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Steven Moser nahe am Tagessieg

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Eine Woche vor dem Kilchberger Schwinget, dem Saisonhöhepunkt der Schwinger, wurde in Aubonne mit dem Waadtländer Kantonalen das 37. und zugleich letzte Kranzfest der Saison 2014 ausgetragen. Für die Freiburger war es eine letzte Gelegenheit, nochmals zu brillieren. Sie holten sich sechs der insgesamt dreizehn Kränze, gleich viele wie die Waadtländer, einer ging in den Kanton Neuenburg.

Matthey rettet sich über die Zeit

Auch im Schlussgang standen sich ein Freiburger und ein Waadtländer Schwinger gegenüber. Michael Matthey (Mont-sur-Rolle) hatte sich dank fünf Siegen für den Finaldurchgang qualifiziert, bei Steven Moser (Brünisried) standen vier Siege und ein Gestellter auf seinem Notenblatt, und er verdiente sich seine erstmalige Schlussgangqualifikation mit einem Erfolg im fünften Gang über Samuel Dind (Vignoble). Matthey und Moser lieferten sich einen harten Kampf über zwölf Minuten, wobei der Sensler den frischeren und angriffigeren Eindruck machte. Zweimal war Moser nahe am Sieg, der entkräftete Matthey vermochte jedoch beide Male seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Der Lokalmatador, angefeuert von den 1200 meist einheimischen Zuschauern, rettete sich schliesslich über die Zeit und holte sich mit 0.75 Punkten Vorsprung den Tagessieg. Für Matthey war es sein insgesamt dritter Kranzfestsieg, nachdem er bereits im vergangenen Jahr beim Waadtländer Kantonalfest triumphiert und auch beim Neuenburger zuoberst auf dem Podest gestanden hatte.

Geglücktes Comeback

Steven Moser fiel durch das Unentschieden auf Rang vier zurück, war mit seinem Abschneiden aber dennoch zufrieden. «In den ersten beiden Gängen war ich nicht sonderlich motiviert», sagte Moser. «Ich fühlte mich nicht besonders und hätte nie gedacht, dass es für den Schlussgang reichen würde.» Zwei Wochen vor dem Eidgenössischen Schwingfest 2013 hatte sich Moser auf der Schwägalp einen Kreuzbandriss und einen Meniskusschaden am Knie zugezogen und musste sechs Monate pausieren. «Dadurch habe ich die Hälfte der Saison verpasst, zudem trainierte ich anfangs nur drei- statt fünfmal, um das Knie etwas zu schonen. Ich wollte die Saison aber dennoch nicht ohne Kranzgewinne abschliessen.»

Vor seinem Kranzgewinn in Aubonne hatte der 18-jährige Polymechaniker bereits am kantonalen Schwingfest in Estavayer-le-Lac Eichenlaub gewonnen. Damit schnitt die Freiburger Nachwuchshoffnung heuer gleich gut ab wie im Vorjahr–trotz verkürzter Wettkampfphase. Am Sonntag tritt Moser noch beim Show-Schwingen auf dem Gornergrat in Zermatt, bei höchsten Schwingfest der Welt, an. Danach beginnt für ihn bereits die Vorbereitung auf nächste Saison, auf die übliche Herbstpause verzichtet der Sensler: «Ich kann es mir nicht schon wieder leisten, nicht zu trainieren», sagt Moser, der im Herbst auch wieder für die Ringerstaffel Sense auf der Matte stehen wird.

Besser klassiert als Steven Moser war am Sonntag nur ein Freiburger: Christian Odermatt. Odermatt ist allerdings ein Nidwaldner, der in diesem Jahr eine Ausbildung am Landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve gemacht hat und deshalb für den Schwingklub Sense angetreten ist. Mit dem dritten Platz–seiner besten Klassierung des Jahres–verabschiedete sich Odermatt standesgemäss heim in Richtung Innerschweiz.

Ernüchterung bei den Kilchberg-Teilnehmern

Beim Waadtländer Kantonalfest gab nicht nur die letzten Kränze des Jahres zu gewinnen, sondern es war zugleich die letzte Standortbestimmung vor dem Kilchberger Schwinget. Von den vier Südwestschweizern, die sich für den Saisonhöhepunkt in Zürich qualifiziert haben, vermochte allerdings keiner zu überzeugen.

Pascal Piemontesi (Mont-sur-Rolle), Titelverteidiger des Vorjahrs, kam bereits am Mittag nach einer Niederlage gegen Simon Brodard (Greyerz) und einem Gestellten gegen Simon Gassmann (Estavayer-le-Lac) nicht mehr für den Festsieg infrage. Piemontesi reihte sich am Abend immerhin noch unter die dreizehn Kranzgewinner ein, während die beiden Kilchberg-Fahrer Christoph Overney (St. Antoni) und Benjamin Gapany (Marsens) überraschend leer ausgingen. Der zuletzt etwas angeschlagene Greyerzer fiel nach drei Gängen aus der Entscheidung um den Tagessieg, Overney verabschiedete sich nach der Niederlage gegen Remo Zosso (Kerzers) im vierten Gang. Thomas Glauser (Cottens), der vierte Kilchberg-Teilnehmer, trat beim Waadtländer Kantonalschwinget nicht an. Der 27-jährige Landwirt, der heuer vom Neuenburger und dem Walliser Kantonalschwinget sowie dem Südwestschweizer Verbandsfest mit einem Kranz heimgekehrt war, schonte sich wegen einer leichten Handverletzung. Mitarbeit ov

Bilanz

Sechs Kränze für die Freiburger

Aubonne. Waadtländer Kantonalschwingfest (94 Schwinger, 1200 Zuschauer). Schlussgang:Michael Matthey (Mont-sur-Rolle) gegen Steven Moser (Sense) nach 10 Minuten gestellt.Rangliste:1. Michael Matthey (Mont-sur-Rolle) 58,50. 2. Curdin Orlik (Lausanne) 58,25. 3. Christian Odermatt (Sense) 58,00. 4. Steven Moser (Sense) 57,75. 5. Marc Gottofrey (Lausanne), Stéphane Haenni (Haute-Broye), Guillaume Remy (Greyerz), Harald Cropt (Aigle) und David Barras (Greyerz), je 57,25. 6. Simon Brodard (Greyerz) und Pascal Piemontesi (Mont-sur-Rolle), je 57,00. 7. Olivier Overney (Sense) und Samuel Dind (Vignoble), je 56,75.–Ohne Kranz: 8. Johann Borcard (Greyerz), Benjamin Gapany (Greyerz), Christoph Overney (Sense) und Joel Niederberger (Sense), je 56.50. 9d. Olivier Mauron (Sense) 56.35. 10. Cédric Derron (Kerzers) 56.00.

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