Drei Fragen an 02.03.2018

Richard Kaeser

Trainer Floorball Freiburg

Richard Kaeser, Ihre Mannschaft führt in der Playoff-Viertelfinal-Serie (best of 5) der NLB gegen Langenthal Aarwangen mit 2:1 Siegen. Floorball Freiburg könnte aber auch genauso gut in Rückstand liegen, hätte Spiel  2 zu Hause nicht in extremis noch gekehrt werden können …

Das ist tatsächlich so. In dieser wegweisenden Partie hat uns der unbedingte Siegeswille gerettet, wir wollten auf keinen Fall vor unseren Fans verlieren. Wir hätten eine Heimniederlage schlichtweg nicht akzeptieren können. In Spiel  3 in Langenthal waren wir dann unglaublich effizient, so wie es die Berner beim Auftakt der Serie gewesen waren. Und eine Vorstellung, wie sie Loris Roulin zeigte (fünf Tore beim 9:7-Sieg, Anm. d. Red.), nimmt man als Trainer natürlich gerne mit. In unserem Sport ist eben nicht immer alles erklärbar. Aber die gesamte frisch zusammengewürfelte Linie um Roulin hatte eine sehr gute Woche hinter sich und harmonierte ausgezeichnet. Ich werde sie auch für die nächsten Spiele so beibehalten.

Morgen Samstag (17  Uhr) spielt Floorball Freiburg um den Halbfinaleinzug. Konnten Sie in den bisherigen drei Partien gegen Langenthal neue Erkenntnisse gewinnen, die für Spiel  4 wertvoll sein können?

Die Erkenntnis ist nicht anders als nach den ersten zwei Spielen: Wir müssen unseren Gameplan über die 60 Spiel­minuten durchziehen. Beide Mannschaften haben in dieser Viertelfinal-Serie bereits bewiesen, dass sie grosse Rückstände noch aufholen können. Im Unihockey reichen manchmal fünf, sechs Minuten, um ein paar Tore zu erzielen. Am vergangenen Freitag, als Langenthal im Schlussdrittel einen 2:8-Rückstand noch fast wettgemacht hätte, herrschte bei uns ein Moment der Ohnmacht. Ich muss ehrlich sein und zugeben, dass ich selber kurz den Überblick verloren habe. Wir hatten letztlich aber die Qualität und die Ruhe, den Sieg doch noch nach Hause zu bringen. Im Nachhinein hat dieser Spielverlauf sicher auch seine gute Seite – so, wie wir gegen die Niederlage gekämpft haben. Und am Ende bringt dich in den Playoffs jeder Erfolg weiter.

Sie könnten morgen den Sack vor dem stets zahlreichen heimischen Publikum zumachen. Ist das ein Vorteil, oder bedeutet das am Ende gar zusätzlichen Druck?

Es ist ganz bestimmt keine Last für uns. Wir spielen unglaublich gerne in der Heilig-Kreuz-Halle. Wenn wir uns in der gewohnten Umgebung bewegen können, ist das unheimlich schön. Und es ist vor allem gut zu wissen, dass wir den Support unserer treuen Zuschauer haben werden.

fs

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