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Wetterpech am diesjährigen Friair

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Pascal Jäggi

FreiburgHartgesottene Openairfans zuckten angesichts der miserablen Witterung kurz mit den Schultern. Dann hiess es Pelerine auspacken oder direkt vor die Bühne stehen, wo eine am ungenutzten Eisenbahnwagen befestigte Blache Schutz bot. Nur, das Friair ist auf mehr oder weniger spontane Besucher angewiesen, und diese blieben in diesem Jahr wohl grösstenteils aus.

Leichte Änderungen mussten von der Fries-Equipe vorgenommen werden. Dank der Durchsetzung der Bologna-Reform an der hiesigen Universität endet das Semester heuer einen Monat früher, also musste auch das Festival um einen Monat vorverschoben werden, womit das Risiko stieg, schlechtes Wetter einzufangen.

Lärmproblem zwingt zu Kreativität

Kaum war am Freitag um 18.30 Uhr der Konzertreigen durch die slowenischen Skapunker «Los Nipples» eröffnet, erschien eine Polizeipatrouille, die um mehr Rücksicht auf die Patienten der nahen Clinique Générale bat. Kurzerhand wurde die Hälfte der Konzerte nun ins Innere der Villa verlegt, keine schlechte Lösung.

In gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre konnten die Zuschauer die Auftritte der Holländer «Flight 195» sowie am Samstag diejenigen von «Groombridge» und den einheimischen «Lundegaards» verfolgen. Nicht dass die Musik zum Zurücklehnen verleitet hätte, insbesondere Flight 195 lieferten ein furioses Set ab, emotionaler Punk vom Feinsten, gepaart mit hartem Rock und zusammen mit dem Zürcher Reggaeartisten «Elijah» sicher der Höhepunkt der beiden Tage. Begleitet von den «Dubby Conquerrors» bewies Letzterer, dass «Züritütsch» eine ideale Sprache für Reggae ist, wobei er sich in bester Gesellschaft mit seinem «Landsmann» Phenomden weiss. Leider war sein Konzert das letzte am Freitag, was bedeutete, dass es zum Schluss von der Polizei unterbrochen wurde. Die Ruhezeit der Nachbarn geht vor, Nachteil eines Festivals, das nicht auf dem Obermaggenberg oder im Weiler Bonn stattfindet.

Brave Rocker und begabte Jazzer

Keine Probleme damit hatte die Hauptband des Samstags, die Bieler «Modern Day Heroes». Brav beendeten die drei Neorocker ihren Auftritt um 23.30 Uhr. Zuvor brachten sie doch noch etwas Bewegung in die träge Masse der Zuschauer, dank geschicktem Marketing. Wer am abgefahrensten rockte, bekam eine CD geschenkt.

Technisch hochstehend spielten die deutschen «Tom Jerry» am frühen Abend. Skajazz nannte sich das Ganze und verband wilde Soli mit tanzbarer Musik, ein Sänger wurde nicht vermisst und hätte die Musik wahrscheinlich eher gestört als bereichert. Keine Unbekannten sind die «Lundegaards», ihr Rock’n’Roll erklang schon verschiedentlich in der Region. Mit neuem Bassisten ausgestattet, lieferten die Freiburger einen souveränen Auftritt, auch wenn das Publikum nicht gerade mitgerissen wurde.

Was bleibt? Zwar sind die Unifeste in Bern oder Zürich spektakulärer, Freiburg hat jedoch sicher das gemütlichste von allen.

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