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Stucki schlägt Grab in drei Sekunden

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Autor: Guido Bielmann

Dieser Schwarzsee-Schwinget geht aber nicht nur wegen Stuckis viertem Sieg in die Geschichte ein, sondern auch wegen des schlechten Wetters. Das Wetter war so schlecht wie in den vergangenen zwanzig Jahren nie. Es regnete während des ganzen Vormittags und teils auch am Nachmittag in Strömen. Morasttaugliche Schuhe waren angesagt. Am Morgen zeigte das Thermometer sechs Grad. Wer nicht mehrschichtig bekleidet war, fror. Dennoch harrten die Zuschauer auf den Rängen aus.

Umstrittener Entscheid

Letztmals waren Christian Stucki und Martin Grab vor Wochenfrist am Seeländischen im ersten Gang aufeinandergetroffen, und Stucki gewann den Gang schnell und am Ende auch das Fest. Im Vorjahr auf der Rigi und in Kilchberg 2008 musste sich Grab ebenfalls dem Berner Riesen geschlagen geben.

Christian Stucki war gestern in Schwarzsee der einzige Schwinger mit sechs Siegen. In allen Gängen bekam er es mit Innerschweizer Gegnern zu tun, so auch im Schlussgang. Martin Grab, bis dahin mit einem Gestellten und vier Siegen mit ausgezeichneter Bilanz, trat äusserst entschlossen ins Sägemehl. Doch bevor der Schlussgang eigentlich begonnen hatte, war er schon Schluss: Griff, Schwung und Ende – allerdings nicht für alle der Zuschauenden. Tatsächlich lag Grab nur mit einer Schulter im Sägemehl, von klarer Rückenlage von der dem Kampfrichter abgewandten Seite keine Rede.

Aber Entscheid ist Entscheid. Grab verliess die Arena konsterniert, ohne jeglichen Kommentar. Das Verdikt war vielleicht eine Art Kompensation für Grabs Sieg im fünften Gang gegen Hanspeter Pellet. Dort konnte Grab nämlich auch von einem ähnlichen Entscheid profitieren (siehe Text unten). Nebst 92 Kränzen zählt Grab 27 Kranzfestsiege.

«So etwas wie mein Fest»

Für Stucki war dies nach den Jahren 2004, 2008 und 2009 der vierte Schwarzsee-Sieg: «Es ist schon so etwas mit mein Fest, es gefällt mir hier.» Stucki besitzt nun 58 Kränze und 18 Festsiege. Zum Schlussgang sagte er: «Grab ging sofort aus den Griffen, ich konnte sofort reagieren.» Stucki gewann per Kniestich. Eine Taktik habe er gegen Grab nicht gehabt. Der schwerste Gegner sei Ueli Banz im zweiten Gang gewesen, gegen den er stellte.

Christian Stucki fühlt sich im Jahr des eidgenössischen Festes in Frauenfeld in Form. Er weist heuer allerdings erst zwei Festsiege auf. Am Emmentalischen, Oberaargauischen und Mittelländischen hatte er den Schlussgang nach gestellten Gängen nicht erreicht: «Ich war da wohl mit dem Kopf noch nicht ganz bereit. Aber jetzt stimmt es.»

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