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Überstorf deutlich effektiver

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 Für Plaffeiens Trainer Norbert Aerschmann war der Verlauf des Spiels nicht so klar und eindeutig, wie das Resultat am Ende vermuten lässt. Man habe sich mit vielen Eigenfehlern selbst in Bedrängnis gebracht, und es so einem keineswegs überragenden Überstorf relativ leicht gemacht, am Ende die drei Punkte zu holen. Bei herrlichen Fussballbedingungen und wie fast immer in Überstorf einer beachtlichen Zuschauerzahl boten die zwei Sensler 2.-Ligisten ein relativ gutes Fussballspiel mit zahlreichen Torszenen. Weil der Heimklub aus seinen Möglichkeiten fast ein Optimum herausholte, schaute nach gut 90 Minuten ein verdienter Sieg heraus, der dem Team von Stefan Brülhart für die restlichen sieben Spiele auch nach vorne noch vieles offen lässt. Einzig die beiden verletzungsbedingten Ausfälle der Teamstützen Gaël Aebischer und David Schmutz könnten sich in der Schlussphase der Meisterschaft und dem Cup-Halbfinal vom Mittwoch gegen Ursy noch negativ auswirken.

«Aushilfsstürmer» Schmutz trifft gleich doppelt

 Im Moment probiert Überstorf-Trainer Brülhart in der Meisterschaft bei seiner Aufstellung im Angriff, nicht zuletzt auch wegen fehlenden Akteuren, immer wieder Neues aus. Am Mittwoch gab André Portmann vorne ein erfolgreiches Comeback im Fanionteam, gestern kam nun Innenverteidiger David Schmutz von Beginn weg neben Captain Kevin Portmann in der Spitze zum Einsatz. Und dies mit grossem Erfolg: Nach 69 Sekunden erzielte er aus offsideverdächtiger Position das wichtige 1:0, und kurze Zeit später konnte der früher auch schon als Stürmer eingesetzte Spieler nachdoppeln: Nach einem Fehler in der Plaffeier Abwehr schloss er ein schönes Zuspiel Küpfers kaltblütig ab. Es sollte für die Einheimischen vor dem Seitenwechsel noch besser kommen. Nach 39 Minuten traf Joël Waeber mit einem tollen Hinterhaltschuss aus gut 25 Metern herrlich in Herrens linke Ecke. Damit war der Match eigentlich schon entschieden, was laut Brülhart dazu führte, dass sein Team danach nicht mehr mit der gleichen Konsequenz zur Sache ging.

 Plaffeien steckte nie auf

 Wenn man dem Verlierer nach diesem Spiel einen Vorwurf nicht machen darf, dann den, dass er nach dem Rückstand aufgegeben habe. Gleich nach dem Seitenwechsel traf Captain Steven Clément mit einem Freistoss nur die Latte: «Wenn dieser Ball reingegangen wäre, hätten wir noch eine Chance gehabt, auch resultatmässig zurückzukommen», trauerte Plaffeiens Chef an der Linie dieser Szene nach. Es kam aber anders: Praktisch im Gegenzug leisteten sich die Gäste erneut in der Abwehr einen unglaublichen Schnitzer, und Cédric Schorro liess sich diese Möglichkeit nicht entgehen. Das Ehrentor von Fabrice Mast, dem besten Plaffeier, eine Viertelstunde vor Schluss war dann eben nur noch Resultatkosmetik. Der Taktikwechsel von Aerschmann, nach dem Tee mit drei Stürmern und nur drei Verteidigern zu agieren, führte dazu, dass die Oberländer das Spiel besser in den Griff bekamen. Bei Überstorf, das im Moment praktisch ständig englische Wochen absolviert, liessen die Kräfte in der Schlussphase etwas nach, und so konnte sich der junge Ersatzhüter Flavio Jungo noch das eine oder andere Mal auszeichnen.

Nach dem Match sahen die zwei Trainer den Spielausgang erstaunlicherweise nicht ganz gleich. Stefan Brülhart sprach von einem klaren Sieg – «Das Resultat sagt eigentlich alles»–, während sein Antipode Norbert Aerschmann von viel Glück beim Gegner und einigen komischen Entscheiden des Schiedsrichters gegen seine Mannschaft sprach. Insgesamt ging jedoch der Erfolg, der eine Stunde lang viel konsequenter zur Sache gehenden Überstorfer in Ordnung. Den Hauptgrund für die Niederlage muss Plaffeien vorab bei seiner ungenügenden Abwehrleistung suchen.

Nach der Niederlage Marlys sei jetzt bei den Verfolgern plötzlich wieder vieles möglich, glaubt Brülhart. Plaffeien seinerseits wird den Rest der Meisterschaft wohl im luftleeren Raum im Mittelfeld abschliessen können.

Telegramm

Überstorf – Plaffeien 4:1 (3:0)

Sportplatz: 200 Zuschauer.–SR Philippe Clerc.

Tore:2. Schmutz 1:0, 18. Schmutz 2:0, 39. Waeber 3:0, 68. Schorro 4:0, 73. Mast 4:1.

FC Überstorf:G. Aebischer (45. F. Jungo); Grossrieder (72. Morf), Spicher, Perler, Muri; Schorro, J. Waeber, M. Riedo, Küpfer; Schmutz (75. Schumacher), K. Portmann.

FC Plaffeien:Herren; Wider, Marbach, Bächler, P. Ruffieux (46. M. Bielmann); Anderfuhren, Clement, Ph. Fontana (69. Schafer), I. Rüffieux (39. Lötscher); Mast, P. Moser.

Bemerkungen:Gaël Aebischer (Überstorf) und Ivar Rüffieux (Plaffeien) nach einem Zusammenprall im Sechzehner (32.) später verletzt ausgewechselt. Lattenschüsse: Clement (47.), Schafer (87.).

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