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Vom Untergebenen direkt zum Vorgesetzten

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Die sportliche Verantwortung wird bei Gottéron definitiv auf mehr Schultern verteilt. Gestern hat Gottéron offiziell bestätigt, was bereits seit Wochen gemunkelt wird: Christian Dubé wird Sportchef des Klubs. Zur Unterstützung des Kanadiers wird eine technische Kommission gegründet, der nebst Dubé auch Nachwuchschef Dany Gelinas und eine klubexterne Person, die noch nicht bestimmt ist, angehören. «Ein Sportchef gehört für mich zu einem professionellen Klub», sagt Trainer Gerd Zenhäusern. Er ist froh, sich in Zukunft in erster Linie auf sein Amt als Trainer konzentrieren zu können und sich nicht wie bisher auch noch um Transfers und die Zusammenstellung des Kaders kümmern muss. Auch wenn Zenhäusern natürlich auch in Zukunft ein Wörtchen mitzureden hat. «Christian und ich haben sehr ähnliche Ansichten, ich bin deshalb zuversichtlich, dass es nicht vorkommen wird, dass er schwarz und ich weiss sehe.»

Nur für die Medien speziell?

 Wie stellt Neuling Dubé sich selbst als Sportchef vor? «Ich will nah am Team sein, regelmässig im Training vorbeigehen, um den Trainer zu beaufsichtigen. Und ich will immer ein offenes Ohr für die Spieler haben. So weiss ich auch weiterhin, was im Team vorgeht und kann daraus die Schlüsse ziehen, wenn es darum geht, das Team zusammenzustellen und Transfers zu tätigen.»

Speziell ist in der Causa Dubé, dass der 37-Jährige direkt vom Eis in das Büro desselben Klubs wechselt. Letzte Woche war Zenhäusern noch sein Vorgesetzter, jetzt ist Dubé als Sportchef seinerseits der Vorgesetzte des Trainers. «Diese Konstellation finden bloss die Medien speziell», sagt Zenhäusern. «Für mich ist es jedenfalls überhaupt kein Problem. Wir müssen auf allen Ebenen ein Team bilden. Wir sitzen im selben Boot und haben beide dasselbe Ziel.» Dubé sieht es genauso. «Ich habe Gerd als Trainer respektiert und sehe keinerlei Probleme.»

 Bleibt noch die Frage, wie es für Dubé sein wird, mit Spielern, die noch letzte Woche seine Teamkameraden waren, in Zukunft über Verträge zu verhandeln und ihnen allenfalls sogar mitzuteilen, dass sie den Klub verlassen müssen. «Auch da sehe ich kein Problem. Es entsteht nun automatisch eine gewisse Distanz. Und wenn du einem Spieler etwas respektvoll und anständig erklärst, hat er auch für schwierige Entscheide Verständnis. Das habe ich in meiner Karriere als Spieler selbst erlebt», so Dubé.

Gleich für vier Jahre

Dass er zumindest bereits gut verhandeln kann, hat Dubé ein erstes Mal bewiesen–indem er einen Vierjahresvertrag ausgehandelt hat. Der Klub hatte ursprünglich davon gesprochen, den Sportchef fürs Erste für zwei oder maximal drei Jahre unter Vertrag zu nehmen. «Das ist immer Verhandlungssache», sagt Berger. «Aber es ist sicher gut, dem Sportchef Zeit zu lassen, um etwas aufzubauen.» Für Dubé, der betont, dass er als Sportchef deutlich weniger verdient als als Spieler, sind vier Jahre «eine normale Vertragsdauer für einen Sportchef. Das zeigt auch ein Blick in die NHL.»

Geregelt zu haben scheint der Kanadier seine Verstrickungen mit der Firma des Spieleragenten Gérald Métroz. Dubé behauptet sogar, gar nie Anteile an der Firma erworben zu haben. «Ich hatte nur die Option erworben, nach dem Ende meiner Karriere Anteile zu kaufen. Aber natürlich löse ich diese Option nun nicht ein. Denn das wäre null Komma null kompatibel mit meinem Amt als Sportchef. Natürlich werde ich ausschliesslich im Sinne Gottérons handeln.»

«Es gibt Spieler im Team, die nicht funktionieren»

Und damit wird er nun bereits beginnen. «Es gibt mehrere Baustellen. Ich werde nun zunächst einmal alles mit Gerd diskutieren. Aber ich habe bereits meine Ideen.» Als Erstes wird sich Dubé auf die Suche begeben, und zwar nach einem Ersatz … für sich selbst. «Wir brauchen einen ausländischen Center mit Führungsqualitäten», sagt er. Sonst aber steht das Kader für nächste Saison auf dem Papier mehr oder weniger. «Ja, auf dem Papier schon. Aber es gibt im Team Spieler, die in Freiburg nicht funktionieren. Es braucht sicher noch Änderungen», sagt Dubé.

Auch wenn an der gestrigen Pressekonferenz die von vielen erwarteten spektakulären Ankündigungen ausblieben, bleibt es also dabei, dass der Klub vorhat, sich von einigen ungenügenden Spielern trotz laufenden Vertrages zu trennen. Thibaut Monnet und Joel Kwiatkowski sind sicher die heissesten Kandidaten dafür. «Es wird noch zu Spielertauschen kommen», sagt Berger.

Bezina weiter ein Thema

Gut möglich ist immer noch ein Engagement des Genfer Verteidigers Goran Bezina, obwohl Berger vor Monaten dazu gesagt hatte, dass es nicht der neuen Strategie des Klubs entspreche, gestandene Spieler, die ihre beste Zeit hinter sich haben, zu engagieren. «Es stimmt schon, dass das nicht die Strategie ist», sagte er gestern. Fügte aber gleich an: «Ich erfinde nun einfach einmal eine beliebige Situation: Wenn zum Beispiel ein Ausländer nicht die gewünschte Leistung erbringt, dann wäre ein gestandener Spieler natürlich allenfalls interessant, um für ein, zwei Jahre, diese Lücke zu füllen.» Ein Statement, das nicht gerade wie eine aus der Luft gegriffene Geschichte klingt, sondern danach, dass Gottéron hofft, Kwiatkowski durch Bezina zu ersetzen. «Ich dementiere, dass Bezina bei uns unterschrieben hat», sagt zwar Zenhäusern. Auf die Nachfrage, ob er auch dementiere, dass Bezina nächste Saison in Freiburg spielen wird, sagt er indes: «Nein, das kann ich nicht.»

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