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Von Gewalt geprägtes Leben

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Joyce Carol Oates stellt eine deutsche Familie vor, die in den 1930er-Jahren vor den Nazis flieht, im ländlichen New York aber ebenfalls nur Verachtung und Hass findet. Isoliert, gedemütigt und in bitterer Armut versuchen sich der ehemalige Mathematiklehrer Jacob Schwart aus München, seine Frau Anna und die drei Kinder am Rande eines kleinen Friedhofs durchs Leben zu schlagen.

Ein Neuanfang

Die Geschichte endet tragisch, mit einem Mord und einem Selbstmord. Die 13-jährige Tochter überlebt nur knapp, ist aber auf Dauer traumatisiert und wird für den Rest ihres Lebens von Gewalt verfolgt. Sie übernimmt die Identität einer Fremden und fängt noch einmal ganz von vorne an.

«Geheimnisse» ist ebenso düster und beklemmend wie inspirierend. Die Schilderungen der hoffnungslosen Situation des Totengräbers und seiner psychisch und körperlich kranken Frau gehen unter die Haut.

Hier spricht Oates, die selbst unter einfachsten Bedingungen aufwuchs, aus eigener Erfahrung. Weniger überzeugend ist das «gute» Leben, das sich Rebecca Schwart alias Hazel Jones mit ihrem Überlebenswillen in der neuen Welt erkämpft. im

Joyce Carol Oates: «Geheimnisse», Aus dem Amerikanischen übersetzt von Silvia Morawetz, S. Fischer Verlag, Frankfurt 2010, 671 Seiten.

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