiel und Gegner. Aufs Gaspedal drückten die Italiener allerdings nicht allzu sehr. Der harte VAR-Entscheid hätte sie für einen alles in allem dürftigen Auftritt zu fürstlich belohnt.

Fast finaler Zeqiri-Coup

Und die Schweizer? Sie hatten ihre auffälligste Aktion kurz nach der Pause, als sie nach einem Vorstoss von Remo Freuler ein Hands von Leonardo Bonucci im Strafraum reklamierten. Nach vorne versuchten sie danach nicht mehr viel. Yakin war zu einem weiteren Wechsel gezwungen, weil sich mit Ricardo Rodriguez der nächste Stammspieler verletzte, danach tauschte er nach und nach den ganzen Angriff aus. Vorsicht statt Übermut war nun die Devise in der Schlussphase, die auch noch eine Verwarnung für Manuel Akanji brachte. Der Verteidiger ist gegen Bulgarien gesperrt – der nächste Ausfall.

Der Übermut wurde dann in der 94. Minute fast noch dem italienischen Keeper Gianluigi Donnarumma zum Verhängnis, als er beinahe Andi Zeqiri den Siegtreffer für die Schweizer schenkte. Doch das Tor fiel nicht. Es wäre für die Italiener am Ende dann doch des Schlechten und für die Schweizer des Guten zu viel gewesen.

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