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Trotz Covid-19 viel Innovationskraft

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der 15. Freiburger Innovationspreis wurde am 4. Mai lanciert – mitten in der Krisenzeit nach Ausbruch der Corona-Pandemie. Doch die schwierigen Zeiten hielten findige Köpfe im Kanton nicht davon ab, ihre Innovationskraft unter Beweis zu stellen. «Wir haben 38 Dossiers erhalten und sind sehr zufrieden mit der Qualität», so Jerry Krattiger, Direktor der Wirtschaftsförderung, gestern bei der Präsentation der Finalisten. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren gab es mit 50 Kandidaten eine Rekordteilnahme; 2016 hatten sich 33 Unternehmen angemeldet.

Der alle zwei Jahre vergebene Innovationspreis umfasst drei Kategorien. Der Unternehmenspreis richtet sich an gestandene Firmen, ist mit 10 000 Franken dotiert und wird durch die Jury unter dem Vorsitz von Volkswirtschaftsdirektor Olivier Curty (CVP) bestimmt. Der Start-up-Preis wird an Jungunternehmen vergeben und hält für den Gewinner 30 000 Franken bereit, was bei der Lancierung einer Firma sehr willkommen sein kann, wie Olivier Curty sagte. Für die Verleihung des Start-up-Preises entscheiden drei Wertungen zu je einem Drittel: die Jury, das Publikum bei der Verleihung des Preises sowie die Leser, Hörer und Zuschauer der Medienpartner, darunter der «Freiburger Nachrichten».

Neu wird dieses Jahr ein mit 6000 Franken dotierter Preis für nachhaltiges Wirtschaften verliehen. Er ersetzt die frühere Cleantech-Auszeichnung. Hier werden die Gewinner von der Jury bestimmt.

«Diese Firmen nehmen Risiken auf sich. Sie sind der Motor der Freiburger Wirtschaft», sagte Curty bei der Vorstellung der je drei Finalisten pro Kategorie. «Frühere Gewinner haben uns aber auch bestätigt, dass sich der Innovationspreis sehr positiv auf die Entwicklung ihrer Unternehmen ausgewirkt habe.»

Publikumswahl Start-up-Preis: ab sofort und bis zum 8. November per SMS an die Nummer 939.

Informationen und Videos aller Finalisten: www.innovation-fribourg.ch

Unternehmenspreis

Aufzüge, Sensoren und Chips für das Labor

Die Firma Ascenseurs Menétrey aus Romont präsentiert mit ihrer Entwicklung Celtic Lift eine neue Generation von Aufzügen. Zusammen mit drei Hochschulen hat die Firma einen Lift entwickelt, der leichter und geräumiger sowie einfacher zu warten ist als bisherige Modelle. Auch biete er ein neues Benutzererlebnis. Laut Direktor Gil Menétrey werden erstmals neue Materialien mit hohem Innovationspotenzial verwendet.

Die Meggitt AG aus Villars-sur-Glâne tritt mit einer neuen optischen Sensortechnologie für Stromturbinen und Flugzeugtriebwerke an. Um den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren, muss der Wirkungsgrad steigen. Zur Überwachung der Motoren braucht es Sensoren, die immer extremeren Bedingungen standhalten. Laut CEO Stéphane Page hat Meggitt eine Technik entwickelt, mit der nahe bei der Flamme gemessen wird.

Die Firma Swissmeca aus Kleinbösingen präsentiert eine Innovation für die Diagnose und Behandlung von bakteriellen Krankheiten. Bisher wurde dafür in Labors immer eine Gram-Färbung eingesetzt, die auf ein Glas fixiert wird. Swissmeca macht dies neu mit einem Chip. Der Materialverbrauch wird so geringer. CEO André Brülhart sieht ein Potenzial von mehreren Millionen Chips pro Jahr.

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Start-up-Preis

Dreirad für alle Glieder, Roboter fürs Betonieren und Sicherheit

Sebastian Tobler, CEO und Gründer der GBY AG in Gibloux, ist seit einem Unfall 2013 auf den Rollstuhl angewiesen, hatte aber den Drang zu mehr Mobilität. Dreirädrige Bikes auf dem Markt waren alle durch Handkurbeln angetrieben. So erfand Tobler das Go-Tryke, bei dem sich auch eine Fusskurbel bewegt. So werden Beine gestärkt, die noch Gefühl haben, aber auch die Gelenke bewegt, was therapeutische Erfolge zeitigt. Die Erfindung stösst weltweit auf Interesse.

Beton in Schalungen braucht drei bis fünf Tage zum Trocknen. Bis zu 25 Mal schneller schafft es der Roboter der Freiburger Firma Mobbot AG. Laut Agnes Petit, Mitgründerin und CEO, werde Beton seit 100 Jahre gleich verarbeitet. Mobbot biete mit dem Roboter aber 3-D-Betondruck mit Spritzbeton an. Manuelle Arbeit, CO2- Ausstoss und Material würden reduziert, das Betonieren am Computer programmiert.

Zur Verhinderung von Sicherheitsvorfällen und Unfällen werden Industriegelände durch Kameras und Sensoren überwacht. Tritt ein Ereignis ein, muss aber der Mensch eingreifen. Die Firma Rovenso AG aus Villaz-St-Pierre hat nun einen Roboter konstruiert, der überall hinkommt und alles sieht. Er könne eingreifen, wo es für Menschen gefährlich sei, erklärte CEO Thomas Estier.

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Preis für nachhaltige Wirtschaft

Parfums aus Biomasse, einQuartierhaus und Slow-Shop

Biomasse als Alternative für Öl-Produkte – das ist das Geschäftsprinzip der Firma Bloom Biorenewables in Marly. Die Firma will den Wert von Biomasse für die Energieversorgung sowie für nachhaltige Produkte nutzen. «Biomasse ist in grosser Menge vorhanden», meint Geschäftsführer Florent Héroquel. Als Ersatz für erdölbasierte Verbindungen kann Biomasse etwa für Parfums, Tinten, Kosmetika, Medikamente, Kunststoffe oder Textilien verwendet werden. Kreislaufwirtschaft pur.

«Städte sind nicht nachhaltig.» Dieser Ansicht ist Axelle Marchon, Mitbegründerin der Firma Enoki in Freiburg. Die Leute lebten zwar in Städten, aber fast alles, was sie fürs Leben brauchten, komme von ausserhalb. Enoki bietet Immobilienfirmen ganzheitliche Lösungen für nachhaltige Aktivitäten in Quartieren. Das Quartierhaus NeighborHub fördert einen urbanen, nachhaltigen Lebensstil.

«Bei uns muss man immer etwas warten, aber es funktioniert gut.» So beschreibt Clément Castella den Betrieb des Lebensmittelgeschäfts La Sieste in Enney. Das Konzept: so einfach wie möglich. Die Waren kommen aus dem Kanton Freiburg, und es wird nur im Kanton geliefert. Nach dem Motto: «Es hat, was es hat», gibt des derzeit keine Tomaten, dafür aber Büschelibirnen.

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