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Suboptimale Suche nach Antworten

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Unterschiedlicher könnte die Lage der beiden Kontrahenten nicht sein. Deutschland startet in 15 Tagen gegen Portugal als einer der Favoriten zur EM-Mission; die in der Qualifikation gescheiterten Schweizer hingegen müssen sich weitere 15 Wochen lang gedulden, bis für sie die nächste relevante Periode beginnt. Das war im Vorfeld spürbar, der Enthusiasmus hielt sich trotz 26600 verkaufter Tickets in Grenzen.

Gewissenhaft wie im üblichen Rahmen, aber sicher nicht wunsch- und standesgemäss haben sich die Einheimischen auf den «Klassiker» gegen Deutschland eingestimmt. Dem Coach stand das komplette Kader erstmals im Abschlusstraining zur Verfügung. Die Liga hatte nicht im Sinne des Nationalteams geplant und die letzte Runde ungünstig spät am vergangenen Mittwoch angesetzt.

Keine ideale Vorbereitung

Hitzfeld, der sich mit Akribie auf wichtige Termine vorzubereiten pflegt, missfiel das unstrukturierte Vorprogramm: «Für ein Länderspiel war die Vorbereitung nicht optimal.» Er kennt die beschränkte Zeit der gemeinsamen Tage im Nationalteam. Und angesichts des ziemlich rasch vollzogenen Umbruchs im Team wäre nach dem Ermessen des Tak-tikers eigentlich jede zusätzliche Einheit auf dem Rasen doppelt notwendig.

Die Testphase ist gesamthaft knapp bemessen. Am Mittwoch in Luzern gegen Rumänien und Mitte August in Kroatien bieten sich die letzten beiden Gelegenheiten zur Formierung einer kompetitiven Equipe. Experimente sind vor diesem Hintergrund keine zu erwarten.

Hitzfelds heikle Zonen

Im Blickfeld steht für Hitzfeld deshalb bereits der Start zur WM-Qualifikation am 7. September in Slowenien. Mit gutem Grund: Zu welchem bitteren Ende früh ausgelöste Turbulenzen unter Umständen führen können, ist seit dem Fehlstart gegen England und Montenegro in der letzten EM-Kampagne genügend bekannt.

Entsprechend ist für den Schweizer Nationalcoach eine zeitnahe Bereinigung der «grössten Problemfälle» prioritär. Zur Debatte stehen in ers-ter Linie die Besetzung des Abwehrzentrums und die markante Verbesserung der Offensivleistung. «Da müssen wir Antworten finden.» In jenen Zonen handelten sich die Schweizer zuletzt erhebliche Schwierigkeiten ein.

In der Verteidigung will der Selektionär das robuste Duo Philippe Senderos/Steve von Bergen etablieren. Dem Werder-Professional François Affolter fehle die Erfahrung und Johan Djourou (Arsenal) die Spielpraxis. Im Zusammenhang mit dem fragilen «Londoner» wählte Hitzfeld deutliche Worte: «Ich weiss nicht, ob es für ihn sinnvoll ist, dort zu bleiben.»

Die seit dem von der «Vox populi» erzwungenen Rücktritt des Rekordtorschützen Alex Frei lamentable Situation im Angriff macht Hitzfeld ebenso zu schaffen. Eren Derdiyok ist nach wie vor für die Rolle des Skorers vorgesehen, kam bislang aber weder im Verein noch in der SFV-Auswahl auf Touren. Im Falle Derdiyoks erhofft sich Hitzfeld von dessen Klubwechsel (neu Hoffenheim) einen Schub: «Babbel wollte ihn unbedingt. Jetzt liegt es an ihm.»

Von der Bildfläche verschwunden

Andere Kandidaten wie Mehmedi (Kiew) oder Emeghara (Lorient) spielten ihn ihren Klubs ebenso selten. Die früheren U17-Weltmeister Seferovic (Lecce) oder Ben Khalifa (YB), ehemals grosse Hoffnungsträger, sind inzwischen vollends von der Bildfläche verschwunden.Si

Ob Gelson Fernandes auch heute im Testspiel gegen Deutschland für Spektakel sorgt?Bild Keystone

Deutschland: Auch die zweite DFB-Reihe erstklassig

Deutschland tritt heute Abend in Basel wie schon lange vorgesehen nicht in bestmöglicher Formation zum Testländerspiel gegen die Schweiz an. Dem DFB-Stamm von Bayern gewährte Jogi Löw nach dem bitteren Knock-out im Champions-League-Final gegen Chelsea ein paar zusätzliche Freitage. Deshalb reiste der Gast ohne die acht Bayern-Spieler Manuel Neuer, Philipp Lahm, Jérome Boateng, Holger Badstuber, Toni Kroos, Mario Gomez, Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger aus seiner südfranzösischen Trainingsbasis an.

Mit Gastgeschenken ist allerdings nicht zu rechnen. Drei Tage nach der Partie in Basel wird Löw sein 27-Mann-Kader auf 23 Spieler reduzieren. Deutsche Experten gehen davon aus, dass erst 21 Tickets fix vergeben sind. Für Hitzfeld steht ausser Frage: «Der interne Konkurrenzkampf ist riesig und brutal.»

Starke B-Formation

Auch die zweite deutsche Reihe ist erstklassig besetzt. Kaum ein Team aus dem Kreis der EM-Titelanwärter hat eine bessere «B-Formation» vorzuweisen. Die Schweizer müssen sich dem Limit nähern, um keine weitere Lehrstunde zu riskieren. «Deutschland fällt in Länderspielen kaum je unter ein gewisses Niveau», hat Tranquillo Barnetta festgestellt. Si

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