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Wasserqualität in sechs Punkten

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Wasserqualität in sechs Punkten

Ab 2004 gilt eine jährliche Informationspflicht für die Wasserversorger

Wenn der Kantonschemiker über Wasserqualität spricht, bezieht er sich auf das Trinkwasser im Verteilnetz, also das Wasser zwischen Reservoir und Hausanschluss. Darüber will Hans-Sepp Walker auch am «Wissenschaftlichen Café» vom kommenden Donnerstag Auskunft geben.

Von CAROLE SCHNEUWLY

«Wenn man über die Qualität des Trinkwassers spricht, werden oft Äpfel mit Birnen verglichen», stellt Kantonschemiker Hans-Sepp Walker fest. Es sei zu unterscheiden zwischen dem Wasser zwischen Entnahmestelle und Reservoir (Quell-, Grund- oder Oberflächenwasser), dem Wasser zwischen Reservoir und Hausanschluss (Trinkwasser im Verteilnetz) und schliesslich dem Trinkwasser in den Hausinstallationen.

Die Lebensmittelkontrolle respektive die Kantonschemiker sind primär zuständig für das Wasser im Verteilnetz, dessen einwandfreie Qualität die einzelnen Wasserverteiler während des ganzen Jahres zu gewährleisten haben. Damit die Bevölkerung über die Qualität des Netzwassers Bescheid weiss, wurde bei der Revision der Lebensmittelverordnung 2002 eine Informationspflicht nach europäischem Vorbild festgeschrieben.

Jährliche Qualitäts-Information

Ab 2004 ist damit jede Wasserversorgung verpflichtet, wenigstens einmal jährlich über die Qualität des abgegebenen Trinkwassers zu informieren. Gemäss einer Vereinbarung der Kantonschemiker soll diese Information mindestens sechs Elemente enthalten, die Hans-Sepp Walker für die FN kurz kommentiert hat:
l Chemische und mikrobiologische Qualität des Trinkwassers: «Das wichtigste hygienische Qualitätskriterium. Das Wasser wird auf Fäkalbakterien und Keime untersucht. Bei Normenverletzungen wird gefragt, was gegen die Ursache unternommen wurde.»
l Gesamthärte in französischen Härtegraden: «Sie misst die Kalk- und Magnesiumteilchen im Wasser. Die Information über die Wasserhärte hilft Hausfrauen und -männern bei der Dosierung von Waschmitteln.»
l Nitratgehalt: «Beim Netzwasser haben wir heute im Kanton Freiburg keine Nitratprobleme mehr. Auch beim Grundwasser können wir – wie in anderen Kantonen – eine Stabilisierung oder sogar einen Rückgang feststellen.»
l Herkunft: «Wie bei jedem Lebensmittel ist die so genannte Rückverfolgbarkeit für den Konsumenten auch beim Wasser eine wichtige Qualitätsgarantin.»
l Behandlung: «Hier interessiert primär, ob das Netzwasser mit Chlor, Ozon oder UV behandelt wurde.»
l Kontaktadresse: «Unter dieser Adresse soll der Konsument weitere Informationen erfragen können.»

Verantwortung der Hauseigentümer

Anders als beim Netzwasser liegt die Verantwortung für das Wasser in den Hausinstallationen beim Hauseigentümer. Wer ein Haus baut, sollte laut dem Kantonschemiker Folgendes beachten: Man soll erstklassiges Material verwenden und die Installierung Fachleuten überlassen. Ausserdem könne das Wasser in kleinen Leitungen schneller fliessen, und eine gute Isolation halte die Temperatur niedrig.

Schliesslich hat Hans-Sepp Walker noch einen altbekannten Tipp für jeden Tag: Will man Leitungswasser trinken, sollte man es unbedingt vorher einen Moment laufen lassen, um nicht Wasser zu konsumieren, dass möglicherweise bereits während Stunden in der Leitung gestanden hat.

«Wissenschaftliches Café» zum Thema «Was tropft aus unserem Wasserhahn?»: Donnerstag, den 11. Dezember, von 18 bis 19.30 Uhr im Restaurant Central, Freiburg. Ausser Hans-Sepp Walker nehmen teil: Bruno Schädler vom Bundesamt für Wasser und Geologie, Franz Becker vom Amt für Umwelt Freiburg, Pierre Studer vom Bundesamt für Gesundheit sowie ein Vertreter von Culligan-Leman Lausanne. Eintritt frei. Weitere Informationen unter www.unifr.ch/science/cafes-scientifiques.
Schreckgespenst
Pestizid

«Die Hälfte aller Grundwasserfassungen in landwirtschaftlich genutzten Gebieten ist mit Pestiziden belastet», liess das Buwal diesen August verlauten. Für Kantonschemiker Walker sind solche Publikationen fragwürdig, weil die veröffentlichten Zahlen in keine Relationen gesetzt werden. So habe man im vorliegenden Fall nicht gesagt, dass die Verunreinigungen weit unter den für das Trinkwasser gültigen Normen lagen (siehe auch Kasten zum Nitrat).

Walker warnt vor Überreaktionen: «Hätte man bessere Analyse-Möglichkeiten, würde man in jedem Liter Wasser in der Schweiz Moleküle eines Pestizids oder anderer Substanzen finden.»

Nullwerte seien unrealistisch: «Jede menschliche Aktivität hat Auswirkungen auf das Wasser. Wollte man das verhindern, müsste man Aktivitäten wie die Landwirtschaft oder das Autofahren verbieten.» cs

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