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Zum Geburtstag ein neues Fernrohr

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Zum Geburtstag ein neues Fernrohr

Die Sternwarte Ependes feiert ihr 20-jähriges Bestehen

20 Jahre Sternwarte Ependes und 10 Jahre Freundeskreis: Auf das doppelte Jubiläum hin wartet die Sternwarte mit einem neuen Fernrohr und einem sanierten «Planetenweg» auf: Die Bevölkerung ist eingeladen, am Samstag mitzufeiern.

Von IRMGARD LEHMANN

Jetzt stehen in der Sternwarte Ependes drei Fernrohre. Ein altes, ehrwürdiges, das 100 Jahre zählt und über dessen Funktionieren Paul Berger, Amateur-Astronom, am Dienstag anlässlich der Medienorientierung mit Begeisterung berichtete. Kein Wort verlor das Sternwarte-Team hingegen über das rund zehnjährige Fernrohr im Dachstock. Verständlich denn es steht im Schatten eines nigelnagel-neuen Instruments, das vor einer Woche installiert wurde. 60 000 Franken hat das neue Keller-Teleskop gekostet. Gemeinden, private Institutionen und der «Verein der Freundinnen und Freunde der Sternwarte» haben den Kauf möglich gemacht.

Wenn ein Fernrohr die Herzen
höher schlagen lässt

Seit 20 Jahren steht das unscheinbare Häuschen in einer Talsohle von Ependes. Einzig die silberne Kuppel weist darauf hin, dass da was Besonderes ist. Eng ist es innen und im simulierten Himmelsgewölbe hat es nur für wenige Platz. Auch im Dachstock mit den zwei Teleskopen ist kein Tanz aufzuführen. Muss man nicht. Denn hier richtet jeder und jede den Blick spontan zum Himmel – das Dach ist wegschiebbar -, und wenn auch nur, um das wendige Wunderding zu bestaunen. Ein Knopfdruck, und das neue Teleskop dreht sich nach rechts, nach links, nach unten, nach oben. «Ein komplett computergesteuertes Fernrohr», schwärmt Martin Baumeler, pensionierter Ingenieur, «Abwart» und Demonstrator im Haus. «Auf einer Sternkarte können wir per Knopfdruck den Punkt auswählen und das Fernrohr richtet sich darnach.» Und sonst noch? Das lichtstarke Instrument sei viel präsziser als das alte und habe mit 50 cm einen viel grösseren Spiegeldurchmesser. Ein Spielzeug für Männer? Man schmunzelt …

Zum Geburtstag gibts auch einen, mit der Unterstützung von Marly, neu beschilderten Planetenweg.

Warum eine Sternwarte in Ependes und nicht eine auf den Höhen von St. Silvester oder Rechthalten beispielsweise? «Wir hatten Gelegenheit, von der Gemeinde Ependes 800 Quadratmeter Land im Baurecht zu erwerben», erklärt Bernhard Zurbriggen, ehemaliger Präsident des Vereins. Am Standort habe man ideale Bedingungen vorgefunden, wie etwa einen grossen Horizont und abschirmende Waldzonen. Denn jede Lichtquelle – ob von der Strasse oder vom Fussballplatz oder von der Stadt – wirke störend. «Klar wäre die Lage auf dem Schwyberg idealer, doch im Winter wäre kein Zugang möglich.» Zumal bei kalter Jahreszeit die Bedingungen besser seien als im Sommer.

Ein schöner Ort

«Die Sternwarte Ependes ist einer
der schönsten Orte im Kanton», sagt Augustin Macheret, ehemaliger Staatsrat und Präsident der Stiftung. Dank namhafter Beträge der Lotereie Romande und von Sponsoren sei die Sternwarte all die Jahre auch finanzierbar gewesen. Der Ort wird jedes Jahr von rund 3000 Personen besucht. Die Hälfte davon sind Schulkinder. Für die Betreuung der deutschsprachigen Schulklassen und die Leitung der Sternwarte stellt die Pädagogische Hochschule PH Klaus Vonlanthen, Leiter des Didaktischen Zentrums, für vier Wochenstunden frei. Die Gestaltung und die Führung der Gruppen und Klassen wird von rund 15 Amateur-Astronomen ehrenamtlich abgedeckt.

Vonlanthen ist ebenfalls neuer Präsident des 200-köpfigen Vereins «Freundinnen und Freunde der Sternwarte Ependes», der heuer seinen zehnten Geburtstag feiert.
Fest in der Sternwarte Ependes

Das Sternwarte-Team lädt die Bevölkerung ein, am Samstag, dem 22. Mai, von 12 Uhr bis Mitternacht mitzufeiern. Von 12 Uhr bis 20 Uhr startet in Marly zu jeder vollen Stunde eine geführte Wanderung auf dem sechs Kilometer langen «Planetenweg» (Darstellung des Sonnensystems) ab dem Tennisplatz Marly zur Sternwarte. Gratisbusse verkehren zwischen der Sternwarte und dem Parkplatz Corbaroche (Startpunkt Planetenweg) und zwischen der Sternwarte und Ependes. Die Parkplätze bei der Sternwarte sind beschränkt. Bei der Sternwarte stehen eine Kantine und ein Zelt bereit. Am Samstag um 16 Uhr findet die Preisverleihung des Zeichenwettbewerbs «Mein Universum» statt, an dem rund 200 Kinder teilnahmen.

Am Freitag, dem 21. Mai, ist für 19 Uhr der offizielle Festakt mit geladenen Gästen angesagt. il

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