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Superspiel mit dem «falschen» Sieger

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Gottéron vergibt den Sieg in der Schlussphase und verliert im Penaltyschiessen

Autor: Von KURT MING

Eishockeysport ist nicht immer logisch. Am Freitag gabs für ein durchschnittliches Spiel in Langnau drei Punkte, am Abend danach gegen Vizemeister Davos für eine starke Vorstellung nur einen Zähler. Mit Davos ging am Schluss eigentlich die «falsche Mannschaft» als Sieger vom Eis, was Trainer Arno del Curto zur Aussage bewog: «Wir haben eigentlich den Sieg nicht verdient, aber Freiburgs Abwehr hat ihn uns am Schluss geschenkt.» Dabei dachte der «Meisterguru» aus dem Landwassertal vor allem an zwei Szenen in den letzten Minuten: Im Powerplay legte Birbaum von Arx den Puck vor die Schaufel, dieser passte zum frei stehenden Daigle, und schon wars passiert. Und im Overtime mit vier gegen vier konnte der Heimklub nochmals mit einem Mann mehr spielen, zwei Minuten lang gabs für den starken Hiller keinen einzigen Schuss zu halten. So hatte sich Gottéron auf dämliche Art und Weise um den möglichen Lohn eines «Dreiers» gebracht. Beni Plüss, Doppeltorschütze, konnte trotz dem unglücklichen Ausgang dem Spiel eine positive Note abgewinnen: «Wir waren spielerisch den Davosern mindestens ebenbürtig, das ist doch positiv. Und fünf Punkte aus vier Spielen ist auch keine so schlechte Ausbeute.»

Gottéron lange Zeit die bessere Mannschaft

Das erste Drittel war vielleicht das beste der Freiburger in dieser Saison, was leider fehlte, waren die Tore. Die Drachen schnürten die Bündner 20 Minuten lang mit aggressivem Powerhockey ein, blieben aber immer wieder am Natihüter beim HCD hängen. Zum Teil ungenaue Schüsse, aber auch eine gewaltige Portion Glück führten dazu, dass beim ersten Seitenwechsel im schwach besetzten St. Leonhard noch keine Tore gefallen waren. Im Nachhinein haben die Pelletier-Boys den Match sicher auch in dieser Phase verloren, zumindest nicht in die Siegesbahn gelenkt. So sah es auch Gottéron-Coach Serge Pelletier nach den nervenaufreibenden 65 Spielminuten: «Der Einsatz meiner Mannschaft stimmte, einzig unsere Chancenauswertung war nicht genügend. Dazu machten wir am Schluss einen Fehler mehr als der Gegner, und das ist gegen eine Mannschaft wie Davos eben tödlich.» Es mutete so gesehen etwas wie ein Witz an, als Davos kurz nach Spielmitte durch Leblanc sogar in Führung gehen konnte. Die lange Zeit nur mit fünf Verteidigern spielenden Einheimischen, Berger spürte eine alte Knieverletzung wieder, liess dem letztjährigen Ajoie-Stürmer dabei viel zu viel Platz. Kurz vor Schluss des zweiten Drittels fand dann Beni Plüss endlich ein Loch in der vielbeinigen Gästeverteidigung, Goldhelm Sarno hatte ihn mustergültig lanciert. So konnte zu Beginn des letzten Drittels alles nochmals von vorne beginnen!

Turbulente Schlussphase

Ab Spielmitte glich sich das Geschehen auf dem Eis – Trainer Pelletier bezeichnete das stumpfe Geläuf nach dem Spiel zu Recht als «Tennisplatz» – mehr oder weniger aus, Davos machte nun mit vier kompletten Blöcken ebenfalls Dampf. So konnte sich nun auch Gottéron-Hüter Adam Munro das eine oder andere Mal mit guten Paraden auszeichnen. Als eigentlich schon alles auf eine Verlängerung zulief, brachte Bykow mit einem «Lucky Punch» sein Team sechs Minuten vor Schluss doch noch in Führung. Gegen den platzierten Hocheckschuss gabs für Hiller nichts zu halten. Dann folgten die eingangs erwähnten Szenen mit dem Ausgleich, dem Overtime und dem fälligen Penaltyschiessen, bei dem die Davoser die besseren Nerven zeigten. Auf Freiburger Seite reüssierte einzig Beni Plüss, auf der anderen Seite musste Munro die Schüsse von Daigle und Rizzi passieren lassen. Freiburg hat übrigens das Penaltyschiessen seit Saisonbeginn des Öfteren geübt, laut Beni Plüss ist aber diese Kurzentscheidung auch eine Sache des Glücks. Und dieses fehlte den Freiburgern leider am Samstagabend, denn sonst hätte es zum ersten Saisonheimsieg gereicht.

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