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Zu viele MRI- und CT-Geräte? Das ist nicht die richtige Frage, meint der FN-Gesundheitsblogger

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die MRI-Anlage gehört heute zum Standard eines Spitalbetriebs.
Aldo Ellena/a

Die Gesundheitspolitik krankt an Inputsteuerung und Mikromanagement. Bund und Kantone müssen gemeinsam Rahmenbedingungen schaffen, die es den Krankenkassen und medizinischen Leistungserbringer erlauben, anstatt die verursachten Kosten zu bezahlen, die erreichten Behandlungsziele zu vergüten.

2019 gab es laut Bundesamt für Statistik in der Schweiz 215 MRI-Geräte (25% mehr als 2014) und 219 CT-Scanner (+9%). 2019 wurden ca. 1,18 Mio. CT- und 1,06 Mio. MRI-Untersuchungen durchgeführt. 2019 wurden mit jedem Gerät im Durchschnitt 13 Aufnahmen pro Tag erstellt (2014 waren es 11).

Wer CT- und MRI-Geräte mit dem Kostenröhrenblick betrachtet, wie das einige Kantone in der Romandie tun, fordert eine Begrenzung (Inputsteuerung). Das führt bei den bleibenden Fehlanreizen bloss zu mehr Aufnahmen pro Gerät und Tag, aber nicht zu besserer Medizin.

Fokus auf dem Behandlungsziel

Wer nicht nur Kosten sieht, untersucht, ob mehr beziehungsweise bessere Diagnostik zu wirksamerer, zweckmässigerer und wirtschaftlicherer Medizin gemäss Krankenversicherungsgesetz führt. Und wer Wirkung und Nutzen der Medizin in den Vordergrund stellt, verschiebt den Vergütungsfokus von den verursachten Kosten zu den erreichten Behandlungszielen. Das ist zwar nicht so einfach, wie Kosten in Franken und Rappen zu berechnen, weil es von Ärztinnen, Apothekern, Therapeutinnen und Pflegefachleuten verlangt, mit jeder Patientin und jedem Patienten messbare Behandlungsziele zu vereinbaren – nicht für eine Grippe, aber für komplexe und teure Behandlungen.

Die Vergütung von Behandlungszielen, die Gesundheitsfachpersonen und ihre Patienten gemeinsam vereinbaren und erreichen, wird die Silomentalität abbauen, das multidisziplinäre Teamwork stärken, überflüssige und schädliche Medizin verhindern und insgesamt die Effizienz, die Qualität und den Nutzen der medizinischen Versorgung verbessern sowie das Kostenwachstum bremsen.

Es ist Zeit, dass die Gesundheitspolitik in Bundesbern und in den Kantonen vom Mikromanagement und immer mehr Bürokratie wegkommt und den Behandlungserfolg der Patientinnen und Patienten in den Vordergrund stellt. Die aktuelle Pandemie ist eine gute Gelegenheit, sich auf diesen anspruchsvollen Weg zu machen.

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