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Valentino Rossi sagt Ciao

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Valentino Rossi sagt im Alter von 42 Jahren Ciao. «Il dottore» tritt am Ende seiner 26. Saison als Fahrer zurück. Der neunfache Weltmeister und 115-fache Rennsieger bleibt der Szene als MotoGP-Teambesitzer und lebende Motorrad-Legende erhalten.

Ende Juni 2009 war›s, da bangte Giacomo Agostini stark um seinen Rekord von 122 Grand-Prix-Siegen. Der Italiener war überzeugt, dass jemand wie Valentino Rossi diese Bestmarke «mit seiner Hingabe» schon bald erreichen könne. «Das Ziel ist für ihn nicht mehr allzu fern», sagte Agostini in Assen nach dem 100. GP-Triumph seines Landsmanns.

Rossi war damals 30 Jahre alt, auf dem Zenit seines Könnens und der Überflieger der Königsklasse des Motorrad-Rennsports. Er dominierte die Konkurrenten fast nach Belieben. Egal, ob diese Max Biaggi, Loris Capirossi, Sete Gibernau oder später Dani Pedrosa hiessen. Egal auch, ob er auf einer Honda oder Yamaha fuhr: Am Ende der Saison jubelte fast immer Rossi über den Titelgewinn.

Traum von Formel-1-Einsätzen

Der Seriensieger kokettierte, angesichts der fehlenden Konkurrenz, wahlweise mit Einsätzen in der Formel 1 mit Ferrari oder in der Rallye-WM. In Assen 2009 stufte deshalb auch Rossi den Weg zu Agostinis Rekordmarke als zwar «noch lang» ein. «Aber er wird Schritt für Schritt realistischer.» Schliesslich könne er wohl schon bis 34 auf Top-Level Motorradrennen fahren, glaubte Rossi damals.

Er sollte sich in zweierlei Hinsicht täuschen. Der für ihn positive Irrtum: Auf oberster Stufe hielt Rossi nicht vier Jahre, sondern noch fast ein Jahrzehnt mit den Besten mit. 2018 sollte er sich nochmals als WM-Dritter klassieren, und selbst im Frühjahr 2019 stand er in Argentinien und Austin noch zweimal als Zweiter auf dem Podest – seine Podestplätze Nummern 234 und 235.

Doch Rossi irrte sich im Sommer 2009, kurz vor dem Gewinn seines siebten WM-Titels in der Königsklasse, trotzdem gewaltig. Weniger als ein Jahr später trat das schwerwiegende Ereignis ein, wodurch seine Karriere im Rückblick als zweigeteilt anzusehen ist. Weshalb es nicht nur das Jahrzehnt der Dominanz, sondern eben auch die gleich lang andauernde Phase der Titellosigkeit gibt.

Horrorsturz auf der Heimstrecke

Der Zeitpunkt der Zäsur zwischen diesen beiden Phasen kann genau bestimmt werden: Am 5. Juni 2010 stürzte Rossi, der als Hommage an seinen Vater und dreifachen GP-Sieger Graciano mit der Nummer 46 fuhr, im Training beim Heim-GP in Mugello in einer Hochgeschwindigkeits-Schikane. Dabei zog er sich einen verschobenen und freiliegenden Bruch des rechten Schien- und Wadenbeins zu.

Auch ohne Komplikationen werde es zwei bis drei Monate dauern, bis sich Rossi vollständig erholt habe, so die ärztliche Meinung damals. Die Pause des Ausnahmekönners dauerte tatsächlich nur sechs Wochen. Auch die – neben dem Nuller in Mugello – verpassten drei Rennen schienen angesichts der Schwere der Verletzung akzeptabel. Die Titelverteidigung war allerdings gegenüber seinem Yamaha-Teamkollegen Jorge Lorenzo nicht mehr zu schaffen.

Ein weiterer Grund, dass er nie zum zehnten Mal Weltmeister werden sollte, war der Ende 2010 vollzogene Markenwechsel zu Ducati. Der schillernde Star aus Tavullia und die Kultmarke aus dem nahen Bologna, das erschien den Italienern als Dream Team. Vielmehr sollte es zum sportlichen Alptraum werden: kein Sieg und nur drei Podestplätze in zwei Jahren. Ab 2013 fuhr Rossi wieder auf der Werk-Yamaha.

Letzter Sieg 2017 in Assen

Bei den Japanern fand er immerhin wieder zum Siegen zurück. Zehnmal noch winkte Rossi von zuoberst auf dem Podest, letztmals Ende Juni 2017 in Assen. Doch er sah sich immer öfters bezwungen durch Casey Stoner, Jorge Lorenzo und insbesondere Marc Marquez. Letzterer ist mittlerweile selber bereits achtfacher Weltmeister und 83-facher GP-Sieger und schickt sich an, Agostinis 122 Siege zu übertreffen.

Für Rossi hingegen, heuer nur noch Fahrer in einem Yamaha-Kundenteam, geht es in seinen letzten neun Grands Prix um ein halbwegs würdiges Karrierenende. In den ersten neun Rennen der Saison reichte es ihm nur einmal noch in die Top 10. Meistens fuhr Rossi der Spitze weit hinterher.

«Ich wäre gerne noch zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre gefahren, aber leider ist es nicht möglich», musste er schmerzlich erkennen. Sein letztes Motorradrennen wird Yamaha-Fahrer Rossi, der bislang zu 423 Grands Prix gestartet ist, am 14. November in Valencia bestreiten. Trotz des Rücktritts wird er dem MotoGP-Fahrerlager erhalten bleiben. Nicht als Fahrer in seinem eigenen Rennstall, wie lange spekuliert worden ist, sondern eben als Besitzer eines Ducati-Kundenteams.

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