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Steht der Sport wieder im Vordergrund?

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Steht der Sport wieder im Vordergrund?

Der Playout-Final zwischen Gottéron und Lausanne geht heute in die vierte Runde

Seit Samstag, als Gottéron mit einem 7:3-Heimsieg die Playout-Serie (best of 7) auf 2:1 stellte, geht es neben dem Eis wegen der Verletzung von Lausannes Top-Skorer Eric Landry hoch zu und her. Bleibt zu hoffen, dass die Vernunft bei den Verantwortlichen möglichst schnell einkehrt und sich das Interesse heute in der Malleyhalle wieder dem Sport zuwenden wird.

Von KURT MING

Der sportliche Frust nach der langen und peniblen Qualifikation scheint nicht nur den Spielern (Montandon: «Playout-Spiele machen wirklich keinen Spass, du kannst fast nur verlieren»), sondern insbesondere den Verantwortlichen arg ans Nervenkostüm gegangen zu sein.

Was LHC-Präsident Robert Lei-Ravello nach dem Samstagmatch zu Protokoll gab, spottet jeder Beschreibung. Er bezeichnete den korrekten Check von Jeff Shantz an Eric Landry als Attentat und will einen Forfait-Sieg seiner Mannschaft bei Einzelrichter Reto Stirnimann mittels Rekurses beantragen. Daneben bezichtigt er Gottéron-Trainer Mike McParland und Direktor Roland von Mentlen der Aufforderung an die Spieler, Landry mit Fouls aus dem Verkehr zu ziehen. Zu was solche unglaubliche Inkompetenz von Sportpräsidenten führen kann, hat man in den vergangenen Jahren beim FC Lausanne, Servette und Sitten zur Genüge erfahren.

Von Mentlen gelassen

Bei Gottéron schaut von Mentlen den Eingaben von Lausanne (Zivilklage und Rekurs bei der Liga) gelassen entgegen: «Wir werden nach dem Schreiben von Einzelrichter Reto Steinmann unsere Position klarlegen.» Viel zu sagen zu dieser für Landry tragischen Verletzung gibt es allerdings nicht mehr, weil auch Schiedsrichter Reiber keine Verletzungsabsicht beim Zweikampf Shantz – Landry sah. Und Hand aufs Herz, wenn die beiden Clubs ein paar Spieler mehr wie Shantz hätten, die international normales körperbetontes Eishockey spielen, dann würden Lausanne und Gottéron nicht gegen den Abstieg kämpfen, sondern im Playoff mit dabei sein.

Auch der «angeklagte» McParland – im Vorjahr selbst noch Trainer in Lausanne – lässt sich von diesen Wirren um seine Person nicht gross aus der Ruhe bringen. Er hat sich übrigens bei seinem Ex-Spieler Landry nach dem Gesundheitszustand orientiert. Zum heutigen Spiel meint der Kanadier: «Mir bleibt nichts ande-
res übrig, als meine Mannschaft auf dieses wichtige Auswärtsspiel möglichst optimal vorzubereiten.» Vorab die Schwächen im Startdrittel auf fremdem Eis waren in der gestrigen Trainingssitzung ein Thema. Es brauche kein «Trainingsdrittel» zum Einspielen gegen ein Farmteam, mein-
te McParland ironisch. Eigentlich möchte er nach dem Grundsatz
«Never change a winning team» gehen, aber über die endgültige Aufstellung seiner Ausländer wird er wie immer erst am Spieltag entscheiden. Bei einer allfälligen Sperre gegen Shantz wäre man im Gegensatz zu Davos (wo Thornton gesperrt ist) mit den beiden zuletzt überzähligen Söldnern Hentunen und Lintner in einer besseren Position als der Titelkandidat, der als einziger in der Liga bisher nur vier Ausländer angestellt hat.

Spielbeginn: Eishalle Malley 19.45 Uhr.
LHC ohne Spielmacher Landry

Lausanne, das in der Serie mit 1:2 hinten liegt und jetzt laut Assistenztrainer Gary Sheehan wieder auf den Heimvorteil zählt, muss wohl bis Saisonende auf seinen Goalgetter, Spielmacher und Leader Landry verzichten. Landry hat neben einer Hirnerschütterung einen schmerzhaften Jochbein- und Nasenbruch erlitten und wird seinem Team sicher in den kommenden Partien fehlen. An seiner Stelle wird wieder der Slowake Hurtaj zum Einsatz kommen, der schon im Startspiel in Freiburg für die Rotweissen spielte.

Lausanne hat nun damit einen Teil jenes Pechs, dass Gottéron mit den Ausfällen von Wirz, Schneider und Montandon im Duell mit Langnau beklagte. Aber niemand im Lager der Drachen kam damals auf die Idee, wegen dieser Ausfälle sogar ein mögliches Forfait der nächsten Partie in Betracht zu ziehen. Trotz dem letztlich klaren Schlussresultat am Samstag war der Unterschied zwischen den Teams nicht so gross und deshalb wird wohl auch heute die Tagesform und die Disziplin entscheiden. In allen vorherigen Spielen haben immer die Strafen über Sieg bzw. Niederlage entschieden. Wer behält heute in dieser hitzigen Atmosphäre die besseren Nerven? mi

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