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Wie die Stadt Freiburg sich mit Sensoren und Videokameras auf den Schnee vorbereitet

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Für das Team des Winterdienstes in der Stadt Freiburg ist es eine wichtige Entscheidungshilfe: Sensoren und Videokameras in den Quartieren Schönberg und Beauregard lösen Alarm aus, wenn rutschige Strassen drohen. Die Stadt hat den FN das System vorgestellt.

Im Winter spielen zwei Bushaltestellen eine Schlüsselrolle für die Stadt Freiburg: Im Schönberg-Quartier ist es die Haltestelle Dunant und im Beauregard-Quartier die Haltestelle Bethléem. Wer genau hinschaut, wird dort metallene Ringe im Strassenbelag und eine Videokamera entdecken. «Die sind für uns unverzichtbar», sagt Marc-André Neuhaus, stellvertretender Leiter des Strasseninspektorats. Denn bei den Ringen handelt es sich um Sensoren, die in Echtzeit wichtige Daten für den Winterdienst liefern.

Dass die Stadt Freiburg bei der Installation des Systems im Jahr 2019 genau diese Orte in den Quartieren Schönberg und Beauregard ausgewählt hat, ist kein Zufall. «Die Haltestelle Dunant ist der höchste Punkt im Strassennetz der Stadt. Der Abschnitt vor der Haltestelle Bethléem liegt oft im Schatten. Zudem ist es eine wichtige Verkehrsachse, die zum Kantonsspital führt», erklärt Neuhaus.

Er sowie zwei weitere Personen, die jeweils im Wochenturnus verantwortlich sind für den Winterdienst, können jederzeit via Computer und Smartphone unter anderem Angaben zur Lufttemperatur, zur Bodentemperatur, zur Dicke des Wasserfilms auf der Strasse oder zum Taupunkt abrufen. Ständig müssen sie die Werte nicht im Blick haben. Denn das System schlägt selbst Alarm, wenn rutschige Strassenverhältnisse drohen.

Über ihr Smartphone rufen die Verantwortlichen des Winterdienstes die Messwerte der Sensoren ab.
Jean-Michel Wirtz

Videokameras filmen Strasse

Neuhaus klickt sich am Computer durch den letzten Winter, bis er den Tag des 2. Januar erreicht. «Damals löste das Programm um 1.24 Uhr Warnstufe 2 aus», sagt er und zeigt auf die rot eingefärbte 2 auf dem Bildschirm. Auf einer Grafik liest er die Werte ab, die damals an den beiden Stationen gemessen wurde. «Die Sonden meldeten, dass sich nur noch wenig Streusalz auf der Strasse befand, die Bodentemperatur sank in den Minusbereich und es war feucht. Das System löste die Warnung aus, weil bei weiterhin unveränderten Bedingungen ein Glatteisrisiko entstehen würde.»

Die Daten der Sensoren seien eine Entscheidungshilfe für den Winterdienst, aber sie alleine bestimmten nicht, ob und wie viele Streufahrzeuge und Mitarbeitende in den Einsatz müssten, betont Neuhaus. «Den Menschen und seine Erfahrungswerte braucht es nach wie vor.» So begebe sich bei jedem Alarm, ob am Tag oder in der Nacht, ein Verantwortlicher für den Winterdienst an den Computer oder nehme das Smartphone hervor, um sich einen Eindruck von der Lage zu verschaffen.

Dabei helfen auch zwei Videokameras, welche auf die Sensoren in der Strasse ausgerichtet sind. «Deren Aufnahmen werden nicht gespeichert», versichert Neuhaus und wechselt auf den Bereich Kamera: Vom 2. Januar gibt es keine Bilder. Nun zeigt er die aktuellen Bilder der Kameras. Zu jeder Messstation gibt es ein Standbild, das einmal pro Minute aktualisiert wird. Mal ist ein Teil eines Busses zu sehen, mal eine Motorhaube eines Autos und einmal der Kopf einer Passantin. «Wer oder was auf den Fotos auftaucht, spielt für uns keine Rolle», so Neuhaus. «Uns interessiert auf diesen wechselnden Fotos der Zustand der Strasse.» Nur die drei Verantwortlichen des Winterdienstes könnten auf die Kamerafotos zugreifen. Im Sommer seien die Kameras ausser Betrieb.

Rund um die Uhr bereit

Wie viele Fahrzeuge und Mitarbeitende des Strasseninspektorats bei Schneefall oder gefrierenden Strassen in den Einsatz kommen, kann Neuhaus nicht genau sagen. «Das hängt ganz von der Intensität ab. Wir passen uns an die jeweilige Situation an.» Für die Mitarbeitenden des Strasseninspektorats sei der Winter eine herausfordernde Jahreszeit. Rund um die Uhr müssen sie bereit sein, in ihr Auto zu steigen und zur Abfallsammelstelle Neigles zu fahren, wo sich der Werkhof der Stadt Freiburg befindet und die Streu- und Räumfahrzeuge parat stehen. «Aber das ist Teil von unserer Arbeit», sagt Neuhaus, der nun seinen 34. Winter im Dienste der Stadt Freiburg erwartet.

Winterdienst

Bei Stau bleiben auch die Räumfahrzeuge stecken

«Vorausschauend zu handeln, ist wichtig», sagt Marc-André Neuhaus, stellvertretender Leiter des Strasseninspektorats der Stadt Freiburg. «Aber wenn es in der Hauptverkehrszeit beginnt zu schneien, können wir fast nichts mehr machen. Denn staut es in der Stadt, kommen auch unsere Räum- und Streufahrzeuge nicht voran.» Besonders ärgerlich sei es, wenn Fahrzeuge mit Sommerreifen stecken bleiben, und so zu einem Hindernis werden für die anderen Autos, Busse und den Winterdienst.

Wo ein Streu- und Räumfahrzeug vorbeifährt, ist nicht dem Zufall überlassen. «Jeder Fahrer hat einen Plan mit seiner Route. Zuerst machen wir die Hauptverkehrsachsen frei, auf denen Busse verkehren und häufig Ambulanzen fahren. Danach kümmern wir uns um die anderen grossen Strassen und schliesslich die Quartierstrassen.» Neuhaus bittet um Geduld: «Wir können nicht überall gleichzeitig sein, wenn es schneit.»

Besonders viel Arbeit mache ein ständiger Wechsel zwischen Schnee und Regen. «Dann müssen wir wiederholt fahren.» Der Wunschtraum von Neuhaus ist Schneefall von Mitternacht bis drei Uhr. «Dann fahren wir um drei Uhr los und alles ist geräumt, wenn sich die ersten Pendlerinnen und Pendler am Morgen auf den Weg zur Arbeit machen.» jmw

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