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Wie der Reitsport beim Sprachenlernen helfen kann

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Patricia Pullin verbindet Sprachenlernen gerne mit einem Hobby – in ihrem Fall dem Reiten.
Aldo Ellena

Jeder und jede kann eine Sprache lernen, davon ist die Wahlfreiburgerin Patricia Pullin überzeugt. Die Sprachlehrerin hat dazu Tipps und Tricks auf Lager.

Liebevoll striegelt Patricia Pullin das Pferd, und es geniesst diese Streicheleinheiten. Das Vertrauensverhältnis zwischen ihr und der Freiberger-Stute ist offensichtlich. «Ja, wir sind ein eingespieltes Team», bestätigt Patricia Pullin. Seit gut fünf Jahren kommt sie regelmässig nach St. Ursen in den Pferdestall von Heribert Stritt, um ihrem Hobby zu frönen. «Zum Reiten ist es herrlich hier», ruft sie begeistert aus, «gleichzeitig habe ich dabei viele Gleichgesinnte kennengelernt und kann dadurch meiner zweiten Leidenschaft nachgehen: die deutsche Sprache noch besser zu lernen.»

Die Wahlfreiburgerin Patricia Pullin war zeitlebens von Sprachen begeistert. In der Schule lernte sie nebst ihrer Muttersprache Englisch (siehe Kasten) auch Französisch und Latein. Sie studierte Erziehungswissenschaften und spezialisierte sich auf das Unterrichten von Englisch an Fremdsprachige. Sie hat dabei zahlreiche Erkenntnisse zum Sprachenerwerb gewonnen, die sie nun zusammen mit einer Kollegin in einem Buch veröffentlicht hat.

Ziele setzen

Patricia Pullin ist überzeugt: «Alle können eine Fremdsprache erlernen, egal in welchem Alter.» Dafür sei keine besondere Fähigkeit notwendig. «Wichtig ist die Motivation. Wenn man wirklich etwas will, dann erreicht man es auch.» Egal ob jemand eine neue Sprache erlernen oder seine Grundkenntnisse in einer Fremdsprache vertiefen will, wichtig sei, sich über seine Ziele klar zu werden. «Will ich mich in den Ferien mit den Einheimischen unterhalten können? Brauche ich vertiefte Sprachkenntnisse, um meine Geschäftspartner besser verstehen zu können?»

In einem zweiten Schritt geht es um die Umsetzung: Das grosse Ziel wird in kleinere, erreichbare Ziele unterteilt. Zum Beispiel: «Ich habe Grundkenntnisse in Spanisch. Für die Ferienreise will ich meinen Wortschatz verbessern, damit ich auf dem Markt und in den Geschäften einkaufen gehen kann. Ich erlerne jeden Tag 20 neue Wörter, übe sie und baue sie in Standardsätze ein.»

Jeden Tag üben

Wichtig ist für Patricia Pullin, dass man die sprachlichen Aktivitäten in den Alltag einbaut, sei dies beim Radiohören, beim Zeitunglesen oder beim Fernsehen. «Mit den heutigen digitalen Mitteln wird der Spracherwerb noch einfacher. Man kann verpasste Sendungen zeitunabhängig ansehen oder hören. Es gibt Applikationen zum Erlernen eines Wortschatzes. Es gibt Chat-Foren, auf denen man sich mit anderen austauschen kann. Auf Youtube kann man Musik hören und gleichzeitig den gesungenen Text dazu lesen.»

Wichtig ist für sie, dass man jeden Tag kurze Spracheinheiten einbaut. Nach wie vor gibt es auch die «klassischen» Mittel : Sprachkurse in Gruppen oder privat und im Tandem. Bei letzterem treffen sich zwei Personen regelmässig und bringen einander ihre jeweilige Muttersprache näher.

Senslerdeutsch als Fernziel

Wenn man die kleineren Ziele erreicht, soll man sich dafür belohnen, meint Patricia Pullin schmunzelnd: «Das hält die Motivation aufrecht.» Besonders motivierend und erfolgversprechend ist für sie, wenn man ein Hobby mit dem Spracherwerb verbinden kann.

So wie sie mit dem Reiten: «Dabei treffe ich auf Personen, die mein Interesse teilen. Ich kann mich darüber in der Sprache unterhalten, die ich erlernen oder vertiefen will. Es braucht dazu einen langen Atem. Am Anfang verstehe ich vielleicht nicht so viel und mache auch Fehler. Aber das Gegenüber hat Verständnis, und mit der Zeit werde ich immer besser. Durch das Üben gewinnt man an Selbstvertrauen.»

Eine Sprache zu lernen, bedeutet für Patricia Pullin auch, dass man Land und Leute besser kennen- und verstehen lernt. Sie hat für sich ein weiteres ambitioniertes Ziel gesetzt: Nach Vertiefung der hochdeutschen Sprache will sie Senslerdeutsch verstehen lernen.

Zur Person

Patricia Pullin stammt ursprünglich aus dem Süden Englands. Aufgewachsen ist sie in der Nähe von Bristol in einer Familie, die Sprachen sehr zugetan war. Bereits mit acht Jahren kam sie mit Französisch in Berührung – und die Faszination für diese Sprache blieb. Als junge Erwachsene kam sie nach Genf, um ihre Französischkenntnisse zu verbessern, und blieb in der Schweiz. Seit mehr als 20 Jahren wohnt sie in Freiburg und ist von der Stadt und ihrer Zweisprachigkeit angetan. Patricia Pullin hat einen Master in Erziehungswissenschaften. Während Jahrzehnten hat sie unter anderem an Hochschulen (Uni Freiburg, Uni Zürich, ETH Zürich, Uni Basel) und an Volkshochschulen Englisch für Fremdsprachige unterrichtet.

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