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Wenn niemand vom Sieger spricht

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Für einmal sprach niemand vom Sieger. Selbst David Ferrer machte sich Sorgen um Nadals Gesundheitszustand. Freuen über den zweiten Halbfinaleinzug an einem Grand-Slam-Turnier nach dem US Open 2007 konnte er sich nicht. Ferrer: «Ich musste auf mich schauen. Es ist nicht einfach, die Konzentration zu bewahren, wenn auf der anderen Seite des Netzes ein Freund leidet. Für mich ist das kein richtiger Sieg. Denn ich weiss: Wäre Nadal nicht verletzt gewesen, hätte ich in drei Sätzen verloren.»

Früh verletzt

Was aber war passiert? Was handicapierte Nadal? «Ich kann es nicht sagen. Ich weiss es auch nicht.» Der Weltranglistenerste wollte nicht näher auf sein offensichtliches Problem eingehen – er wollte Ferrers Sieg in keiner Weise schmälern. Nach mehrmaligem Nachfragen sagte Nadal dann aber doch noch etwas: «Ganz am Anfang der Partie tauchte wie ein Blitz aus heiterem Himmel ein Problem auf. Und danach war die Partie eigentlich schon vorbei.»

Bei welchem Ballwechsel oder bei welchem Schritt Nadal sich genau etwas zerrte, wurde auch beim Nachstudium der Startphase nicht ersichtlich. Irgendwann während des zweiten Games, welches fast 20 Minuten dauerte (!), muss es passiert sein. Beim Stand von 0:2 teilte Nadal jedenfalls dem Schiedsrichter mit, dass er beim nächsten Seitenwechsel den Physiotherapeuten benötige. Nadal liess sich bei 1:2 ausserhalb des Centre-Court behandeln. Er kehrte mit einbandagiertem linkem Oberschenkel und Tränen in den Augen auf den Platz zurück. Ihm war schon zu diesem frühen Zeitpunkt klar, dass aus dem «Rafa Slam» nichts mehr werden würde.

Sorge um Image

Nadal fightete in der Folge so gut es ging. Im ersten Satz holte er beinahe einen 2:5-Rückstand auf. Nach dem 2:1 im zweiten Satz und einer längeren Pause wegen des «Australia Day Feuerwerks» verlor Nadal bis zum 4:6, 2:6, 0:3 aber acht Games hintereinander. Die physischen Probleme waren offensichtlich. Nadal konnte nicht mehr mit voller Kraft aufschlagen und sah sich zudem seiner grössten Stärke (Laufarbeit, Defensivspiel) beraubt. Ferrer gelangen 44 Gewinnschläge gegen Nadal. Unter normalen Umständen, das weiss auch Ferrer, «wäre das nicht möglich». Warum also wollte Nadal sein Handicap verleugnen? Nadal: «In Doha erkrankte ich vor dem Ausscheiden. Nun das Problem am Australian Open. Ich will nicht wieder das Image verpasst bekommen, der Nadal habe ständig etwas …»

Schlechter Januar

Auf jeden Fall erwies sich der Januar für Nadal wiederum als ein schlechter Monat. Nadal: «Ich habe alles dafür getan, damit ich mich im Januar in Topform befinde. Beim Einladungsturnier in Abu Dhabi fühlte ich mich grossartig. Dann folgte aber in Doha die Viruserkrankung. So etwas schwächt den Körper, und wohl deshalb taucht in Melbourne plötzlich ein Problem auf, das ich vorher noch nie hatte. Aber ich kann akzeptieren, dass nicht immer alles perfekt für mich laufen kann.»

Rafael Nadal wird sich von der Zerrung erholen. Er geht davon aus, dass er keine zusätzliche Pause benötigt. Nadal ist ein äusserst abergläubischer Mensch und wird dem Australian Open auch etwas Positives abgewinnen. Vor einem Jahr hatte Nadal ebenfalls in den Viertelfinals gegen Andy Murray wegen Knieproblemen aufgeben müssen – und in der Folge gelang ihm die stärkste Saison seiner Karriere.

Halbfinal Ferrer – Murray

David Ferrer trifft am Freitag im Halbfinal auf Andy Murray. Der Schotte kann als Nächster von Nadals Ausscheiden profitieren; an einen weiteren Erfolg Ferrers glaubt fast niemand. Der 28-Jährige aus Valencia gewann zwar schon dreimal gegen Murray, aber stets auf Sand. Und Murray trat bislang in Melbourne äusserst souverän auf. Im Viertelfinal gegen den erstaunlich starken Ukrainer Alexander Dolgopolow (ATP 46) gab er erstmals im Turnier einen Satz ab (7:5, 6:3, 6:7, 6:3). Si

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