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Von der Schwierigkeit, eigene Junge einzubauen

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Welche Chancen junge Eigengewächse in ihren Super-League-Klubs haben, hängt direkt mit den Ansprüchen und Zielen der jeweiligen Klubs zusammen. Bei Basel und YB haben es die Jungen nicht leicht.

Präsident Bernhard Burgener und Sportchef Marco Streller lösten beim FC Basel im Frühling 2017 Bernhard Heusler und Georg Heitz ab. Die erste Amtshandlung war der Verzicht auf einen neuen Vertrag mit Urs Fischer, der in seinen zwei Saisons am Rheinknie zweimal Meister und einmal Cupsieger geworden war.

Streller erläuterte an einer Medienkonferenz, wieso Fischer für die künftige Ausrichtung des FCB nicht mehr der richtige Cheftrainer sei. Streller sprach unter anderem von einem Konzept, bei dem mit Beginn der Saison mehr eigene junge Spieler ins Kader aufgenommen werden und einen definierten, mit dem Trainer abgesprochenen Anteil an Einsätzen bekommen sollten. Streller argumentierte hierfür mit dem Vorsprung von 17 Punkten, den Basel zum Zeitpunkt der Medienkonferenz auf den Zweiten (YB) hatte. Streller baute diesen Vorsprung in seine Überlegungen für die neue Saison ein. Er sagte, der FCB habe dank dieser erklecklichen Reserve „einen gewissen Spielraum“, um die Jungen unter der Saison konsequent zu fördern. Vor diesem Hintergrund war es logisch, dass Raphael Wicky vom U21-Trainer zum Cheftrainer befördert wurde.

Die Saison 2017/18 begann. Basel verlor in der 1. Runde in Bern 0:2. Seither – und bis heute – ist das angekündigte Jugendprojekt in der Schublade geblieben. Der als gegeben betrachtete Vorsprung auf die Konkurrenz stellte sich nie ein. Am Schluss jener Saison wurde aus dem „Guthaben“ von 17 Punkten ein Malus von 15 Punkten. Wicky wie seine Nachfolger Marcel Koller, Ciriaco Sforza und Patrick Rahmen stellten und stellen vor allem die besten Spieler des Kaders auf. Mit Rücksicht auf die Spielstärke also, aber ohne Rücksicht auf Herkunft und Alter.

Das war und ist nichts Verwerfliches, zumal auch ausserhalb der Schweiz fast alle Klubs mit hohen Ambitionen es so handhaben. Die Faustregel lautet: Je höher der Klub hinaus will, desto schwerer haben es die jungen Spieler aus der eigenen Nachwuchsbewegung.

Transfers nehmen den Jungen die Perspektiven

Der FC Basel hat auf diese Saison mit einer für die Schweiz beispiellosen Offensive auf dem Transfermarkt dem neuen Serienmeister YB den Fehdehandschuh hingeworfen. Viele Positionen sind mit Neuen doppelt besetzt. Von den jüngeren Eigenen spielen nur Eray Cömert und Raoul Petretta regelmässig. Die ebenfalls zum Kader gehörenden Afimico Pululu, Tician Tushi, Liam Chipperfield (Jahrgang 2004), Adrian Durrer, Carmine Chiappetta haben kaum realistische Einsatzchancen. Die hoffnungsvollen Julian von Moos und Yannick Marchand wurden an andere Klubs ausgeliehen.

Bei den Young Boys, die seit Jahren ein leistungsfähiges Kader unterhalten, Meister werden und in die Champions League kommen wollen, sieht es ähnlich aus. David von Ballmoos, Michel Aebischer und Sandro Lauper sind Leistungsträger und sogar Internationale, aber sie sind nicht mehr die Allerjüngsten. Die jüngsten Eigenen, die regelmässig spielen, sind Fabian Rieder und Felix Mambimbi. In den letzten Jahren haben Youngsters wie Miguel Castroman, Linus Obexer, Kwadwo Duah und Jan Kronig in der harten Konkurrenz des Kaders nicht promoviert. Eine Zeitlang wurden diese Eigengewächse temporär in andere Klubs umgetopft, heute sind sie alle verkauft.

Gegenbeispiel St. Gallen

Je bescheidener die Ansprüche der Klubs sind und je weniger Mittel sie für kostspielige Kader haben, desto grösser sind die Chancen der Eigengewächse. Und auch mit vielen Jungen lässt sich etwas ausrichten. Mit geringen Ambitionen gestartet, spielte der FC St. Gallen in der Saison 2019/20 bis zur vorletzten Runde um den Meistertitel, und zwar mit einer blutjungen Mannschaft. Noch heute sind sieben Youngsters im Kader, die entweder Stammspieler sind oder gute Einsatzchancen haben: Leonidas Stergiou, Betim Fazliji, Alessandro Kräuchi, Boris Babic, Tim Staubli, Patrick Sutter und Alessio Besio (Jahrgang 2004). Auch in Luzern und im Letzigrund beim FCZ ist der Boden für junge Spieler seit Jahren gedüngt.

Musterschüler Servette

Ein löblicher Sonderfall ist Servette. Als sie ab 2013 sechs Saisons lang in der Challenge League darbten, pflegten die Genfer eine gepflegte Nachwuchsförderung. Sie brachten aus dem eigenen Reservoir Spieler hervor, die heute als Spitzenspieler und Internationale längst in alle Winde zerstreut sind: Denis Zakaria, Kevin Mbabu, Ulisses Garcia, Becir Omeragic. Ebenfalls in Genf wurde Jean-Pierre Nsame an höhere Aufgaben herangeführt. Auch im heutigen Kader spielen junge Servettiens gute Rollen: Kastriot Imeri, Boris Cespedes und Alexis Antunes sind Beispiele.

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