Ski alpin 15.03.2018

Michael Brügger weiterhin glücklos

Kein Wettkampfglück für Michael Brügger an den Paralympics: Der Sensler Behindertenskifahrer scheidet im Riesenslalom aus.

Einen Tag nach dem Ausscheiden in der Super-Kombination hat es für den Plasselber Ski-Rennfahrer Michael Brügger an den Paralympics in Südkorea eine weitere Enttäuschung abgesetzt. Der 35-Jährige schied in Pyeongchang im Riesenslalom der Kategorie Stehend im zweiten Lauf aus – in jener Disziplin, in der er vor 20 Jahren bei seinem Paralympics-Debüt in Nagano (Japan) die Silbermedaille gewonnen hatte.

Damit steht Brügger bei den diesjährigen Titelkämpfen nach wie vor mit seinem 17. Platz in der Abfahrt und Rang 21 im Super-G zu Buche. Eine fünfte und letzte Chance, seine persönliche Bilanz zu verbessern, erhält der Behindertenskifahrer am Samstag im Slalom.

Théo Gmür gewinnt seine dritte Goldmedaille

Deutlich besser lief es dem 22-jährigen Théo Gmür. Er gewann nach der Abfahrt und dem Super-G auch den Riesenslalom. Für den Walliser Senkrechtstarter, der an der WM 2017 mit Silber im Riesenslalom erstmals in Erscheinung trat, war das Rennen in seiner Spezialdisziplin das wichtigste in der bisherigen Karriere. «Ich war extrem nervös, verspürte während des ersten Laufs Bauchkrämpfe. Jetzt bin ich müde, einfach nur müde. Den Slalom werde ich nicht bestreiten. Ich möchte jetzt die Paralympics einfach nur geniessen», erklärte der Gesamt- und Riesenslalom-Weltcupsieger. «Es ist unfassbar, was da passiert ist. Ich kann es noch nicht richtig einordnen. Sogar Bundesrat und Sportminister Guy Parmelin hat mir gratuliert», erzählte der seit Geburt an Hemiplegie leidende Magglinger Sportstudent.

Mit Thomas Pfyl (9.) klassierte sich ein weiterer Schweizer im Riesenslalom in den Top Ten, Robin Cuche schied wie Michael Brügger aus.

Exploit von Victor

Für den zweiten Exploit des Tages sorgte die seit Mai 2017 eingebürgerte Stefani Victor. Die in Park City und Los Angeles lebende und mit dem Walliser Marcel Kuonen (Coach der Mexikaner) verheiratete Amerikanerin holte sich mit Rang 4 im Riesenslalom in der Kategorie Sitzend ihre bisher beste Klassierung im Schweizer Dress. 2006 in Turin und 2010 in Vancouver gewann sie noch paralympisches Gold für Amerika, in Sotschi 2014 war Victor schwer gestürzt. «2019 will ich bei der Heim-WM in Obersaxen eine Medaille gewinnen.»

ms/Bild Key