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Verpasste Zweisprachigkeit

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

In der FN-Ausgabe vom 9. Juni habe ich zwei interessante kleine Artikel zur Zweisprachigkeit im Kanton Freiburg gelesen. Einmal wird die Freiburger Justiz vom Bundesgericht zurückgepfiffen und gezwungen, einen auf Deutsch verfassten Bericht in einem Gerichtsfall zu akzeptieren.

Im anderen Text geht es darum, dass der Kanton auf verschiedensten Ebenen Initiativen zur gelebten Zweisprachigkeit auch finanziell unterstützen will.

Die beiden Artikel sind mir aufgefallen, weil unsere Familie in der vergangenen Woche an einem kleinen, aber grundsätzlich überaus sympathischen und wichtigen Anlass von der vollkommenen Ignoranz der französischsprachigen Mehrheit gegenüber dem Deutsch sprechenden Publikum überrascht wurde.

An der Preisverleihung des Comics-Wettbewerbs des Zonta-Clubs zum Thema der sexuellen Belästigung, ausgeschrieben für alle Schüler der zweiten Klassen der drei Kollegien der Stadt Freiburg, haben es die Veranstalterinnen tatsächlich fertiggebracht, auch nicht das klitzekleinste Begrüssungswörtchen an uns deutschsprachige Anwesenden zu richten. Immerhin hat die Jury einen Sonderpreis an einen deutschsprachigen Schüler des Kollegiums Heilig Kreuz vergeben, weil seine Arbeit den bekannten Karikaturisten Alex zum Schmunzeln gebracht hatte. Die Anerkennungsworte für seine Arbeit wurden in aller Selbstverständlichkeit auf Französisch ausgerichtet …

Der Sonderpreis bestand für meinen Sohn aus einem französischsprachigen Comic für Primarschulkinder und einem Gutschein des bekannten Comic-Geschäfts La Bulle, das nach eigenen Angaben ausschliesslich französische Bücher in seinem Sortiment führt. Im Anschluss an die Veranstaltung haben wir beim Apéro interessante Gespräche mit freundlichen, herzlichen, witzigen und gebildeten Menschen geführt, teils in gebrochenem Französisch, teils in gebrochenem Deutsch. Wir hätten uns über einen einzigen deutschen Satz in den offiziellen Ansprachen sehr gefreut. So einfach könnte das sein!

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