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Waterloo der Defensive in den Bergen

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Autor: frank stettler

16:27 Minuten waren in Davos gespielt, da zeigte der Anzeigewürfel hoch über dem Eis bereits 4:0 für den Meister an – und damit die ganze Misere der Freiburger in diesem unrühmlichen Saisonstart. Es war das Waterloo der Defensive, das Gottéron im Startviertel in Kauf nehmen musste. Guggisberg mit dem ersten Schuss aufs Tor von Caron (4.), zweimal Forster im Powerplay (6. Und 11.) sowie erneut Guggisberg nach einem Konter (17.) sorgten schnell für klare Verhältnisse.

Anfälligkeit auf Konter

Es war ein Lehrstück an Effizienz. Auf den Logenplätzen sassen dabei nicht zum ersten Mal die Freiburger Verteidiger. Die vifen Bündner deckten die Defizite in der Hintermannschaft der Gäste gnadenlos auf. Die Vorgabe von Trainer Pelletier, die eigene blaue Linie abzuriegeln, konnte nicht im Geringsten umgesetzt werden – nicht zuletzt wegen simpler Abstimmungsprobleme in den jeweiligen Verteidiger-Duos.

Hinzu kommt die extreme und beängstigende Anfälligkeit für Konter. Immer wieder konnte sich Davos Überzahlsituationen im Freiburger Drittel erspielen. Bei aller Kritik an den Backs: Auch die Stürmer sind nicht von Schuld freizusprechen. «Es stehen schliesslich fünf Spieler auf dem Eis», sagte der niedergeschlagene Corsin Casutt, Torschütze zum 1:4. Die Hypothek aus dem Startviertel konnte in der Folge nicht wettgemacht werden.

Es fehlt ein Stratege in der Verteidigung

Warum Pelletier als fünften Ausländer einen weiteren Stürmer an Stelle eines Verteidigers geholt hat, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben. Denn so viele Tore kann auch ein Michel Ouellet (er spielte für Mark Mowers), der in seinem ersten Ernstkampf seit Februar (!) wenig überraschend keine Akzente neben dem erneut diskreten Serge Aubin setzen konnte, gar nicht schiessen, um all die defensiven Aussetzer zu kompensieren. «Es war nicht einfach für mich. Ich brauche noch eine Woche Training, um mich an die grösseren Eisfelder und das Team zu gewöhnen», sagte der Québécois, der selbstverständlich noch nicht beurteilt werden kann.

Was der mittlerweile komplett verunsicherten Freiburger Equipe indes fehlt, ist ein Verteidiger von Format, der das Spiel mit Ruhe und Übersicht aufbauen kann. Einer, der den ersten Pass spielen kann und im Powerplay die Fäden zieht. Shawn Heins, dem nebst der fehlenden Form zusätzlich das Pech an den Kufen klebt, erfüllt diese Anforderungen (momentan) jedenfalls nicht. In Davos hatte sein Arbeitstag im Spital geendet, nachdem er von Grégory Sciaroni mit einem Bandencheck niedergestreckt worden war. Eine erste Diagnose ergab einen erheblichen Bluterguss im Rückenbereich. Der Kanadier wird wohl einmal mehr auf die Zähne beissen und bereits am Freitag gegen die Lakers wieder spielen.

Nach acht Spielen und sieben Niederlagen ist guter Rat bei den Freiburgern teuer. Serge Pelletier ist gefordert wie noch nie bei Gottéron. «Wir konnten nie mit dem Tempo und der Intensität der Davoser, die am Vortag spielfrei hatten und deshalb frischer waren, mithalten», so der Trainer, der einmal mehr das Verletzungspech beklagte. Die Ausfälle von mehreren Leistungsträgern sind in der Tat ein Handicap, dürfen jedoch nicht als Entschuldigung für eine solche völlig ungenügende Leistung wie im Bündnerland herhalten.

Es gibt auch gute Nachrichten

Gute Nachrichten gibt es vom schmerzlich vermissten Julien Sprunger, der laut eigener Aussage heute wieder vorsichtig ins Mannschaftstraining einsteigen wird. Die schlechte kommt von Sandy Jeannin: Dessen Hirnerschütterung dürfte schwerwiegender sein, als zunächst angenommen. Die Dauer seiner Absenz lässt sich nicht bestimmen.

Lichtblicke gibt es momentan für die Saanestädter wenige. Einer war am Samstag das NLA-Debüt des 18-jährigen Stürmers Kilian Mottet. Der letztjährige Topskorer der Elite-A-Junioren schuf sich gar die eine oder andere gefährliche Situation. Ein gewisser Julien Sprunger hatte ebenfalls in Davos erstmals NLA-Luft geschnuppert. Möge es in diesen ungemütlichen Zeiten für die Drachen ein gutes Omen sein.

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