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Yann Sommer: «Wir sind weiter als vor drei Jahren»

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Yann Sommer ist seit Beginn der Ära von Nationalcoach Vladimir Petkovic Stammtorhüter der Schweizer Mannschaft. Im Gespräch redet der 32-Jährige über die letzten beiden Endrunden, spricht über seine Zukunft als Nationalgoalie und erklärt, weshalb die Schweiz an der EM 2021 einen guten Weg gehen kann.

Yann Sommer, am Samstag steigen Sie zum dritten Mal als Schweizer Stammkeeper in eine Endrunde. An welche Paraden aus den ersten beiden Turnieren erinnern Sie sich besonders gerne?

Die beiden Paraden in der Schlussphase des ersten EM-Spiels in Frankreich gegen Albanien waren sehr wichtig. Aber meine Lieblingsparaden für die Schweiz sind nicht von einer EM oder WM. Es sind die beiden gehaltenen Penaltys von Sergio Ramos im letzten Herbst.

Stichwort Albanien: Im Vergleich zu den Gruppenspielen in Frankreich und Russland stehen diesmal keine politisch brisanten Duelle auf dem Programm. Merken Sie dies in der Vorbereitung?

Die Vorbereitung ist deswegen nicht anders. Aber klar, es war für einzelne Spieler vor fünf Jahren speziell, gegen Albanien zu spielen. Für Granit (Xhaka) etwa war es ein Duell gegen den eigenen Bruder. An der WM hatten wir aufgrund der Vorkommnisse gegen Serbien eine schwierige Phase erlebt. Das ging nicht spurlos an uns vorbei, und dann verloren wir gegen einen Gegner im Achtelfinal, den wir auch hätten schlagen können.

Sind solche Probleme dieses Mal auch deshalb weniger denkbar, weil der Kern der Mannschaft jetzt drei Jahre älter ist?

Die Turniererfahrung kann entscheidend sein. Wie verhält man sich in gewissen Spielsituationen, gerade in K.-o.-Spielen? Da hat man mit mehr Routine eher eine Antwort parat. Ich schätze, wir haben mehr Persönlichkeit als bei den letzten Turnieren.

Wie äussert sich dies?

Ich sage das, weil wir einzelne Spieler haben, die einen Sprung gemacht haben. Nehmen wir Granit: Er hat sich enorm entwickelt, er ist das Herz der Mannschaft auf dem Platz. An ihm können die anderen wachsen. Wir haben unsere Mentalität weiterentwickelt und in den letzten paar Jahren mehrfach gezeigt, dass wir gegen grosse Teams mehr als mithalten können. Dies spürt man auch bei anderen. Da kann ich etwa auch Remo Freuler nennen, der im Club (Atalanta Bergamo – Red.) seit einiger Zeit an der Tabellenspitze mitspielt. Das überträgt sich auf die Leistung im Nationalteam. So etwas kann am Ende entscheidend sein. Alles in allem sind wir sicher weiter als vor drei Jahren in Russland.

Dann scheint die Ausgangslage gegeben für den Sprung in den Viertelfinal.

Ich bin kein Fan von solchen Einschätzungen und Prognosen. Ich bin aber überzeugt, dass wir ein gutes Turnier spielen können. Ich traue unserem Team sehr viel zu. Wenn man an eine EM geht, dann will man den maximalen Erfolg. Deshalb haben wir grosse Ziele, wollen aber Schritt für Schritt machen.

Wird die EM 2021 Ihre letzte Chance sein, mit der Schweiz einen Exploit zu schaffen?

Meine Zeit in der Nationalmannschaft geht noch nicht zu Ende. Ich fühle mich gut im Schuss, und solange dies so ist, bleibe ich dabei.

Gegen Wales werden Sie erstmals seit Monaten wieder vor Publikum spielen. Ändert das etwas an der Kommunikation auf dem Platz?

Es ist ein grosser Unterschied, ob man vor Publikum spielt oder in einem leeren Stadion. In Geisterspielen hört man jedes Wort. Die Kommunikation ist daher einfacher, weil man nicht so laut schreien muss. Aber es ist natürlich viel schöner, vor Fans im Stadion spielen zu dürfen.

Sind Sie überhaupt einer, der laut schreit?

Ich brülle nicht herum, wenn es nicht läuft. Aber es darf auf dem Platz schon auch mal laut werden, aber nie negativ. Es geht darum, die Mitspieler zu pushen, sich gegenseitig zu helfen. Da ist die Kommunikation absolut zentral. Wir erfahrenen Spieler versuchen, konstruktiv zu sein. Ich als Torhüter habe wenig Möglichkeiten zur nonverbalen Kommunikation. Gesten sind für mich schwierig, weil die Mitspieler mich im Rücken haben.

In den Stadien kehrt mit den Fans ein Stück Normalität zurück. Die Teams allerdings leben immer noch in den so genannten Bubbles. Diese Art von Turniererfahrung ist auch für Sie neu.

Klar, die Situation ist wegen Corona speziell, wir haben weniger Ablenkung als sonst. Manchmal spiele ich etwas Gitarre im Hotelzimmer und habe auch schon zusammen mit Loris (Benito) gesungen. Ausserdem habe ich Bücher dabei. Und wir haben eine gute Stimmung im Team. Deshalb bleiben wir nach dem Essen oft sitzen und plaudern zusammen über Gott und die Welt.

Die Schweizer Erfolgsformel: Elf Freunde sollt ihr sein?

Die Stimmung ist das A und O für eine Mannschaft. Man muss nicht zwingend beste Freunde sein, aber auf dem Platz müssen alle am gleichen Strick ziehen.

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