Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Wir müssen uns nicht verstecken»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

 Jonathan Kazadi, Olympic hat die Qualifikation nach einem starken Beginn und einem Tief in der zweiten Saisonhälfte auf Rang zwei abgeschlossen. Welche Zwischenbilanz ziehen Sie?

Im Grossen und Ganzen war die Qualifikation sicher nicht schlecht. Der zweite Platz ist eine gute Ausgangslage für die Playoffs. Aber wenn man berücksichtigt, wie wir in die Saison gestartet sind und dann plötzlich nachgelassen haben, wäre auch mehr möglich gewesen.

 

 Welches sind die Gründe für dieses Nachlassen?

Das ist schwer zu sagen. Ein Grund war bestimmt der Abgang von Brendon Polyblank an Weihnachten (Red.: der Neuseeländer kehrte in seine Heimat zurück, um seinem schwer kranken Vater beizustehen). Grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass eine Saison immer aus verschiedenen Phasen besteht. Als es uns zu Saisonbeginn gut lief, war alles einfach. Klappt dann einmal alles ein bisschen weniger gut, ist es schwer, aus diesem Teufelskreis herauszukommen. Aber warum genau wir eingebrochen sind, kann ich nicht sagen.

 

 Es scheint, als ob sich die Mannschaft in den letzten Qualifikationsspielen aber wieder gefangen hat.

Tatsächlich konnten wir gegen Schluss wieder etwas zusetzen. Wenn wir nun die Playoffs gut beginnen können, sieht es sicher positiv aus für uns.

 

 Sind die Enttäuschungen im Schweizer Cup (Niederlage im Halbfinal) und im Liga Cup (Niederlage im Final) vergessen?

Im Schweizer Cup hatten wir gegen Massagno wirklich eine sehr gute Möglichkeit. Diese Niederlage ist heute noch sehr bedauerlich. Ich denke aber, dass wir einzelne Spiele jetzt abgehakt haben, auch wenn das Gefühl, dass mehr dringelegen wäre, noch da ist. Wir müssen nun aber definitiv darüber hinwegkommen, vorwärts schauen und uns vor Augen führen, was noch alles möglich ist.

 

 Mit den Playoffs, so sagt man, beginnt eine neue Saison.

Ja, die Playoffs sind etwas ganz anderes. Man spielt ein paar Mal gegen denselben Gegner und weiss, dass es vorbei ist, wenn man verliert. Oft wird auch härter gespielt und die Intensität und der Rhythmus ist höher. Wir alle freuen uns sehr, dass es endlich losgeht.

 

 Welchen Eindruck haben Sie von Viertelfinalgegner Basel, gegen den Ihre Mannschaft das letzte Spiel verloren hat?

Die Starwings waren unter Wert klassiert. Die Basler haben schlecht begonnen, konnten sich dann aber steigern und haben zuletzt ja auch noch den Trainer gewechselt. Wir werden sie nicht unterschätzen. Das wäre schlecht, zumal wir ja die letzte Direktbegegnung gegen sie verloren haben. Die Starwings haben gute Spieler unter dem Korb. Unser Vorteil ist die Bank. Bezüglich Ersatzspielern ist Basel nicht gut besetzt. Wenn wir auf unserem Niveau spielen, sollten wir die Serie gewinnen. Es wäre aber fatal, bereits an die nächste Runde zu denken.

 

 Dennoch, was liegt für Olympic in diesen Playoffs drin?

Wir müssen uns sicher nicht verstecken. Wir haben in der Qualifikation jeden Gegner schlagen können und zu Hause nur gerade ein Spiel verloren. Aber das Meisterrennen ist eng. Nicht nur wir und Genf, sondern auch andere Teams dürfen sich Hoffnungen machen. Es ist deshalb wichtig, dass wir von Serie zu Serie schauen.

 

 Mit Matt Shaw hat sich Olympic kurz vor den Playoffs verstärkt. Was ist von dem Amerikaner zu erwarten?

Ich habe einen sehr positiven Eindruck von Shaw. Er hat sich in dieser Woche gut integriert. Shaw ist ein Allrounder, der aus allen Positionen gut werfen kann. Bisher habe ich ihn allerdings nur im Training spielen sehen, deshalb ist es nicht möglich, ein abschliessendes Urteil abzugeben.

 

 Für die Integration Shaws kam die zweiwöchige Pause wohl gerade recht?

Das stimmt. Aber auch den anderen hat die Pause gut getan. Wir konnten uns auf unser Spiel konzentrieren. Was nun fehlt, ist der Spielrhythmus. Den gilt es möglichst schnell wieder zu finden.

 

 Wie hat sich Ihre Rolle nach den vielen Abgängen auf diese Saison hin verändert?

Mit dem Alter nimmt auch die Erfahrung zu. Durch meine Position als Spielmacher bin ich dazu gezwungen, eine Leaderrolle einzunehmen. Aber es hat in der Mannschaft sicher auch andere, welche vorne weg gehen. Ich selber wachse von Jahr zu Jahr mehr in diese Rolle hinein. Ich bin sicher auf dem Weg dazu, ein Leader zu werden und habe einen Schritt nach vorne gemacht.

«Wir müssen nach vorne schauen und uns vor Augen führen, was noch alles möglich ist.»

«Ich bin sicher auf dem Weg, ein Leader zu werden und habe einen Schritt nach vorne gemacht.»

Playoffs: Genf in der Favoritenrolle, Lugano lauert

O lympic muss am Samstag (18 Uhr, St. Leonhard) im ersten Spiel der Playoff-Viertelfinal-Serie (best of 5) gegen die Basel Starwings ohne den gesperrten US-Amerikaner Darrius Garrett auskommen. Dafür gibt dessen Landsmann Matt Shaw, der erst vor wenigen Tagen engagiert wurde, sein Debüt. Ansonsten kann Trainer Damien Leyrolles auf alle Spieler zählen. Die Freiburger gehen gegen den siebtplatzierten der Qualifikation selbstredend als Favoriten in die Serie. Im Saisonvergleich führt Olympic gegen die Basler Starwings mit 2:1 Siegen. Die Topskorer der einzigen Deutschschweizer Mannschaft der NLA sind der Amerikaner Justin Dobbins sowie der Jamaikaner Jaraun Burrows, welche pro Partie je rund 17 Punkte werfen.

In den drei weiteren Viertelfinals kommt es zu folgenden Duellen:

Genf (1.) – Nyon (8.)

Die Genfer Löwen, die Sieger des Liga-Cups, steigen als Qualifikationssieger als Favorit in die Playoffs. Gegen ihren Viertelfinalgegner Nyon setzten sich die Genfer in dieser Saison dreimal durch. Trainer Ivan Rudez muss in den beiden ersten Begegnungen zwar auf den Amerikaner Juwann James verzichten, der gesperrt ist, nichtsdestotrotz verfügt Genf über das nominell eindeutig stärkere Kader als die Waadtländer. Auf der Centerposition wird der ehemalige Freiburger Oliver Vogt aufgrund des Fehlens von James zu mehr Spielminuten kommen. Und mit Kevin Parker verfügen die Calvinstädter über einen ausgezeichneten Playmaker in ihren Reihen.

Lugano (3.) – Boncour (6.)

Im Viertelfinal-Duell zwischen Lugano und Boncourt trifft der Tessiner Trainer Ronald Dessarzin auf seinen Ex-Klub, den er einst von der Regionalliga bis zum Schweizer Meistertitel geführt hatte. Schon jetzt ist klar, dass Dessarzin Lugano – das er vergangene Saison zum Triple (Meisterschaft, Liga und Schweizer Cup) geführt hat – nach den Playoffs verlassen wird. Mit Dusan Mladjan verfügen die Tessiner über den besten Schweizer Spieler der Liga (21 Punkte im Schnitt). Die Hoffnungen der Jurassier nähren sich davon, dass es ihnen in dieser Saison bereits einmal gelungen ist, Lugano zu bezwingen. Im November warf der BC Boncourt die Tigers im Achtelfinal aus dem Schweizer Cup.

Neuenburg (4.) – Monthey (5.)

Mit dem Gewinn des Schweizer Cups am vergangenen Wochenende hat Aufsteiger Union Neuenburg so oder so bereits eine erfolgreiche Saison gespielt. Der Mannschaft mit dem langjährigen Freiburger Tresor Quidome ist es aber auch zuzutrauen, Monthey aus den Playoffs zu kippen. Die Walliser ihrerseits haben sich von ihrem Zwischentief von Ende Januar mit fünf Niederlagen in Serie erholt und sind ein gefährlicher Aussenseiter. fs

Mehr zum Thema