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Stures Olympic steht ganz nahe am Aus

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Stures Olympic steht ganz nahe am Aus

Basketball – Boncourt fehlt nur noch ein Sieg für den Meistertitel

Jetzt sieht es ganz bös aus für Olympic. Die Freiburger verloren gestern auch die zweite Partie im Playoff-Final auswärts in Boncourt. Die Jurassier können nun am Samstag mit einem weiteren Erfolg in der Heilig-Kreuz-Halle den ersten Meistertitel der Club-Geschichte realisieren.

Von FRANK STETTLER

Wohl die wenigsten haben damit gerechnet, dass Boncourt in dieser Best-of-5-Serie mit 2:0 in Führung gehen würde. Doch dieses 2:0 ist hoch verdient. Die Jurassier sind in den entscheidenden Phasen jeweils die clevere Equipe. Und vor allem sind sie flexibler als die Saanestädter. Boncourt-Trainer Dessarzin lässt sein Team immer wieder anders verteidigen: Manndeckung, Pressing und Zonenverteidigung wechseln sich je nach Situation ab.

Geradezu stur ist in dieser Beziehung das Coaching-Duo Koller/Karageorgakis bei Olympic. Von A bis Z wird eins gegen eins gespielt. Da gibt es keinen Überraschungseffekt. Boncourt weiss, was es zu erwarten hat. Und wenn man einen Doliboa in seinen Reihen weiss, der aus jeder Situation punkten kann, wird man auch in heiklen Momenten nicht wirklich nervös.

Boncourt auf Euphorie-Welle

Olympic hat im Vergleich zum ersten Spiel sicherlich etwas besser gespielt. Anfangs der zweiten Halbzeit, als Boncourt während fünf Minuten leer ausging, war die Verteidigung sogar hervorragend. Aber diese fünf Minuten und die 11-Punkte-Führung waren eben zu wenig.

Am Samstag steigt in Freiburg das Spiel der letzten Chance für Olympic. Die Moral ist bei den Saanestädtern zweifelsohne angeschlagen. Ein Sieg muss her, ganz nach dem Motto: Vogel friss oder stirb. Ob die Freiburger in dieser Serie nochmals zurückkommen können, scheint zumindest fraglich. Denn Boncourt reitet jetzt definitiv auf einer Euphorie-Welle. Ein 3:0-Sieg liegt durchaus im Bereich des Möglichen. Wird der diesjährige Playoff-Final gar ein Drama in drei Akten für Olympic?

Immer wieder Doliboa

Die zweite Finalpartie begann so, wie die erste endete: Olympic traf nicht, setzte gleich seine ersten drei Würfe daneben. Anders Boncourt, das sofort den Weg zum Korb fand. Spielertrainer Koller kümmerte sich höchstpersönlich um Doliboa, doch der jurassische Allrounder skorte aus der Distanz sicher (5.; 13:6).

Die Freiburger räumten unter ihrem Korb zu wenig konsequent auf. Es war einzig Montonati zu verdanken, dass Olympic das erste Viertel ausgeglichen gestalten konnte. Der Amerikaner hatte sein Visier im Vergleich zum ersten Spiel deutlich besser eingestellt und führte seine Farben bis zum 18:18 heran (10.).
Im zweiten Viertel lieferten sich die beiden Equipen zunächst einen offenen Schlagabtausch. Die Führung wechselte hin und her. Olympics Dar-Ziv konnte sich einige Male gut in Szene setzen. Die Gäste führten so 38:32. Doch noch immer liess man Boncourt zu oft rebounden. So nutzten die Jurassier halt die zweite Chance, wenn der erste Wurf nicht sass.

Der Anfang vom Ende

Nach der Pause dann die bereits erwähnte gute Phase der Freiburger, als sie 48:37 vorne lagen. Doch dann verteidigte Boncourt in der Zone. Olympic kam damit nicht zurecht. Die Gastgeber holten an der Freiwurflinie auf. Der Anfang vom Ende! Im letzten Viertel war nur noch Boncourt am Drücker. Letztlich war es Doliboa, der mit drei Dreiern das Spiel definitiv entschied.
Nicht mehr als Team gespielt

Patrick Koller (Spielertrainer Olympic): «Die ersten 25 Minuten haben wir die Anweisungen befolgt. Dann vergaben wir gegen die Zone Boncourts einfache Punkte. Wir brachten unseren Gegner so wieder ins Spiel. Und wenn das Publikum noch erwacht, wird es im Jura ganz schwierig. Es ist traurig, dass wir nicht auf unserem besten Niveau spielen. Man darf immer verlieren, aber nicht auf diese Art und Weise.»

Maxime Jaquier (Captain Olympic): «Gegen die Zonenverteidigung von Boncourt haben wir schlicht versagt. Ausserdem haben wir nach der Pause teilweise nicht mehr als Team gespielt. Wir waren nicht in der Lage, taktische Wechsel zu vollziehen. Nun haben wir keine Wahl mehr: Wir müssen dreimal in Serie gewinnen. Der Final ist noch nicht zu Ende.»

Randoald Dessarzin (Trainer Boncourt): «Das Publikum hat uns heute zum Sieg getragen. Aber wir haben noch nichts gewonnen. Es fehlt uns noch ein dritter Sieg. Wir haben jetzt sicherlich enorm viel Selbstvertrauen. Doch wir müssen aufpassen. Olympic gewann immerhin die Qualifikation. Das Team muss nun definitiv reagieren. Und dazu hat es die Erfahrung und die individuelle Klasse.» fs
Boncourt – Olympic
87:77 (37:40)

Salle sportive. 1573 Zuschauer. – SR: Bertrand/Sala. – Stand (best of 5) 2:0.
BC Boncourt: Smiljanic (9); Rais (2); Imgrüth (6); Holland (21); Doliboa (31); Yavsaner (4); Kautzor (1); Kresta (5); Sassella (8).
Freiburg Olympic: Dar-Ziv (16); Ceresa; Montonati (25); Jaquier (6); Koller (15); Borter (2); Seydoux (2); Baniak (11).
Bemerkungen: Boncourt ohne Chappuis (verletzt) und Radosavljevic (überzählig); Olympic komplett. – 5 Fouls: Kresta (32.). – Viertelresultate: 18:18, 19:22, 21:16, 29:21.

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