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Zermatter Schneemobil im Hapferen

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Ernst Zbinden strahlt über das ganze Gesicht, wenn er auf dem neuen Schneemobil die Pisten im Plaffeier Hapferen rauf- und runterfährt. «Die Maschine ist top», sagt das Verwaltungsratsmitglied der Schneekristall AG, der Inhaberin des Hapferen-Skilifts. Der Motorschlitten sei ein grosszügiges Geschenk der Zermatt Bergbahnen AG gewesen. Die Maschine sei acht Jahre alt und koste beim Neukauf rund 30 000 Franken, sagt Zbinden.

Kleines Skigebiet unterstützen

Wie kam es dazu, dass die grösste Seilbahngesellschaft der Schweiz in Kontakt mit einem Unternehmen kommt, das einen rund 500 Meter langen Tellerlift im Sense-Oberland betreibt? Im Sommer habe er Anton Dousse darauf angesprochen, dass es im Hapferen ein neues Schneemobil bräuchte und er gerne eines kaufen möchte, erzählt Ernst Zbinden. Anton Dousse ist ein Sensler, der bei den Bahnen in Zermatt arbeitet. «Plötzlich kam die Nachricht, dass der Direktor uns einen Motorschlitten sponsore», sagt Zbinden stolz.

Mathias Imoberdorf, Mediensprecher der Zermatt Berg­bahnen AG, bestätigt: «Unser Technischer Leiter Süd, Reinhard Lauber, und CEO Markus Hasler haben entschieden, das Schneemobil zu verschenken, um das kleine Skigebiet zu unterstützen.»

Vier Stunden und 35 Kilometer

Die Maschine ist in Plaffeien schon voll im Einsatz: Zbinden hängt eine Rolle an das Schneemobil, um den Neuschnee flachzudrücken. Dafür braucht er rund vier Stunden und absolviert rund 35 Kilometer. Zurzeit hat Zbinden drei Pisten für die Gäste präpariert. Um das Trassee des Skiliftes zu glätten, hat er einen speziellen Anhänger mit einer Art Schaufel.

Erste Erfahrungen auf den Ski

Das kleine Skigebiet mit dem 45-jährigen Tellerlift hat Tradition in Plaffeien: Viele Senslerinnen und Sensler haben auf diesen Pisten Ski fahren gelernt. Die Bergstation des Hapferenlifts liegt auf 910 Metern über Meer, die Talstation auf 850 – schneesicher ist das Gebiet deshalb nicht. «Diese Saison konnten wir bereits zwölf Tage öffnen. Ob der Schnee bis zu den Sportferien hält, ist noch nicht sicher», meint Zbinden. An schulfreien Mittwochnachmittagen und an Wochenenden locke der Lift rund 70 Schneesportler an.

Mountainbike-Farm

Skiliftinhaber sind noch nicht überzeugt

Der Hapferenlift soll zukünftig auch im Sommer laufen: Die Tourismusstrategie des Gemeindeverbands Re­gion Sense sieht unter fünf Projekten dort eine Mountain­bike-Farm vor (die FN berichteten). Initiantin des Projektes ist die Gemeinde Plaffeien, die gemeinsam mit Bikern mehrere Mountainbikeangebote ausarbeitet. Zurzeit definierten sie verschiedene Bikerouten im Plaffeierwald, sagt Plaffeier Ammann Otto Lötscher auf Anfrage. Für die Mountain­bike-Farm am Hapferen-Hügel brauche es noch einige Abklärungen. «Der Skilift hat seine gute Berechtigung, da zu sein. Er wird von vielen Familien in unserer Region genutzt. Daher wäre es schön, wenn man gewisse Synergien nutzen könnte», sagt Lötscher.

Das Projekt im Hapferen sieht vor, den Skilift auch im Sommer als Transportmittel zu nutzen, damit Mountainbiker ohne weitere Anstrengungen den Hügel hinaufkommen.

Wenig Interesse bei Inhabern

Zurzeit warte er auf Bescheid von den Grund­besitzern, sagt Projektleiter Thomas Raemy. Er wisse, dass das Interesse bei den Inhabern nicht so gross sei, doch hoffe er noch auf einen Sinneswandel. «Das Projekt würde vom Kanton subventioniert und würde dem Gebiet auch im Sommer Einnahmen einbringen», meint ­Raemy. Der Hapferenlift sei nicht schneesicher, da müsse man etwas tun. Er wolle sich aber mit den Inhabern nochmals zusammensetzen, um gemeinsam das Projekt zu besprechen.

Skilift-Mitinhaber Ernst Zbinden ist nicht sehr begeistert. «Der Trend rund um den Mountainbikesport wird allmählich von den E-Mountainbikern abgelöst.» Ein solcher Park bringe daher wenig Nutzen, da die neuen Geräte grössere Möglichkeiten anbieten würden. Auch Mitinhaber Andreas Piller ist der Meinung, dass in den letzten zwei Jahren das E-Mountainbike populärer wurde und der Park deshalb auf wenig Interesse stossen werde. Zudem laufe der Lift nur dank Pensionären, die das Skigebiet am Laufen hielten. «Wir müssten das Projekt mit den Initianten einmal richtig anschauen, um zu sehen, was möglich ist», sagt Piller.

Zbinden fügt hinzu, dass sich die Skipisten im Hapferen in einer Landwirtschaftszone befinden, die im Sommer als Weiden und für die Graswirtschaft genutzt werde. Otto Lötscher entgegnet: «Wir haben im ak­tuellen Zonenplan vorgesehen, dass diese Landwirtschaftszone in eine Pistenzone umgewandelt werden kann.»

jp

 

 

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