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Tafers will aufsteigen, Bösingen geniessen

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Wie bereits im Jahr zuvor hat der FC Tafers auch in dieser Saison die Deutschfreiburger 3.-Liga-Gruppe dominiert. So richtig gefordert wurden die Sensler selten, die Qualifikation für die Aufstiegsspiele war nie in Gefahr. Von den 22 Spielen haben sie 16 gewonnen und nur drei verloren.

Als die Gegner in der Aufstiegsrunde stärker wurden, reichte es letzte Saison nicht zur Rückkehr in die 2. Liga. Mit sieben Punkten belegte Tafers hinter den beiden Aufsteigern Matran und Haute-Gruyère den undankbaren dritten Rang. Hat das Team seither einen Schritt nach vorne gemacht? «Ich denke schon», sagt Spielertrainer Daniel Spicher. «Einzelne Spieler haben individuelle Fortschritte gemacht. Ausserdem sind wir als Team zusammengewachsen und haben ein breiteres Kader.» Für Spicher ist das Ziel deshalb klar: Aufstieg. «Intern haben wir dieses Ziel schon Anfang Saison formuliert.»

 Ist der absolute Wille da?

Als Hauptstärke bezeichnet Spicher das Kollektiv. Dass das mehr als eine gern benutzte Trainerfloskel ist, beweist die Tatsache, dass Tafers im Verlauf der Saison zwei gewichtige Abgänge scheinbar mühelos verkraftet hat. Mit Durim Seipi und Lukas Schneuwly war das Team mit zwei Topstürmern in die Saison gestartet. Seipi verliess die Mannschaft jedoch nach wenigen Spielen in Richtung Prishtina Bern, Schneuwly wechselte in der Winterpause zu Düdingen II. «Natürlich waren das schmerzliche Abgänge. Einen Lukas Schneuwly mit seiner jahrelangen 1.-Liga-Erfahrung kann man nicht einfach so eins zu eins ersetzen. Aber wir haben andere Spieler mit Offensivtalent, so dass wir die Abgänge kompensieren konnten.» In die Bresche sprang beispielsweise Arbër Gashi. Letzte Saison noch als Verteidiger eingesetzt, erzielte er in der aktuellen Spielzeit als Stürmer 15 Tore–und wurde damit Torschützenkönig der Gruppe. Nur knapp dahinter folgt Tafers’ Mittelfeldstratege Michael Stulz mit 13 Treffern. Es sind nur zwei von vielen spielstarken Akteuren im Team. «Wenn wir in den Flow kommen, traue ich uns sehr viel zu», sagt Spicher. «Wir sind eine Stimmungsmannschaft. Das kann natürlich gleichzeitig ein Nachteil sein.»

Viele Spieler haben bereits in der 2. Liga gespielt, Spicher, Stulz und Torhüter Christian Piller sogar mit Düdingen in der 1. Liga. «Wenn es nicht läuft, fehlt manchmal der absolute Wille, die letzte Kampfbereitschaft. Einige Spieler sind vielleicht ein bisschen gesättigt, da die Aufstiegsspiele für viele im Team und auch das Umfeld im Club nicht mehr ganz so etwas Besonderes sind», sagt Spicher. «Es liegt deshalb an mir, aus allen das Letzte herauszukitzeln.»

 Bösingen klarer Aussenseiter

 Bei Bösingen, dem zweitklassierten der Deutschfreiburger Gruppe und am Samstag Tafers’ erster Gegner, sei das definitiv nicht nötig, sagt Spicher. «Die Bösinger haben dieses Plus. Sie spielen sehr aggressiv, sind willensstark, jeder gibt immer alles.» An Motivation wird es der Mannschaft von Alain Baumann deshalb sicher nicht fehlen, zumal kaum einer im Team je in einer höheren Liga gespielt hat als der dritten. Die Frage ist eher: Reicht die individuelle Klasse, um im Kampf um die beiden Aufstiegsplätze ein Wörtchen mitzureden? «Es wird für uns sehr schwierig werden, uns im Angriff durchzusetzen. Wir leben vom Kollektiv und haben nicht irgendwie zwei Knipser, die weiss nicht wie viele Tore schiessen», sagt Trainer Baumann. Letztes Jahr gelang Bösingen in den Aufstiegsspielen in den ersten vier Partien überhaupt kein Tor. Dabei sei sein Team damals eigentlich besser in Fahrt gewesen als jetzt, sagt Baumann. «Letztes Jahr hatten wir eine super Rückrunde. In dieser Saison haben wir spielerisch selten bis nie richtig überzeugt. Es werden deshalb schwierige Aufstiegsspiele für uns.» Der Vorteil sei im Vergleich zum letzten Jahr immerhin, dass man wisse, was einem erwarte: «Ein deutlich höheres Niveau und mehr Intensität als in den gewöhnlichen Meisterschaftsspielen.»

Trotz Tiefstapelei: Auch Bösingen verfügt natürlich durchaus über Trümpfe. Mit 26 Gegentoren sind die Sensler zusammen mit Central dasjenige Team unter den Aufstiegsaspiranten, das die wenigsten Gegentreffer kassiert hat. «Das Defensivverhalten des ganzen Teams gehört zu unseren Stärken. Daran haben wir gearbeitet», sagt Baumann. «Aber es ist keineswegs so, dass wir hinten reinstehen. Im Gegenteil: Wir versuchen den Gegner früh anzugreifen. Unsere Verteidigungsarbeit beginnt also bereits vorne.» Als weitere Stärke sieht Baumann das grosse Kader. «Ich kann auf 18 bis 20 fast gleichwertige Spieler setzen und deshalb wohl mehr rotieren als andere Teams.»

Der grösste Vorteil der Bösinger sei jedoch, dass sie völlig ohne Druck aufspielen können. «Die Zielsetzung ist die gleiche wie letztes Jahr: Die Aufstiegsspiele geniessen und schauen, was dabei herauskommt. Die Spiele sind das Dessert, das wir uns mit guter Arbeit während der Saison verdient haben.»

Favorit mit Offensivkraft

Favoriten sind für Baumann andere. In seinen Augen sind die vier französischsprachigen Teams die Hauptanwärter auf die beiden Aufstiegsplätze. Tafers sieht er wie Bösingen eher in der Aussenseiterrolle. «Ich glaube nicht, dass die Taferser im Vergleich zum letzten Jahr besser geworden sind. Es wird deshalb auch für sie schwierig.» Als Topfavorit schätzt Baumann Villars-sur-Glâne ein. Das Team, das in 22 Spielen sagenhafte 99 Tore erzielt hat. Allein Topskorer Lucas Reynaud hat bemerkenswerte 28 Tore geschossen. «99 Tore zu erzielen ist natürlich beeindruckend. Das sind fast fünf pro Spiel», sagt auch Tafers-Trainer Daniel Spicher. «Villars-sur-Glâne ist tatsächlich stark. Das haben wir im Winter in einem Testspiel zu spüren bekommen, das wir verloren haben.» Für Spicher ist die Mannschaft des ehemaligen Internationalen Sébastien Zambaz, der in Villars-sur-Glâne Spielertrainer ist, ebenfalls Anwärter Nummer eins auf den Aufstieg. «Dahinter sehe ich die übrigen Teams alle ungefähr auf demselben Niveau.»

3./2. Liga

Die sechs Teams der Aufstiegsrunde

 

Die Statistiken der Saison 15/16:

Villars-sur-Glâne 22 17 3 2 99:30 54

Tafers 22 16 3 3 70:33 51

Saint-Aubin 22 15 5 2 60:31 50

Sarine-Ouest 22 15 4 3 65:31 49

Bösingen 22 13 4 5 52:26 43

Central 22 12 6 4 44:26 42

 

Die Direktduelle der Saison:

Bösingen – Tafers 2:1

Tafers – Bösingen 1:0

Villars-sur-Glâne – Sarine-Ouest 6:2

Sarine-Ouest – Villars-sur-Glâne 3:2

Saint-Aubin – Central 1:3

Central – Saint-Aubin 0:0

 

Die ersten Spiele:

Tafers – Bösingen Sa. 18.00

Villars-sur-Glâne – Central Sa. 18.00

Saint-Aubin – Sarine-Ouest Sa. 20.30

 

 

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